Andreas Werner in der EBORAN Galerie Salzburg

Galerie Eboran. Verein zur Förderung junger KünstlerInnen
Ignaz-Harrer-Straße 38, 5020 Salzburg
Österreich
Öffnungszeiten: Mi. bis Fr., 16 – 19 Uhr
Andreas Werner: BETWEEN PULL
Was ist aus unseren Zukunftsträumen geworden?
Die EBORAN Galerie präsentiert mit BETWEEN PULL erstmals Arbeiten des international ausgezeichneten Künstlers Andreas Werner in Salzburg. Seine großformatigen Zeichnungen und raumgreifenden Installationen bewegen sich zwischen Vergangenheit und Zukunft, Mythos und Technologie sowie Erinnerung und Fiktion. Die Ausstellung fragt nach einem Thema, das aktueller kaum sein könnte: Warum fällt es uns heute so schwer, positiv über Zukunft nachzudenken?
Zwischen Hoffnung und Dystopie
Architekturfragmente, Maschinen, Tempel, Raumschiffe und rätselhafte Konstruktionen bevölkern Andreas Werners Bildwelten. Nichts scheint eindeutig einer Zeit zuzuordnen. Sind es Relikte vergangener Kulturen? Zukünftige Ruinen? Oder Artefakte einer Welt, die es vielleicht nie geben wird?
Gerade diese Uneindeutigkeit macht den Reiz seiner Arbeiten aus. Werner schafft Bildräume, die weniger Antworten liefern als vielmehr Fragen stellen. Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen Hoffnung und Unsicherheit, Realität und Mythos sowie Mensch und Maschine.
Zukunft braucht Vorstellungskraft
Mit BETWEEN PULL greift Werner ein gesellschaftliches Phänomen auf. Während Zukunft früher eng mit Fortschritt, Optimismus und kollektiver Vorstellungskraft verbunden war, dominieren heute häufig Krisenszenarien, Zerfall und dystopische Bilder.
Seine Arbeiten verstehen sich deshalb nicht als Zukunftsvisionen, sondern als Denk- und Möglichkeitsräume. Sie laden dazu ein, eigene Bilder von Zukunft neu zu hinterfragen und den Zwischenraum zwischen Bekanntem und Unbekanntem bewusst auszuhalten.
Popkultur trifft Mythologie
Werners Bildsprache verbindet unterschiedlichste Referenzen. Einflüsse aus Science-Fiction-Klassikern wie Metropolis, Solaris, Blade Runner oder Mad Max treffen auf archaische Tempelarchitektur, Totemstrukturen und symbolhafte Maschinen.
Die großformatigen Graphitzeichnungen entstehen mit enormer Präzision und entfalten gemeinsam mit räumlichen Elementen eine beinahe filmische Atmosphäre. Betrachtende werden dabei selbst zu Entdeckenden einer Welt, deren Bedeutung sich ständig verändert.
Internationale Position erstmals in Salzburg
Andreas Werner (*1984 in Merseburg) lebt und arbeitet in Wien. Er studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Gunter Damisch. Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem den Anerkennungspreis für Bildende Kunst des Landes Niederösterreich, den MUSA-Preis der Stadt Wien sowie den STRABAG Artaward International. Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter die Albertina, das Belvedere 21, das Museum der Moderne Salzburg sowie internationale Museen in Genf, Mannheim und Lugano.
Andreas Werner:
BETWEEN PULL
Ausstellungsdetails
Vernissage: Freitag, 17. Juli 2026, 19:00 Uhr
Es spricht: Florian Medicus
Ausstellungsdauer: 22. Juli – 28. August 2026
Finissage: Freitag, 28. August 2026, 16:00–20:00 Uhr
Ort: EBORAN Galerie, Ignaz-Harrer-Straße 38/2. Stock, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 16:00–19:00 Uhr

Andreas Werner, the pendulum of desire I, 2026, Graphit, Bleistift, Pigment und Goldstaub auf Papier, 175 × 100 cm. Courtesy Galerie Krinzinger and the artist. Foto: Tamara Rametsteiner

