Ateliergalerie ck-f

Hohenzollernstraße, 80796 München
Deutschland

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Eröffnung: 1. Juni 2022, 19:00

Nach einem erfolgreichen ersten internationalen Auftritt von Guido Katol in Venedig im Sommer des letzten Jahres, präsentiert Aurora Art Gallery ab 1. Juni 2022 neue Arbeiten des Künstlers in Kooperation mit der Ateliergalerie ck-f in München.


Guido Katol erhielt seine Ausbildung in der Atmosphäre einer verstärkten Hinwendung zur Malerei und erarbeitete sich vor allem eine gestische Komposition im Bereich des Figurativen. Der in Villach geborene Künstler studierte bei Maria Lassnig an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, seine künstlerische Tätigkeit begann jedoch bereits Anfang der 1980er- Jahre, angeregt durch die über einen längeren Zeitraum sich erstreckenden Atelierbesuche bei dem in Vorderberg im Gailtal lebenden Cornelius Kolig.

Während seines Studiums stellte Katol den Menschen, aber auch die Darstellung von Tieren in den Mittelpunkt seiner Arbeiten. Losgelöst von jeglicher Illustration sind seine figurativen Szenen eine Interpretation der dramatischen Gefühlswelten in einem gegenwärtigen Kontext. Die Machtspiele zwischen den einzelnen Figuren, das Ausgesetzt-Sein der Frau oder ihr Triumph gegenüber einem zweiten, zunächst wilden, mächtigen erscheinenden Tier malt der Künstler mit großer Sicherheit für den Bildraum auf die Leinwand. Die Mimik und Gestik der Figuren ist dabei zuweilen voll Ironie und Sarkasmus und bringt die Spannung zwischen den Figuren direkt und unmissverständlich zum Ausdruck. Die Intensität eines Blicks, die Haptik und Farbigkeit eines Tierfells oder einer Löwenmähne interessieren Katol jedoch auch aufgrund ihrer stofflichen Qualität und malerischen Herausforderung. So stehen seine Arbeiten stets auch in der Dialektik zwischen einer Interpretation von Wirklichkeit und der Sinnlichkeit der Farbmaterie, indem sie einfach Malerei sind – und dies in einer direkten und unmittelbaren Gegenwart. Katols Bilder sind Augenblicke, Momentaufnahmen, die im Bild festgehalten werden, keine gestellten Porträts. Vielmehr stehen Beobachtung und Erfahrung von Bewegung im Vordergrund. Das Motiv, wenngleich Basis des Bildes, stellt keine decodierende Komponente dar. Im Gegenteil: Es öffnet Variationen an eigenen Emotionen und Erinnerungen, bewahrt jedoch stets noch ein Geheimnis, lässt offen, so Guido Katol, was hinter der Malerei liegt.

Es zählt zum Einnehmendsten in der Kunst Guido Katols, dass klassische Eigenschaften und Rollen nicht eindeutig festgemacht und zugewiesen werden können und dass sich Unterschiede zwischen Raub- und Beutetier, Verführer und Verführtem, zwischen Beschützer und Schutzsuchendem auflösen. Dass nicht auszumachen ist, welcher Art die Beziehung der Protagonisten auf einem Bild letztlich ist, ob die Interaktion im Vordergrund steht oder ob Mensch und Tier einander überhaupt bemerken und der eine nicht vielmehr (gesteigerter) Ausdruck des andern ist.

Aurora Art Gallery

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