PARNASS auf der PARALLEL

Nika Kupyrova | No More Mr Nice Guy, 2018, Installationsansicht Fait Gallery, Brünn | Foto: We Give You Good 

Bereits zum siebten Mal nutzt die alternative Kunstmesse PARALLEL VIENNA ein temporär leer stehendes Gebäude als Präsentations- und Verkaufsplattform zeitgenössischer Kunst. Begleitend zu unserem Special Up&Coming zeigen wir eine Auswahl von fünf Künstlerinnen auf der PARALLEL VIENNA. Besuchen Sie uns im Raum EG.12!


Cäcilia Brown

Dachbalken und andere Materialien aus Abrisshäusern sind das Ausgangsmaterial für Cäcilia Browns (*1983 Sens, Frankreich) Skulpturen. Dies transportiert sie manuell in ihr Atelier, was ihr einen unmittelbaren Zugang zu den Eigenschaften des Materials – Gewicht, Schwerpunkt, Dichte – ermöglicht. Das von der Abrissbirne zerstörte Material wird von der Künstlerin größtenteils in seiner gefundenen Form belassen und nur mittels minimaler Eingriffe bearbeitet.


Melanie Ender

Messing und Gips sind die bevorzugten Materialien von Melanie Ender (*1984 Wien), zuweilen in Kombination mit Stoffen, die sie zu geometrischen Formen oder Körpern faltet. Ender verbindet die Metallelemente mit Gipsplatten zu skulpturalen Konstruktionen, die sowohl am Boden, am Sockel oder an der Wand präsentiert werden können und ebenso fragil wie kompakt erscheinen.


Nika Kupyrova

Nika Kupyrova (*1985 Kiew) interessiert die Idee, »Kunst als Narration« zu verstehen. »Ich will, dass das Kunstwerk ein eigenes, autonomes Vokabular entwickelt«, so Kupyrova. So denkt und agiert Kupyrova immer nah an der Literatur. Schreiben war ihre erste Kunstform, und Typografie ist ein wiederkehrender Topos in ihrem Werk. Die Kunst, meint Kupyrova, gewinnt gegenüber dem Wort aber die Überhand, weil Kunst sich nicht in Übersetzungen verliert und auch nicht-lineare Erzählformen entwickeln kann. So sind Kupyrovas Ausstellungen immer kohärente Universen – Wahrnehmungsangebote, in die der Betrachter mit seinem eigenen Interpretationspotenzial tritt.

Nika Kupyrova | No More Mr Nice Guy, 2018, Installationsansicht Fait Gallery, Brünn | Foto: We Give You Good 

Nika Kupyrova | No More Mr Nice Guy, 2018, Installationsansicht Fait Gallery, Brünn | Foto: We Give You Good 


Olivia Kaiser

Olivia Kaiser (*1983 Wien) lebt und arbeitet in Wien und in New Jersey, USA. Ihr Medium ist die Malerei. Mit großer Sensibilität übersetzt Olivia Kaiser ihre Auseinandersetzung mit der inneren wie der äußeren Realität in ihre Bildkonzepte, die einmal energisch, gestisch sein können, dann wieder lyrische, poetische Töne aufweisen. Überwiegen einmal die Farbfelder, die sie, einer Architektur gleich, in das Bild baut, so tauchen ein anderes Mal körperhafte Formen auf, Figuren, die sie in gestisch vehementem Duktus in das Bild setzt oder ebenfalls aus Farbflächen aufbaut.

Olivia Kaiser, bluish green with red, 2019 | Foto: © Jorit Aust 

Olivia Kaiser, bluish green with red, 2019 | Foto: © Jorit Aust 

Cover DOROTHEE GOLZ Madonna mit den weißen Federn, 2011 C-Print/ Diasec , 130 × 98 cm © by the artist

Julia Haugeneder

Die Ausgangsmaterialien für Julia Haugeneders (*1987 Wien) gefaltete Objekte sind Gips, Leim und Pigment, die sie am Boden ausgießt und trocknen lässt und anschließend zu Objekten faltet. Das Arbeiten mit den diversen Materialien und das Ausloten der Möglichkeiten, dieses zu formen und zu bearbeiten, sind ein wesentlicher Faktor in ihrem Werk und schreiben sich durchaus sichtbar in die Objekte ein. Das Material wird durch die Faltungen zum kompakten Objekt.

Julia Haugeneder | Ausstellungsansicht »likewise« xposit Wien, 2019 | Foto by the artist

Julia Haugeneder | Ausstellungsansicht »likewise«  xposit Wien, 2019 | Foto: by the artist


Mehr über diese KünstlerInnen und weitere spannende Positionen lesen Sie in unserem PARNASS Special Up&Coming!

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