Flower Power. Eine Kulturgeschichte der Pflanzen | Landesgalerie NÖ

Ignaz Stern, Blumen in Vase mit zwei Putten, 1748 © Residenzgalerie Salzburg, Aufnahme Fotostudio Ulrich Ghezzi, Oberalm

Landesgalerie Niederösterreich

Franz-Zeller-Platz 3, 3500 Krems
Österreich

-
Zurück

FLOWER POWER. EINE KULTURGESCHICHTE DER PFLANZEN

24.05.2025–15.02.2026
Kurator:innen: Gerda Ridler, Martin Pfosser

Die Ausstellung ist eine bildgewaltige Hommage an die Pflanzenwelt. Mehr als 350 Exponate erzählen vom Symbolgehalt der Pflanzen und zeigen, wie tief die Natur in unsere kulturellen Vorstellungen und Praktiken eingebettet ist. Die genreübergreifende Schau vereint Meisterwerke von Künslter:innen der Gotik bis zur Gegenwart, darunter Renate Bertlmann, Maria Lassnig, Carl Spitzweg oder Ferdinand Georg Waldmüller, sowie kulturgeschichtliche Objekte und naturkundliche Belege. Pflanzen als kulturelle Symbole Pflanzen geben uns Nahrung und geben uns Luft zum Atmen. Sie ermöglichen nicht nur unsere materielle Existenz, sie sind seit jeher auch Trägerinnen von Bedeutungen und Botschaften. In vielen Kulturen sind sie Sinnbilder für Liebe, Leben, Tod oder Vergänglichkeit. Warum wird die Jungfrau Maria oft mit einer Lilie dargestellt? Wieso pflückt Eva einen Apfel? Und weshalb war eine Tulpe Grund für den ersten Börsencrash im 17. Jahrhundert? Die Schau stellt die Kulturgeschichte von 18 ausgewählten Nutz- und Zierpflanzen vor. Sie beschreibt, wie Herkunft, Verbreitung und Nutzung von Pflanzen die Welt verändert haben, warum wegen Pflanzen Kriege geführt oder Menschen versklavt wurden. Apfel, Lilie, Sonnenblume und Baumwolle sind in der Schau ebenso vertreten wie Wein, Tabak oder Kaiserkrone. Die Kaiserkrone avancierte im Barock zu einem Symbol für Macht und Reichtum. In den Gärten europäischer Adliger pflanzte man sie als Zeichen für ihre Stellung und ihren Einfluss. Ihre majestätische Erscheinung und die anspruchsvolle Pflege unterstreichen den hohen Status derer, die sich diese Pflanze leisten konnten.