Paulina Emilia Aumayr gewinnt beim 31. STRABAG ART Award 2026

Der STRABAG ART Award, einer der höchstdotierten privaten Kunstpreise Österreichs für Malerei und Zeichnung, wurde zum 31. Mal vergeben. Der Hauptpreis 2026 geht an die österreichische Künstlerin Paulina Emilia Aumayr. Die Jury, darunter u.a. Angela Stief, Direktorin ALBERTINA modern, begründete die Entscheidung mit Aumayrs eindringlicher thematischer Auseinandersetzung und ihrer überzeugenden Bildsprache, in der gesellschaftliche Spannungsfelder sichtbar gemacht und grundlegende Fragen nach Macht, Verletzlichkeit und sozialen Strukturen verhandelt werden. Neben dem Hauptpreis wurden vier Anerkennungspreise vergeben.
„Aumayrs Arbeiten thematisieren den gewaltvollen Einbruch in intime Sphären und die Überschreitung physischer wie psychischer Grenzen. Weibliche Körper erscheinen als Träger von Schmerz, Unterdrückung und sozial eingeschriebenen Machtverhältnissen. Die Künstlerin entwickelt so eine feministische Körperpolitik, die Prozesse von Dominanz und Vulnerabilität offenlegt und eine Sensibilisierung für gesellschaftliche Gewaltstrukturen einfordert.“ – Angela Stief

Paulina Emilia Aumayr, Bis meine Haut zu Leder wird. (1), 2025, Foto: Manuel Carreon Lopez
Der STRABAG ART Award zählt zu den höchstdotierten privaten Kunstpreisen in Österreich und rückt junge Talente in den Bereichen Malerei und Zeichnung ins Rampenlicht. Im Jahr 2026 wird der Kunstpreis zum 31. Mal vergeben und feiert die Zukunft der europäischen Kunst.
Mich interessiert weniger die Darstellung einzelner Situationen als die Systeme und Strukturen, die solche Zustände hervorbringen und stabilisieren.
„Meine Motive speisen sich aus banalen Szenen – Körper, Tiere, Objekte, die in einem intimen Umfeld verortet sind. Hunde interessieren mich in ihrer Ambivalenz zwischen Nähe, Loyalität und potenzieller Bedrohung. Verzerrung und Überlagerung markieren einen Moment, in dem das Vertraute instabil wird: Intimität kippt in Gewalt, wobei beide Zustände gleichzeitig existieren. Mich interessiert weniger die Darstellung einzelner Situationen als die Systeme und Strukturen, die solche Zustände hervorbringen und stabilisieren.“ – Paulina Emilia Aumayr
Ursprünglich auf Österreich fokussiert, ist der Preis seit 2009 auch für internationale Bewerbungen offen und wechselt zwischen ausgewählten Ländern, in denen STRABAG tätig ist. Bisher waren Künstler:innen aus Belgien, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Rumanien, Russland, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn zur Teilnahme eingeladen. Kunstschaffende aus Österreich – dem Zentralsitz von STRABAG SE – sind dauerhaft teilnahmeberechtigt. Die Teilnahmeländer 2024–2026 sind Deutschland, Slowenien und Österreich.
Jährlich werden ein Hauptpreis und vier Anerkennungen mit einem Preisgeld von insgesamt 48.000 € vergeben. Die Preisträger:innen werden von einer Jury ausgewählt, die in einem Dreijahreszyklus wechselt. Sie setzt sich aus Kunstexpert:innen aus den aktuellen Teilnahmeländern des STRABAG ART Award zusammen. Die Jurymitglieder 2024-2026 sind: Anna-Catharina Gebbers (Kuratorin Hamburger Bahnhof, Berlin), Alenka Gregorič (Künstl. Direktorin Cukrarna, Ljubljana), Johan Holten (Direktor ARKEN Museum für zeitgenössische Kunst, Kopenhagen), Angela Stief (Direktorin ALBERTINA modern, Wien) und Sebastian Haselsteiner (Leitung STRABAG ART, Wien).
Preisträger:innenausstellung 2026
In der Preisträger:innenausstellung von 26.06.–10.07.2026 in der STRABAG ART Site werden die in der Jurysitzung ausgezeichneten Arbeiten der prämierten Künstler:innen gezeigt. Beginnend mit September 2026 bespielen alle fünf ausgezeichneten Künstler:innen mit einer Einzelausstellung die Ausstellungsräumlichkeiten und sind herzlich eingeladen, dies mit einem Arbeitsaufenthalt in den STRABAG ART Studios zu verbinden.
BLICK IN DIE ZUKUNFT
„Für die Periode 2027 bis 2029 sind Bulgarien, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien gemeinsam mit dem Heimatmarkt des Unternehmens, Österreich, eingeladen, Teil dieses künstlerischen Dialogs zu werden. Direkt anschließend, von 2030 bis 2032, werden es Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Kroatien sein. Als Baukonzern ist STRABAG in diesen Regionen seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, stark präsent und trägt dort maßgeblich zur Gestaltung der gebauten Umwelt bei. Umso bemerkenswerter ist es, dass dieser Raum bislang im Kontext unserer Kunstförderung noch nicht erschlossen wurde. Südosteuropa verfügt über eine junge und progressive Kunstszene, die es zu entdecken gilt.“ – Sebastian Haselsteiner, Head STRABAG ART
STRABAG ART AWARD
PREISTRÄGER:INNENAUSSTELLUNG
26.06.–10.07.2026
STRABAG ART Site
Donau-City-Strasse 9, 1220 Wien
Österreich
Mehr über Paulina Emilia Aumayrs Arbeit erfahren Sie im PARNASS Up&Coming Special 2025 und in unserem Atelierblick auf Instagram.










