Kolumba - Kunstmuseum des Erzbistums Köln

Kolumbastraße 4, 50667 Köln
Deutschland

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täglich geöffnet von 12 bis 17 Uhr
dienstags geschlossen

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Mit einem musealen Paukenschlag feiert Kolumba seinen zehnten Geburtstag: Der Pas de deux zweier Sammlungen – als Titel dem emotionalen wie künstlerischen Höhepunkt des Klassischen Balletts entlehnt – möchte die Notwendigkeit bewusst machen, in einer zunehmend bedrohlicher werdenden Welt die vielfältigen Aspekte des Menschseins präsent zu halten. Themen wie Mythos und Gegenwart, Zeit und Raum, Kostbarkeit und Transzendenz, Selbstwahrnehmung und kollektives Handeln, aber auch Erfahrungen von Endlichkeit und Gelassenheit haben grundlegende Bedeutung. Die Idee des Tanzes beschreibt das spielerische Moment im Hin und Her zwischen Antike, Mittelalter und Gegenwart sowie die Zusammenhänge durch die Konstanten kultureller Prägung. – Anlass dieser Ausstellung ist die mit der notwendigen Generalsanierung verbundene Neuorganisation des Römisch-Germanischen Museums in Köln. Dadurch ergibt sich die Gelegenheit, zwei unterschiedliche Sammlungen auf ihr gemeinsames Potential hin zu befragen. Der Ort dieser Kooperation ist keineswegs beliebig. Mit seiner archäologischen Ausgrabung, die von beiden Häusern gemeinsam verantwortet wird, blickt Kolumba auf eine 2000-jährige Geschichte als städtische Kulturlandschaft zurück. In beiden Sammlungen spielen die Zeugnisse religiöser Praxis eine ebenso hervorgehobene Rolle wie kunstvoll gestaltete Gegenstände des täglichen Gebrauchs. – Für eine kreative Denkpause verlässt das Römisch-Germanische Museum sein innovatives Konzept der 1970er Jahre, um in und mit Kolumba in vielfältigen Gegenüberstellungen formale, ästhetische und inhaltliche Parallelen zu entdecken, die zu assoziativen Sichtweisen anregen.

In einem zweijährigen Prozess wurde die Ausstellung von den acht Kuratoren beider Häuser erarbeitet. Denn nicht zuletzt möchte der Pas de deux ein Beispiel dafür geben, wie man mit Kunst und Kultur unterhalten und zum Nachdenken anregen kann, sofern man die eigenen Ressourcen mit vereinten Kräften zu nutzen versteht. – Die kulturpolitische Bedeutung dieser Kooperation war einer Gründe, die Ausstellung um ein Jahr zu verlängern. Kolumba verzichtet auf den jährlichen Themenwechsel, das Römisch-Germanische Museum auf Haupt­werke seiner Samm­lung, wenn es im Frühjahr 2019 im »Belgischen Haus« sein Provisorium bezieht. Wir wollen zeigen, wie sinnvoll es ist, wenn die Opulenz der Kölner Sammlungen als Ergebnis einer Teamleistung im Miteinander zur Entfaltung kommt und das es in den Museen, wie in allen Fragen der Kultur, nicht um Mittelmaß gehen kann. Wie keine zweite deutsche Großstadt besitzt Köln eine seit der Römerzeit ungebrochene Tradition, die in den hochkarätigen Beständen ihrer Museen erlebbar ist. Archäologie, Kunst und Kultur sind bis heute Synonym städtischer Identität. Mit der hinzugekommenen Parallelausstellung zum Werk des Ethnologen Michael Oppitz ist das Römisch-Germanische-Kolumba ein Kosmos an mythologischer Erzählung, eine interkulturelle Zeitmaschine. Ausgestellte Werke von ca. 500.000 vor Christus bis 2016.

Ausgestellte Künstler: Anonymus, Jan Adam, Josef Albers, Hubert Berke, Joseph Beuys, Heiner Binding, Anna und Bernhard Blume, Erich Bödeker, Heinz Breloh, Karl Burgeff, Franz Heinrich Commans, Peter Dreher, Felix Droese, Simone ten Hompel, Rebecca Horn, Bethan Huws, Hans Josephsohn, On Kawara, Leonhard Kern, Konrad Klapheck, Jannis Kounellis, Jürgen Kriebel, Dieter Krieg, Otto Künzli, Konrad Kuyn, Young-Jae Lee, Stefan Lochner, Jan Luyken, Joseph Marioni, Andre von Martens, Duane Michals, Hein Minkenberg, Hartmut Neumann, Balthasar Permoser, Benedicte Peyrat, Annamaria und Marzio Sala, Alexandra Schriefers, Pascal Schweighofer, Norbert Schwontkowski, Werner Schriefers, Franz-Wilhelm Seiwert, Richard Serra, Edward von Steinle, Paul Thek, Elisabeth Treskow, Simon Troger, Hann Trier, Wilhelm Wagenfeld, Andor Weininger, Josef Wolf, Toots Zynsky

UNCANNY VALUES. Künstliche Intelligenz & Du Heather Dewey-Hagborg und Chelsea E. Manning, Probably Chelsea, 2017 © Heather Dewey-Hagborg, Courtesy of the Artist und Iliya Fridman Gallery New York

führung MAK - Uncanny Values

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