Die Heimat von Kiki Kogelnik

Von Neuhaus/Suha nach Bleiburg

Eine Kunstbesuch lohnt auch im Osten des Bundeslandes, insbesondere empfehlen wir das Museum Liaunig in Neuhaus/Suha sowie das Werner Berg Museum in Bleiburg.


In Neuhaus/Suha zeigt das Privatmuseum des Industriellen Herbert Liaunig, dessen Architektur von querkraft vielfach ausgezeichnet wurden, ein vielfältiges Ausstellungs- und Konzertprogramm. Neben der Hauptausstellung, „o.T“, widmet das Museum in diesem Sommer Martha Jungwirth und Alfred Klinkan jeweils eine Einzelaustellung. Darüber hinaus empfehlen wir auch einen Rundgang im Skulpturenpark und durch die bedeutenden historischen Sammlungen der Familie Liaunig. Von Neuhaus lässt sich in wenigen Kilometern Bleiburg erreichen. Bleiburg, die Heimat von Kiki Kogelnik und Werner Berg. Kogelnik wuchs in Bleiburg auf und arbeitete auch als sie bereits in New York lebte regelmäßig im Sommer in ihrem Bleiburger Atelier. Zur 600-Jahrfeier des Bleiburger Wiesenmarktes gestaltete sie für den Hauptplatz einen Brunnen, dessen Marmorbecken ein wasserspeiender geflügelter Stier aus Bronze, das Bleiburger Wappentier schmückt. Der zweite Künstler, dessen Werke eng mit Bleiburg verbunden sind, ist Werner Berg. Das dem Künstler gewidmete Museum jedes Jahr eine Sonderausstellung.


Museum Liaunig

Die von Dieter Bogner kuratierte Hauptausstellung „o. T.“ zeigt Geometrien, Systeme und Konzepte aus sieben Jahrzehnten. Zu sehen ist eine Auswahl von malerischen, plastischen, kinetischen, digitalen bzw. akustischen Werken österreichischer Künstlerinnen und Künstler aus den Jahren 1950 bis 2020, die auf einem kompositorisch freien, gesetzmäßig strukturierten bzw. konzeptionell entwickelten Umgang mit elementaren Formen, klaren Farben und einfachen Gegenständen oder primären Materialien aufbauen.

Was die Sammlung Liaunig – und damit auch die Ausstellung „o. T.“ – auszeichnet, ist die Zahl großer Skulpturen und Objekte, die aus allen Perioden stammen. Die durch alle Jahrzehnte mögliche Kombination von zwei- und dreidimensionalen Kunstwerken ist für das Verständnis des Kunst-geschehens von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart von großer Bedeutung. Dazu trägt auch die punktuelle Integration von oftmals viel zu wenig Berücksichtigung findenden analogen, digitalen und akustischen Werken bei.

o. T. bis 31. Oktober

ZUM TERMIN

Ausstellungsansicht, o. T. © Museum Liaunig


Werner Berg Museum

Manfred Deix und Werner Berg, zwei Künstler mit genialem Blick für Eigenheiten und Besonderheiten ihrer Mitmenschen, haben sich an ihrer Heimat ob satirisch oder mitfühlend lebenslang abgearbeitet, mit unverwechselbaren Menschenbildern unsere Vorstellung geprägt und ein Bild Zeitgeschichte hinterlassen. Die Gegenüberstellung ihrer Werke bietet auch einen überraschenden neuen Blick auf beide Künstler. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit Marietta Deix, sowie dem Karikaturmuseum Krems von Dr. Harald Scheicher kuratiert und findet im Rahmen der Kärntner Landesausstellung „CARINTHIja 2020 -100 Jahre Kärntner Volksabstimmung, Zeitreisen und Perspektiven“ statt.

Manfred Deix trifft Werner Berg bis 31. Oktober

ZUM TERMIN

Manfred Deix, Abschiedskuss, 2012, Aquarell, Bleistift, Privatbesitz

Manfred Deix, Abschiedskuss, 2012, Aquarell, Bleistift, Privatbesitz

Cover DOROTHEE GOLZ Madonna mit den weißen Federn, 2011 C-Print/ Diasec , 130 × 98 cm © by the artist

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