Winter im Grazer Kunstverein

Mehraneh Atashi, The limits of the earth from shore to shore, 2017

Grazer Kunstverein

Palais Trauttmansdorff
Burggasse 4
8010 Graz
Österreich

-

Mittwoch - Sonntag: 11.00 – 18.00

Zurück

Im Rahmen der Wintersaison freut sich der Grazer Kunstverein, zwei neue Ausstellungen, nämlich die der in den Niederlanden wohnhaften iranischen Künstlerin Mehraneh Atashi und der österreichischen Künstlerin Angelika Loderer, zu präsentieren.


Mehraneh Atashi. Flotsam, Jetsam, Lagan, and Derelict

Diese wichtige neue Ausstellung der in Amsterdam lebenden Künstlerin Mehraneh Atashi verbindet ihr unverkennbares, visuelles Vokabular mit haptischen skulpturalen Elementen, die den Raum der Galerie von der Decke bis zum Boden besetzen und sich zu eigen machen. Atashi lässt einen Phoenix aus den Ruinen aufsteigen und nimmt dabei in ihrer Arbeit The Canticle of the Birds, in der Pluralität zur Singularität wird, als Ausgangspunkt. Ihre kodierte skulpturale Welt wird mit gefundenem und adaptiertem Filmmaterial und Formen zu einer Collage zusammengefügt, die auf eine Bühne aus Kratern, Dünen, Höhlen und Aushöhlungen gesetzt wird. Durch eine Erkundung der vier Arten des Schiffbruches hält Atashis Arbeit eine persönliche Reise fest und erschafft ein Universum aus Trümmern, eine Geschichte aus Abfall, zusammengesetzt zu einem Patchwork, das eine innere, sich ständig transformierende Ökologie offenbart.

Mehraneh Atashi ist eine Künstlerin aus dem Iran, die in Amsterdam lebt und arbeitet. Seit ihrem BFA in Fotografie in Teheran und ihrer postgradualen Ausbildung an der Rijksakademie in Amsterdam hat sie ein Oeuvre entwickelt, das aus Collagen, Skulpturen, Fotografie und Video besteht. Ihre Praxis wechselt thematisch zwischen Konzeptualismus und Materialität, zwischen Bilderwelt und Ikonografie, dabei erkundet sie die Möglichkeit des Werdens in statischen Systemen wie auch Konzepte des Blicks. Ihre Arbeit wurde 2014 mit dem Mondrian Stipendium for Established Artists ausgezeichnet und in experimentellen Solo- und Gruppenausstellungen in Los Angeles, London, Bratislava, Reykjavik, Berlin, Salzburg und Amsterdam gezeigt.

Flotsam, Jetsam, Lagan, and Derelict von Mehraneh Atashi wird großzügigerweise von Mondriaan Fund gefördert.


Angelika Loderer. Poems to Gadgets

In ihrer neuen Ausstellung fängt Loderer die Zeit ein, indem sie temporäre Modelle aus Schnee und Eis zu permanenten skulpturalen Arbeiten gießt. Die von ihr angewendete performative skulpturale Technik verzeichnet einen Augenblick des Verlusts oder der Veränderung, während sie gleichzeitig das zerstört, was sie neu auferstehen lässt. Innerhalb dieses reflexiven Prozesses und im Rahmen ihrer breiteren künstlerischen Praxis erprobt und erweitert Loderer die physikalischen Parameter ihrer Materialien. Auf diese Weise untergräbt sie immer wieder Ideen rund um den positiven und negativen Raum, um Materie und ihr Fehlen, um das Organische und Menschengemachte, die Vergangenheit und um einige mögliche Zukunftsvisionen.

Angelika Loderer, geboren 1984 in Feldbach, Steiermark, lebt und arbeitet in Wien, Österreich. Loderer studierte an der Universität für Angewandte Kunst, Wien, im Wimbledon College of Art, London, wie auch am Hendrix College, Arkansas, USA. Zu ihren neuen Solo-Ausstellungen gehört eine Präsentation in der Galerie Sophie Tappeiner, Secession, Wien, 2017; im Salzburger Kunstverein, 2016; und im Dortmunder Kunstverein, 2015. Ihre Arbeit wurde in Gruppenausstellungen in Turin, Sydney, Berlin, Frankfurt und in Mexico City gezeigt. 2016 gewann Angelika Loderer den Dagmar Chobot Prize for Sculpture. Sie wurde für den Kapsch Contemporary Art Prize 2018 nominiert. Zu den geplanten Projekten gehört die Teilnahme an einer Gruppenausstellung, die von Domenico de Chirico in Turin kuratiert wird, sowie nächstes Jahr an einer Solo-Show in der Galerie Sophie Tappeiner.

Ausstellungskatalog Stadt der Frauen.Künstlerinnen in Wien, 2019, (c) Belvedere Wien

AUSSTELLUNGSKATALOG STADT DER FRAUEN

exklusiv für PARNASS ARTLIFE - Mitglieder

Zum Gewinnspiel

Newsletter

Der PARNASS Newsletter informiert Sie immer über die aktuellsten Kunstthemen: