Klanglicht 2019

Onionlab | Das spanische Künstlerkollektiv Onionlab zeigt die audiovisuelle Inszenierung "Transfiguration" bei Klanglicht 2019 in der Oper Graz | © the artists

Auch diesen April wird das Licht- und Tonkunstfestival „Klanglicht“ die Stadt Graz über drei Tage wieder als einzigartigen Parcours erlebbar machen. Von 21. bis 23. April 2019 entstehen auf Einladung der Bühnen Graz zahlreiche künstlerische Interventionen, die allesamt die Stadtlandschaft mit neuem Licht betrachten. Exemplarisch für die gebotene Vielfalt stehen drei Beiträge von österreichischen wie internationalen Künstlerinnen.


So fragen zum Beispiel Tina Frank und Alexandra Murray-Leslie mit der Klang-Bildinstallation „What if“ im Foyer und Außenraum des Künstlerhauses: „Was wäre wenn alles anders wäre?“ Und starten mit ihrer dreiteiligen audio-visuellen Installation, die originär für Klanglicht entsteht, ein Gedankenexperiment, das versucht die Welt, wie wir sie kennen aus ihren Angeln zu heben und unsere Wahrnehmungsmuster aufbrechen möchte. „Mein Interesse gilt vor allem der Erforschung von Schnittstellen zwischen Sound und Bild, dabei geht es um Übersetzungen und Transformationen: visuelle Kompositionen, die wie eine Übersetzung des Gehörten die musikalische Struktur erklären“, erklärt Tina Frank.

„Licht erhellt den physischen wie auch den geistigen Raum. Gerade die Möglichkeit, Räumen durch Licht Struktur zu verleihen, fasziniert mich“, meint Sophie Guyot. Auch ihr Werk ist von existenziellen Fragen bestimmt. So schreibt die Schweizer Künstlerin mit der Lichtinstallation „H-U-M-A-N-?“ eine scheinbar einfache Frage mit offenen, komplexen Antworten in den Grazer Landhaushof ein. Dabei verdeutlicht Guyot, die Literatur studierte, wie sehr Sprache unsere Sinneseindrücke bestimmt und Erwartungen generiert. Nur wenn man sich in Bewegung setzt, den eigenen Blickwinkel verändert, kann man die Arbeit, zusammengesetzt aus einzelnen Lichtpunkten, erfassen und die dahinterliegende Frage: „Was bedeutet es eigentlich menschlich zu sein?“ entziffern.

Licht erhellt den physischen wie auch den geistigen Raum.

Sophie Guyot, Künstlerin
Sophie Guyot. H-U-M-A-N-? | Foto: © Andrea Butti

Sophie Guyot. H-U-M-A-N-? | Foto: © Andrea Butti

Neben den zahlreichen neuentwickelten Projekten gibt es auch eine Neuerung in der Festivalorganisation: Erstmalig wird ein Festivalpass angeboten der nicht nur mittels „Fast Lane“ einen schnelleren Zugang zu den Projekten in den Häusern der Bühnen Graz ermöglicht, sondern es wird auch eine eigens für Passbesitzer limitierte Vorstellung in der Oper Graz geben. In einer exklusiven audiovisuellen Inszenierung wird das spanischen Künstlerkollektiv ONIONLAB in Zusammenarbeit mit dem spanischen Künstler, Kurator und Professor Xavi Bové und begleitet von einem Orchester eine einzigartige Lichtchoreografie entwickeln, die den Hauptsaal der Oper in einen scheinbar völlig neuen Raum transformiert.

Nicht nur die Verbindung von Klang und Licht, sondern auch die enge Interaktion von künstlichen, technologischen Mitteln und intuitiver Wahrnehmung eröffnen ein mehrdimensionales Erlebnis und eine Neudefinition der Gegebenheiten. Neben diesem speziellen Angebot bleibt der generelle Zugang zum Festival aber wie bereits in den vergangenen Episoden gebührenfrei und offen für alle.


Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserem PARNASS 1/2019.

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Klanglicht

Verschiedene Orte, 8010 Graz
Österreich

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