01/2018 | Egon Schiele - Wiener Moderne · Street Art · Kunst am Bau

01/2018

Inhalte dieser Ausgabe

BOOM FOR REAL – STREET ART!?

Die Anfänge der Street Art begannen als illegaler Protest in den Großstädten Europas, von Paris bis New York. Die HipHop-Kultur der 1980er-Jahre machte sie populär. Heute hat es die Street Art in den Kunstmarkt und in die Museen geschafft. Keith Haring und Jean-Michel Basquiat, zwei Künstler, die wesentlich die New Yorker Kunstszene der 1980er-Jahre prägten, sind aktuell in Ausstellungen in Frankfurt und Wien präsent. Doch auch wenn ihre Kunst zunächst im urbanen Raum stattfand, gehörten sie nicht zur Street Art im engeren Sinn. Street Art, Graffiti oder Urban Art – der Begriff ist einem steten Bedeutungswandel ausgesetzt. Anlass für eine Bestandsaufnahme.

1918 – Das Ende der Wiener Moderne

Selten in der Kunstgeschichte ist das Ende einer Epoche so klar mit einer Jahreszahl festzulegen: In geradezu beklemmender Koinzidenz starben 1918 vier der bedeutendsten Protagonisten dieses künstlerischen Höhenflugs der Wiener Moderne: Gustav Klimt, Otto Wagner, Koloman Moser und Egon Schiele.

 Die Museen in Österreich widmen sich diesem Jubiläum in einer Vielzahl von Ausstellungen oder zeigen eine Auswahl ihrer Bestände im Ausland. War es ein „Tanz auf dem Vulkan oder letztes Aufbäumen in einem langsamen Untergang?“, fragt unsere Autorin Maria Rennhofer, die für uns dieses Thema bearbeitet. PARNASS versucht einen Rückblick auf das Schicksalsjahr 1918 aus heutiger Perspektive, fokussiert jeweils auf einen der großen, in jenem Jahr verstorbenen österreichischen Künstler; den Anfang macht Egon Schiele. Dass Schiele ein begnadeter Zeichner war, zeigt auch unser Cover. Der männliche Rückenakt stammt aus der Sammlung von Heidi Goëss-Horten.

WOW! – The Heidi Horten Collection

Agnes Husslein-Arco kuratiert „WOW! The Heidi Horten Collection“ und stellt im Gespräch die Sammlerin und deren Kunstgeschmack vor. Als Chefin von Sotheby’s Österreich und Europa beriet sie Heidi Goëss-Horten seit Mitte der 1990er-Jahre und präsentiert nun eine der schillerndsten Privatsammlungen  Österreichs erstmals der Öffentlichkeit. Im Vorfeld wurde bereits intensiv über die Provenienzen von Bildern und Vermögen diskutiert. Das Gespräch mit Husslein-Arco kreist daher um die innere Struktur der Sammlung und deren Präsentation im Leopold Museum.

IM PORTRÄT 
Martha Jungwirth · Rudolf Polanszky

Unsere Porträts widmen sich den Arbeiten von zwei wichtigen österreichischen Künstlerin, die zu Recht aktuell in zwei sehenswerten Ausstellungen präsentiert werden. Martin Jungwirth in der Albertina und Rudolf Polanszky in der Secession. Schonungslos: So beschreibt Martha Jungwirth ihren Umgang mit der Malerei. Die Ausstellung in der Albertina und der renommierte Kokoschka-Preis würdigen nun ihr ebenso konsequentes wie intensives Œuvre zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.

Seit den 1970er-Jahren entwickelt Rudolf Polanszky seine markanten bildlichen und skulpturalen Objekte. Doch erst in jüngster Zeit ist auch die internationale Kunstszene auf den Künstler aufmerksam geworden. Dabei war Polanszkys obsessives, eigenwilliges und widerständiges Werk kontinuierlich in Wiener Galerien und Museen, aber auch in London und New York präsent.

UP&COMING
Maureen Kaegi · Katja Aufleger

Basierend auf unserer Sonderausgabe UP&COMING 2017 stellen wir in dieser neren Rubrik jeweils zwei junge, aufstrebende künstlerische Positionen vor.

RUND UM WIEN
Kunst und Kulturraum

Wir haben für Sie die spannendsten Institutionen, Galerien und Kunsträume besucht, Ateliers besucht und Interviews geführt. Perfekte Ausflugsziele für den Frühling!

SPOT ON 
Kunst am Bau

Eine Betrachtung der Wener U-Bahn - Kunst der Wiener Linien und des neuen Med Campus, Graz.

KUNSTMARKT

Glasauktion im Auktionshaus im Kinsky, Expertinnengespräch mit Gerti Draxler vom Dorotheum über die kommende Auktion "Design First" sowie neu in der Rubrik Kunstmarkt unser Blick auf Kunsträume außerhalb Europas. Den Anfang machen Katar und Abu Dhabi.