Leopold Museum

Oskar Kokoschka

Oskar Kokoschka | Anschluss - Alice im Wunderland, 1942 Öl auf Leinwand ©Wiener Städtische Versicherung AG - Vienna Insurance Group Foto: Wiener Städtische Versicherung AG - Vienna Insurance Grou/Fotostudio Otto©Fondation Oskar Kokoschka Bildrecht Wien

Hochkarätige Sammlungsbestände und eine partnerschaftliche Museumskooperation ermöglichten eine umfassende Retrospektive, die Oskar Kokoschkas vielfältiges Œuvre einer Neuinterpretation aus heutiger Perspektive unterzieht. Nach der Präsentation im Kunsthaus Zürich ist die Ausstellung nun mit teilweise veränderter Werkauswahl und mit markant politischem Schwerpunkt im Wiener Leopold Museum zu sehen.


Die Zweifel an der künstlerischen Relevanz Oskar Kokoschkas für ein heutiges Publikum, die Christoph Becker, Direktor des Kunsthauses Zürich, in seinem Katalogvorwort als Gründe für das lange Zögern, das Ausstellungsprojekt zu realisieren, nennt, hat man in Wien nie geteilt: Für das Leopold Museum ist Kokoschka neben Richard Gerstl und Egon Schiele als Mitbegründer und wichtigster Repräsentant des österreichischen Expressionismus eine der Säulen der Sammlung. „Rudolf Leopold hat Oskar Kokoschka umfassend gesammelt, sowohl in Bezug auf Gemälde, von denen wir acht an der Zahl haben, als auch hinsichtlich Arbeiten auf Papier wie Gouachen und Zeichnungen“, sagt Direktor Hans-Peter Wipplinger. 

Adolf Loos, 1909, Öl auf Leinwand © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: bpk/Nationalgalerie, SMB/Roman März © Fondation Oskar Kokoschka/Bildrecht Wien, 2019

Adolf Loos, 1909, Öl auf Leinwand © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: bpk/Nationalgalerie, SMB/Roman März © Fondation Oskar Kokoschka/Bildrecht  Wien, 2019

Heike Eipeldauer, Kuratorin des Leopold Museums, konnte für die Wiener Ausstellung eine Vielzahl neuer Informationen recherchieren und zusätzliche Werke akquirieren, darunter etwa das Wandbild für Alma Mahlers Villa in Breitenstein (1914).

Weil Kokoschka aus österreichischer Sicht natürlich besonders interessant ist, bin ich in die Archive gegangen und habe nach Dokumenten gesucht, die diesen sehr ambivalenten homo politicus beleuchten.

Heike Eipeldauer

Kokoschkas politische Wandlungen von der Kriegsbegeisterung im Ersten Weltkrieg zum Humanisten, von der ursprünglichen Nähe zum Ständestaat zum engagierten Antifaschisten, vom unter den Nazis als entartet diffamierten Künstler und prosowjetischen Kosmopoliten zum gefragten Porträtisten werden sichtbar. In über sieben Jahrzehnten hat Kokoschkas künstlerisches Schaffen stilistisch und thematisch mehrere Veränderungen erfahren, auch wenn er immer der figurativen Malerei treu geblieben ist.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserem PARNASS 2/2019!

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1070 Wien
Österreich

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