Galerie Straihammer und Seidenschwann

Nina Annabelle Märkl und Elmira Iravanizad

Elmira Iravanizad, Gate, Ausstellungsansicht Galerie Straihammer und Seidenschwann, 2019 (Foto: © Silvie Aigner)

Noch bis 25. Mai 2019 ist die Ausstellung mit Arbeiten von Nina Annabelle Märkl und Elmira Iravanizad in der Galerie Straihammer und Seidenschwann zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.


Unter dem Titel „Metamorphosen“ zeigt die in Dachau geborene, heute in München lebende Nina Annabelle Märkl neue, durchaus überzeugende Arbeiten. Anstelle des verspielten Materialmix der ihre Soloshow bei Straihammer und Seidenschwann 2017 prägte, tritt eine klarere Formensprache. Der Fokus liegt nun noch expliziter auf der Zeichnung und der Linie, die sich auch in Form von Metallobjekten in den Raum einschreibt.

Seit jeher denkt Nina Annabelle Märkl die Zeichnung auch räumlich, mittels Objekten und Installationen. Auch der Bildträger selbst – das Blatt Papier – wird durch Faltungen oder Cutout dreidimensional. Besonders beeindruckend in der aktuellen Ausstellung sind jene Arbeiten, in denen die Künstlerin ihre abstrakten Tuschezeichnungen mit linearen Stahlobjekte verbindet, die quasi die Linie der Zeichnung aufnehmen und in den Raum weiterführen. Die Zeichnungen selbst sind stets an der Schnittstelle zwischen Figuration und Abstraktion gedacht. Figuratives wird fragmentarisch dargestellt, zu einem zeichenhaften Kürzel oder löst sich als amorpher Körper auf.

Seit jeher denkt Nina Annabelle Märkl die Zeichnung auch räumlich mittels Objekten Installationen.

 

Silvie Aigner

 

Nina Annabelle Märkl, Metamorphosis, Ausstellungsansicht Galerie Straihammer und Seidenschwann, 2019 (Foto: © Silvie Aigner)

Nina Annabelle Märkl, Metamorphosis, Ausstellungsansicht Galerie Straihammer und Seidenschwann, 2019 (Foto: © Silvie Aigner)

Eine Überraschung sind die Objekte von Elmira Iravanizad. Die 1987 im Iran geborene Künstlerin studierte Kunst in Teheran, London und Berlin, wo sie heute lebt und arbeitet. Ihre Medien sind Malerei und Keramikobjekte. Von Dezember 2018 bis Jänner 2019 war Elmira Iravanizad Artist in Residence im Rahmen des "AIR Krems" - Programmes. Die Malerei ist abstrakt und durch ein Spiel von farbigen Bildflächen geprägt. Die Objekte der Künstlerin stehen dazu in einem unmittelbaren Dialog, wirken die Formen doch wie aus der Malerei herausgelöst. Allerdings sind sie prägnanter, raumpräsenter und scheinen das Medium zu sein, in denen Iravanizad ihren eigentlichen künstlerischen Ausdruck findet. Dabei gelingt es der Künstlerin die Keramik definitiv zeitgenössisch zu interpretieren, in dem sie sich rein auf die formalen Parameter konzentriert und jegliches Narrativ, das diesem Medium anhaftet, in der Gestaltung der Oberfläche vermeidet. Bevorzugte Farben ihrer Objekte sind Schwarz und ein leuchtendes Gelb. Letzteres so, der Pressetext der Galerie würde für die Künstlerin „stellvertretend für den kulturellen Unterschied von Iran und Deutschland“ stehen.

Elmira Iravanizad, Gate, Ausstellungsansicht Galerie Straihammer und Seidenschwann, 2019 (Foto: © Silvie Aigner)

Elmira Iravanizad, Gate, Ausstellungsansicht Galerie Straihammer und Seidenschwann, 2019 (Foto: © Silvie Aigner)

Galerie Straihammer und Seidenschwann

Grünangergasse 8/3, 1010 Wien
Österreich

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