Skulptur neu sehen

Galerie Ludorff
Königsallee 22, 40212 Düsseldorf
Deutschland
Galerie Ludorff feiert mit,,Skulptur 2" die zweite Ausstellung im JubiLäumsjahr zum 50-jährigen Bestehen
Fünf Jahrzehnte Galeriegeschichte - das feiert die Düsseldorfer GaLerie Ludorff in diesem Jahr mit Ausstellungen, die immer wieder den Blick auf das Fundament des eigenen Programms und die Historie des Familienunternehmens lenken.
Nach einer fulminanten ersten Meisterwerke-Ausstellung im Frühjahr, widmet sich die GaLerie nun einer Gattung, die seit ihrer Gründung im Jahr 1975 besonderen Raum beansprucht: der Skulptur. ,,SkuLptur 2" knüpft bewusst an die Jubiläumsausstellung ,,Skulptur I" an, die zum 40-jährigen Bestehen realisiert wurde, und zeigt erneut, wie vieLgestaltig und lebendig raumgreifende Arbeiten in den letzten hundert Jahren waren - und bis heute sind.
Wer die Räume an der Königsallee betritt, begegnet einer präzise kuratierten Vielfalt, die vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Von Georg Kolbes eindrucksvollen Bronzen und den eleganten Tierdarstellungen von Renée Sintenis über die biomorphen Formen von Hans Arp bis hin zu den raumgreifenden Konstruktionen von Martin & Brigitte Matschinsky-Denninghoff - die Ausstellung spannt einen weiten Bogen. Zeitgenössische Positionen wie Stephan Balkenhol, Katharina Fritsch, Katharina Grosse oder Imi Knoebel treten in Dialog mit Klassikern der Moderne, während Arbeiten von Heinz Mack und Norbert Kricke Bewegung in den Raum bringen.
Gerade in der Gegenüberstellung entfalten die Werke ihre suggestive Kraft. Hans-Peter Feldmanns ,,Eva" hält scheinbar beiläufig einen roten Apfel - eine kleine Geste, die sofort Fragen nach Symbolik, Geschichte und Verführung weckt. Bram Bogarts ,,Ronde Rouge" von 2007 wiederum lässt aus massiver Farbe eine fragile, fast blühende Form entstehen. Louise Nevelsons ,,Night Blossom" taucht in ein Spiel aus Licht und Schatten, während Otto Pienes ,,Rastersonne" den Blick tastend über seine Textur gleiten lässt. Heinz Macks,,Rotor" wiederum bannt durch sein vibrierendes Spiel der Reflexionen.

Hans-Peter Feldmann, Eva, n.d. und Bram Bogart, Ronde Rouge, 2007
Es entsteht ein Panorama plastischer Ausdrucksmöglichkeiten: naturalistisch, abstrakt, konzeptuell, kinetisch. Jede Arbeit fordert die Sinne heraus - nicht nur das Auge, sondern auch das innere Erspüren, das Verhältnis von Körper, Raum und Zeit. Die Ausstellung ,,SkuLptur 2" macht sichtbar, dass Skulptur weit mehr ist als ein Objekt im Raum. Sie ist ein Erfahrungsfeld, in dem Inneres und Äußeres ineinander greifen.
Zur Eröffnung am 28. August 2025 von 19 bis 21 Uhr lädt die GaLerie ein, diesen Kosmos gemeinsam zu entdecken. Geschäftsführer Manuel Ludorff eröffnet den Abend mit einer Ansprache, gefolgt von einem Vortrag der KunstwissenschaftLerin Christina Irrgang. Begleitend erscheint ein Katalog, der die Werke und ihre Kontexte dokumentiert. Die Ausstellung läuft bis zum 18. Oktober.





