Galerie Walker

Schloss Ebenau, 9162 Weizelsdorf 1/Rosental
Österreich

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Juni: Fr – So 14 – 18 Uhr
Juli, August: Fr – So 11 – 18 Uhr

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Deborah Sengl und Julian Opie zeigen auf höchst unterschiedliche Weise, wie facettenreich sich der Mensch und seine Beziehung zur Welt künstlerisch erzählen lassen. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Galerie präsentiert Deborah Sengl zudem eigens für Schloss Ebenau entstandene neue Werkserien, die im Dialog mit den ikonischen Arbeiten Julian Opies eine faszinierende Ausstellung entstehen lassen.


Im Zentrum von Deborah Sengls Arbeit steht der Mensch in seinem komplexen Beziehungsgeflecht – allerdings selten in direkter Darstellung. Stattdessen bedient sich Deborah Sengl häufig der Welt der Tiere als Metapher für menschliche Verhaltensmuster. Ihre Hybridwesen, Mischformen aus Mensch, Tier und mitunter auch Pflanze, werden zum Sinnbild gesellschaftlicher Rollen, Denkschemata und Machtstrukturen. Tiere übernehmen menschliche Eigenschaften, Menschen wiederum zeigen tierische Züge. Es entstehen Bilder von großer Eindringlichkeit und zugleich irritierender Mehrdeutigkeit.

Während Deborah Sengl eine Kunst zeigt, die hinter die Fassaden blickt und die verborgenen Mechanismen menschlichen Handelns sichtbar macht, begegnet uns bei Julian Opie eine Welt der Reduktion, der Klarheit und der universellen Zeichen. Julian Opie interessiert sich weniger für das individuelle Detail, sondern für das, was Menschen miteinander verbindet: eine Bildsprache die kulturübergreifend verstanden werden kann. Seine Figuren, Porträts und Landschaften bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Wiedererkennbarkeit und Abstraktion. Inspiriert von Straßenschildern, Piktogrammen, Werbegrafik, digitalen Medien, aber ebenso von altägyptischen Reliefs, klassischen Porträts oder japanischen Holzschnitten, hat er eine universelle visuelle Sprache geschaffen.

Gerade im Zusammenspiel mit den Arbeiten von Deborah Sengl wird deutlich, wie unterschiedlich künstlerische Strategien sein können: Während Sengl gesellschaftliche Rollenbilder, Machtverhältnisse und Identitäten hinterfragt, reduziert Opie die sichtbare Welt auf ihre elementaren Formen. Beide eint jedoch das Interesse am Menschen – an seiner Erscheinung, seinem Verhalten und seiner Beziehung zur Welt. So entsteht in dieser Ausstellung ein spannender Dialog zwischen erzählerischer Vielschichtigkeit und formaler Reduktion, zwischen kritischer Reflexion und konzentrierter Wahrnehmung

(Text von Nora Leitgeb)

DEBORAH SENGL & JULIAN OPIE

bis 23.08.2026
GALERIE WALKER

in Kooperation mit
Galerie Krobath, Wien

Mehr Informationen

Julian Opie, Shashank und Shalini, Courtesy Galerie Krobath, Wien, © by the artist / Bildrecht, Wien 2026

Julian Opie, Shashank und Shalini, Courtesy Galerie Krobath, Wien, © by the artist / Bildrecht, Wien 2026

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