Artemons Contemporary Wien

Opernring 21, 1010 Wien
Österreich

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Di.-Fr.: 11-18 Uhr
Sa. 11-16 Uhr

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Artemons Contemporary Wien ist es gelungen, den deutschen Ausnahmekünstler Bernd Zimmer, nach umfassenden Retrospektiven und Ausstellungen 2018/19 in der Neuen Galerie, Kassel, der Galerie Thomas Modern, München, im Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, in der Städtische Galerie im Leeren Beutel, Regensburg und im Fonds Hélène & Édouard Leclerc pour la Culture, Landerneau (FR) zur einer großen Werkschau seines aktuellen Schaffens nach Wien einzuladen. Bernd Zimmer verkörpert ein Stück deutscher Kunstgeschichte.

Er ist Gründungsmitglied der legendären Produzentengalerie am Moritzplatz im West- Berlin der zweiten Hälfte der 70er Jahre, deren weitere Vertreter - Rainer Fetting, Helmut Middendorf und Salomé - zu den Neuen Wilden zählen. Dass er seinerzeit Philosophie und Religionswissenschaften studiert hat, wirkt in seinem anhaltenden Interesse an existenziellen Fragestellungen nach. "Ich will das Privileg unseres Daseins verstehen - oder zumindest erahnen", sagt er in einem Gespräch mit Walter Grasskamp. Dies drückt sich auch in der Serie "Cosmos" aus, die ihn seit 1998 beschäftigt. Zu diesen Bildern inspirierten ihn die Aufnahmen, die die Voyager-Sonden oder das Hubble-Teleskop zur Erde schickte, wenn er auch einen eigenen Kosmos kreiert, eigene Sternenkonstellationen schafft. Ob stille Pflanzenspiegelungen in imaginären Altwasserarmen eines Flusses, ob wucherndes Dschungelgrün oder in Kaskaden herabstürzendes Wasser, ob sanfte Dünen vor niedrigen Horizonten, explosive Eruptionen oder kosmologische Sternenkonstellationen - Zimmer balanciert haarscharf an der Kante zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Naturbilder malt Zimmer seit mehr als 30 Jahren.

Schon Anfang der Achtzigerjahre reüssierte er, noch als "Junger Wilder" in Berlin lebend, mit üppigen Gebirgslandschaften in intensiver Farbigkeit. Seine Inspirationen holt er sich oft auf Reisen in ferne Länder. Sämtliche Bilder entstehen erst später im Atelier, geronnene, gefilterte Erinnerungen also; aber immer ist für Zimmer ein fiktiver Gegenstand oder ein erinnerter Ort der Ausgangspunkt, auch wenn er nie Realität nachbildet. Auch die Farben wählt er nicht, um naturalistisch genau das Gesehene einzufangen, sie sind nur Mittel, um den Lichtverhältnissen nachzuspüren. Der Maler arbeitet seit den Neunzigerjahren in Serien, kreist um seine Motive, variiert sie immer wieder, ermöglicht das Gefühl eines intensiven Naturerlebnisses. Zimmer überlässt es jedoch der Assoziationsfähigkeit des Betrachter, was er in seinen Bildern zu sehen glaubt, ob er einen Fluss oder ein Rinnsal, einen Mikroorganismus oder einen Blick ins All erkennt. Nur die Bildtitel lenken die Sichtweise manchmal in eine bestimmte Richtung.

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