Dürerzeit - Österreich am Tor der Renaissance

Oberes Belvedere

Prinz Eugen Straße 27, 1030 Wien
Österreich

-

Täglich 10-18 Uhr

Zurück

In der Übergangszeit von der Spätgotik zur Renaissance waren in Österreich bedeutende Künstler wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Altdorfer oder Jacopo de’ Barbari tätig. Ihre Werke zeugen vielfach von einem neuen künstlerischen Selbstverständnis und nehmen damit den Weg in die Moderne vorweg. Das Belvedere widmet diesem bislang wenig beleuchteten Kapitel österreichischer Kunstgeschichte nun eine umfassende Ausstellung.

Die Wende zum 16. Jahrhundert und die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen, die sich auch in der Kunst jener Zeit widerspiegeln. Deutlich waren noch Reminiszenzen der ausklingenden Gotik spürbar, als die Errungenschaften der italienischen Renaissancekunst auf dem Gebiet des heutigen Österreich Einzug hielten. In dieser Zeit des Wandels wurden Kunstwerke zunehmend von Funktionen befreit, die ihnen im Mittelalter zugedacht waren – etwa die Bewahrung eines Andenkens, die Belehrung der Gläubigen oder die Förderung der Andachtsübung. Die ästhetische Wirkung der Objekte begann in den Vordergrund zu treten, und ihre Schöpfer etablierten sich mehr und mehr als Künstler in einem modernen Sinne. So entstanden auch auf dem Gebiet des heutigen Österreich mathematische Perspektivkonstruktionen, minutiöse Naturschilderungen und psychologisierende Porträts.

In der Ausstellung wird diese Kunstproduktion nun erstmals fokussiert in den Blick genommen. Neben teilweise aufwändig restaurierten Werken aus dem eigenen Bestand werden zahlreiche Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen präsentiert. Zu sehen sind dabei u. a. Werke von Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Altdorfer, Wolf(gang) Huber oder Jacopo de’ Barbari. Darüber hinaus werden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Medaillen von weniger bekannten Meistern gezeigt, die das hohe Niveau der Produktion in den österreichischen Werkstätten jener Zeit erfahrbar machen.

PARNASS WEEKEND

20. Mai - 22. Mai 2022

zu den Tipps

 

Newsletter

Der PARNASS Newsletter informiert Sie immer über die aktuellsten Kunstthemen: