HERMANN NITSCH 1960 bis 1965

Nach dem umfassenden Umbau und der Erweiterung eröffnet das WIENER AKTIONISMUS MUSEUM am 25. März 2026 mit einer Einzelausstellung von außergewöhnlicher Strahlkraft: HERMANN NITSCH. 1960 bis 1965. Gezeigt werden viele bislang noch nie präsentierte Arbeiten, die einen Einblick in das frühe Schaffen eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts erlauben. Im Zentrum steht die entscheidende Werkphase von Hermann Nitsch – entstanden zwischen seinem 22. und 27. Lebensjahr.
Ein neuer Blick auf Nitsch
Die Präsentation offenbart, mit welcher Konsequenz und Radikalität der junge Nitsch bereits in seinen frühen Zwanzigern ein monumentales Werk geschaffen hat, das die Kunstgeschichte nachhaltig verändern sollte. Zu sehen ist u. a. sein allererstes Blutbild von 1963 – ein Schlüsselwerk.
„Hermann Nitsch zählt zu jenen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die die österreichische Nachkriegskunst und die internationale Kunstentwicklung geprägt haben“, betont Klaus Albrecht Schröder, Direktor des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS. „Diese Ausstellung erschließt ein bislang kaum betretenes Terrain und ermöglicht einen neuen Blick auf jene entscheidende Werkphase, ohne die Nitschs gesamtes OEuvre undenkbar wäre.“

Hermann Nitsch (29.08.1938 - 18.04.2022), Schüttbild, 1960, Dispersion auf Hartfaserplatte, 85,7 x 122,3 cm, Sammlung Jaegers, © Manfred Thumberger
Nitsch als Konzeptkünstler
„Während Nitsch in der öffentlichen Wahrnehmung häufig mit der opulenten Materialfülle und der Exzessivität seiner späteren Aktionen in Verbindung gebracht wird, offenbaren die frühen Arbeiten einen formal streng, zutiefst konzeptuell arbeitenden Künstler“, so Julia Moebus-Puck, Kuratorin der Ausstellung und Sammlungsdirektorin, WIENER AKTIONISMUS MUSEUM
Mit dem Orgien Mysterien Theater schuf Hermann Nitsch ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Die Ausstellung macht sichtbar, dass dessen Ursprung nicht im Exzess, sondern in der formalen Reduktion liegt. Die Einzelausstellung ist in drei wesentliche Abschnitte gegliedert, in denen das Frühwerk, Schütt- und Rinnbilder sowie Reliktcollagen präsentiert werden.














