New spaces: Gallery AAAA

Das Soft Opening der Gallery AAAA fand auf der viennacontemporary 2020 statt. Inzwischen wurden bereits mehrere Ausstellungen im neuen Galerieraum realisiert. Mit seinem Galerieprogramm will Neo-Galerist Aljoscha Ambrosch in die Zukunft weisen. Der Ort, an dem er dies tut, ist ein geschichtsträchtiger: eine ehemalige Synagoge im Bauhaus Stil.


PARNASS: AAAA – wofür steht das?

Aljoscha Ambrosch: Das sind meine Initialen – Aljoscha Attila Allen Ambrosch. Aber man kann vieles einsetzen – „all artists are amazing“ zum Beispiel. Ich wollte eine Art generische Kodierung verwenden, die wenn man sie entziffert, auch auf einer persönlichen Ebene ankommt.

P: Eigentlich bist du Künstler, wie ergab es sich eine Galerie zu gründen? 

AA: Das ist wohl einer jahrelangen Beobachtung der Szene geschuldet. Seit meinem Studium, habe ich einen Blick für Ausstellungsräume und habe sehr schnell nachdem ich auf die Akademie gekommen bin, begonnen organisatorisch zu arbeiten. Gemeinsam mit Jakob Rockenschaub habe ich das Artist-Run-Space Foundation gegründet. Vom Film kommend war meine Definition von Arbeit immer mit anderen gemeinsam etwas zu machen. Vermutlich habe ich mir auch deshalb mit dem Schritt zum Künstlersein schwer getan, weil man da so stark auf sich selbst konzentriert ist – mir sind die anderen einfach abgegangen. So hat die Foundation schon während der Uni mehr Aufmerksamkeit von mir bekommen, als meine eigene künstlerische Praxis. Es wurde klar, dass es besser ist die Seite zu wechseln und eher infrastrukturell und unterstützend zu arbeiten. Warum jetzt nicht mehr Off-Space sondern Galerie? Vielleicht liegt hier genau die Mitte aus Eigenverantwortung und gemeinschaftlicher Projektentwicklung.

Ausstellungsanischt, Albin Bergström + Julia S. Goodman: The Table is Set, Courtesy: Gallery AAAA, Foto: kunstdokumentation.com

P: Im 20. Bezirk gibt es einige Off-Spaces – New Jörg, Stiege 13, Mz* Baltazar's Lab, … das Galeriewesen ist aber weniger ausgeprägt. Warum diese Gegend?

AA: Ich habe über ein Jahr nach einem Raum mit einer interessanten Architektur gesucht. Im Austausch mit anderen hat sich diese als „Lager“ ausgeschriebene Gelegenheit ergeben und sich gegen eine Alternative im 17. Bezirk einstimmig durchgesetzt.

Es hält sich das hartnäckige Klischee dass die Wiener sehr stationär wären. Schon an Begriffen wie „Grätzel“ und „Transdanubien“ merkt man, dass die Wiener sehr bewegungsfaul sind. Das merke ich natürlich auch, aber gleichzeitig entdecken auch immer mehr Leute, dass der Wallensteinplatz wirklich sehr gut an alle Formen des Verkehrs angebunden ist. Und architektonisch finde ich es hier sehr schön – es gibt viele Altbestände und es ist ein bisschen weiter, sodass es auch Alleen geben kann.

Das ganze Interview finden Sie in unserer PARNASS Ausgabe Up&Coming!

Ausstellungsansicht, Stine Ølgod + Katharina Schilling: Till we have faces, Courtesy: Gallery AAAA, Foto: kunstdokumentation.com

Gallery AAAA

Kaschlgasse 4, 1200 Wien
Österreich

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