Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung

Lindenweg, Ecke Berger Weg, 41472 Neuss
Deutschland

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Apr – Aug: Freitag – Sonntag: 10 – 18 Uhr
Sep – Mrz: Freitag – Sonntag: 11 – 17 Uhr

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Als Student wandte sich Richard Long von den traditionellen Formen der Skulptur ab und verlegte seine Arbeit in die Landschaft. Sein Medium sind Wanderungen in verschiedenste Weltgegenden, doch propagiert er nicht eine romantische Idee der Natur; sein Werk ist streng und realistisch.

Auf Texttafeln notiert Long erlebte Momente. Sie beschreiben nicht den zurückgelegten Weg, noch schildern sie Erlebnisse. Es sind Aufzählungen von Fakten, keine Poesie. Long setzt die Wörter wie Steine oder Holzstücke aneinander, es sind Skulpturen aus Sprache. Die Photographien von den Wanderungen zeigen Zeichen, die Long unterwegs vorgefunden oder hinterlassen hatte – durch wiederholtes Gehen ausgetretene Wege, Linien und Kreise aus Steinen. Ein Kreis aus Steinbrocken ist eine menschliche Spur innerhalb der Menge von Steinen in der Natur. Indem er die Steine aufhebt und sie in dieser Form wieder hinlegt, manifestiert sich der Wanderer. Solche Zeichen setzte Long auch in Galerie- und Museumsräume. Während die Steinhaufen und -kreise in der Natur aus den am Wegrand liegenden Brocken zusammengetragen wurden, suchte Long für die Ausstellungen Steinbrüche in der Region auf. Die Skulptur sollte wirken wie ein vertrautes Wegzeichen. Diesem Gedanken diente das elementare Material – neben Steinen verwendete Long auch Torfstücke und Schwemmholz – und die geläufigen Formen – Linien und Kreise.

Schlamm aus dem Fluss Avon bei seinem Wohnort Bristol und weiße Tonerde dienten Long für die Linien- und Kreiszeichnungen mit Daumenabdrücken. Als Grund nutzte er flache, gebrauchte Dinge, die er auf Reisen fand – Bleche, Holzpfosten, Zeltpflöcke und Schreibtafeln. Kürzlich arbeitete Long an großformatigen Druckgraphiken in der Carborundum-Technik, mit der sich malerische Wirkungen erzielen lassen. Die Titel der Drucke stammen von Longs favorisierten Songs. Wie die Steine, die Äste, die Fingerabdrücke überbringen die mit der Hand gemalten Drucke eine Spur menschlicher Präsenz in der Welt.

EGON SCHIELE Tulln/Niederösterreich 1890–1918 Wien Selbstbildnis mit Lampionfrüchten | 1912 Self-Portrait with Chinese Lantern Plant Öl, Deckfarbe auf Holz | 32,2 × 39,8 cm Oil, opaque color on wood Leopold Museum, Wien, Inv. 454 | Leopold Museum, Vienna, Inv. 454

Jahreskarte Leopold Museum

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