Konsequent in der Veränderung

Erwin Bohatsch im Porträt

Erwin Bohatsch im Atelier, 2025, Foto: Roland Rudolph © Bildrecht, Wien 2025

In den vergangenen Jahren erregte seine neue Werkserie einiges an Aufsehen: Dem Künstler Erwin Bohatsch ist es gelungen, mit seinem aktuellen Œuvre bei Ausstellungen und Sammler:innen erfolgreich zu punkten – von Wien über Basel bis nach Tokio. Das Porträt eines Unentwegten.


 

Das Großformat hat Sammler:innen in Staunen versetzt. Es war im Juni 2023 während der Art Basel in Basel, als eine Leinwand am Stand des Wiener Galeristen Martin Janda verstärkte Nachfrage provozierte (hier zum Artikel). Und viele konnten ihre Überraschung kaum verbergen, als sie den Namen des Künstlers erfuhren: Erwin Bohatsch war der Schöpfer dieser originären, jungen Bildsprache. Eine malerische Dramaturgie, die recht radikal mit seiner lange tradierten Malweise gebrochen hat.

Bei mir hat es immer wieder ‚Cuts‘ gegeben. (...) Es war auch immer eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Malerei.

Erwin Bohatsch

 

Der damals 71-jährige Künstler hat mit seiner neuen Werkserie nicht nur überrascht, sondern die Arbeiten fanden auch Eingang in bekannte Sammlungen. „Erwin hat uns als Professor an der Akademie immer wieder junge Talente empfohlen. Aber als ich mir seine Webseite angesehen habe, habe ich die neue Werkserie entdeckt“, erläutert Martin Janda im Gespräch mit PARNASS: „Nach einem Atelierbesuch war für mich klar, dass wir die Leinwände in Basel zeigen werden“, so Janda weiter.

Erwin Bohatsch, Ohne Titel, 2024, Acryl, Öl auf Leinwand, 160 x 135 cm, Foto: kunst-dokumentation.com, Courtesy Galerie Martin Janda, Wien © Bildrecht, Wien 2025

Erwin Bohatsch, Ohne Titel, 2024, Acryl, Öl auf Leinwand, 160 x 135 cm, Foto: kunst-dokumentation.com, Courtesy Galerie Martin Janda, Wien © Bildrecht, Wien 2025

Wir wollten einfach malen und nicht mehr diese konzeptuellen Ansätze.

Erwin Bohatsch

„Das war so, ja“, bestätigt Erwin Bohatsch in seinem Atelier anlässlich eines Gesprächs mit PARNASS. „Martin Janda ist einer der wenigen Galeristen, die immer wieder in die Ateliers kommen – was ich super finde!“

Wobei der 1951 im steirischen Mürzzuschlag geborene Künstler den krassen Bruch in seiner Bildsprache relativieren möchte: „Es erscheint natürlich als Bruch, wenn man von außen plötzlich damit konfrontiert wird – für mich war es aber kein Bruch, sondern eine konsequente Fortschreibung.“ Er habe in den fünf Jahren vor 2023, in denen er nur sehr wenig ausgestellt hat, zurückgezogen und konzentriert gearbeitet. „Für mich war es ein Versuch, neue Türen aufzumachen, mich weiterzuentwickeln – sozusagen mein Alterswerk vorzubereiten“, schildert er mit einem Lächeln. 

 

Weiter lesen Sie in der PARNASS Sommerausgabe 02/2025.

 

 

Erwin Bohatsch, Atelier, 2025, Foto: Roland Rudolph © Bildrecht, Wien 2025

Erwin Bohatsch, Atelier, 2025, Foto: Roland Rudolph © Bildrecht, Wien 2025

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