Fernanda Gomes

Fernanda Gomes, 2019, Foto: Pat Kilgore

Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien
Österreich

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Dienstag – Sonntag: 10.00 – 18.00

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Seit den 1980er-Jahren kreiert die brasilianische Künstlerin Fernanda Gomes mit profanen, günstigen Materialien Objekte und Bricolagen (stets ohne Titel), die formal an die Arte Povera, den Minimalismus und Brasilianischen Konstruktivismus anknüpfen. Übrig Gelassenes, Vergessenes, Unbeachtetes ebenso wie Weggeworfenes oder Alltagsgegenstände wie Glas, Spiegel, Magneten, Schnüre, Haare, Zigarettenstummel, Zeitungen und alte Möbel werden in situ arrangiert, zu fragil-prekären Strukturen zusammengestellt oder gebündelt und geschnürt, um kompaktere Gebilde zu erzeugen.

Ein wesentlicher Aspekt von Gomes’ Arbeitsweise besteht darin, sich auf Räume und Orte einzulassen. Sie erforscht die Charakteristik eines Ortes – die Lichtsituation, Proportionen, die verwendeten Materialien etc. –, durch genaue Beobachtung auf der einen Seite, und indem sie ihn auf sich wirken lässt auf der anderen. Die Künstlerin empfindet leere Räume nicht als leer per se, sondern voller Informationen. Sowohl die Platzierung als auch die Konstruktion ihrer Werke stehen in Bezug zum Ausstellungsraum. In ihren ortsspezifischen Installationen sind oft eine Fülle an Objekten über Boden und Wände verteilt, räumlich zusammengefasst oder rhythmisch organisiert, während sie mit natürlichem Licht flüchtige Schattenspiele erzeugt, die die Situationen aktiviert. Die einzig verwendete Farbe ist weiß, von der Künstlerin als „empfängliche Farbe“ geschätzt, da es sogar subtile Veränderungen der Lichtfarbe und - intensität sichtbar werden lässt. Um die Künstlerin zu ihrer Arbeit zu zitieren: „Painting, sculpture, architecture. Tradition of ruptures. Thought is plastic. Reflection dimensions, with multiple meanings. So many questions at the core of this investigation, light! Colour: white. Line, plane, volume, space. Simple. Activate the senses. Detachments, displacements, also in imagination. Painting and sculpture articulate a total space, and autonomy. Perspectives revealed in the movement by the beholder. Include the world’s landscape. Play freely with things, because they are, after all, things. Leave behind the verb, with rigour and emotion.“

Gomes hatte Einzelausstellungen u.a. im Museo Jumex, Mexiko Stadt, Mexiko (2018); in der Galeria Luisa Strina, São Paulo und der Alison Jacques Gallery, London (beide 2017); bei Peter Kilchmann, Zürich (2015); im Centre International de l’art et du Paysage, Vassivière (2013); im Museu da Cidade, Lissabon und im Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro (beide 2012); und im Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto (2006). Fernanda Gomes, geboren 1960 in Rio de Janeiro, lebt und arbeitet in Rio de Janeiro

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