Coming Up: 5 Must-See Ausstellungen im Winter

Die neue Jahreszeit bringt neue Höhepunkte im Kulturkalender. Wer im Winter verreist, wird mit sehenswerten Ausstellungsprojekten belohnt. Wir haben unsere fünf absoluten Highlights für Sie ausgewählt.


Andy Warhol: Revelation

Brooklyn Museum

19. November 2021 bis 19. Juni 2022

Das Brooklyn Museum ist bekannt für seine hervorragend kuratierten Ausstellungen. Nun blickt man bis auf einen oft unterrepräsentierten Aspekt im Werk Andy Warhols und erforscht die lebenslange Beziehung des Künstlers zu seinem katholischen Glauben. Christliche Motive tauchen häufig, explizit oder metaphorisch, in Andy Warhols Gesamtwerk auf. Sie finden sich in Porträts berühmter Persönlichkeiten, aber auch in von Warhol neubearbeiteten Meisterwerken der Renaissance. Warhol spielte mit Stilen und Symbolen aus der katholischen Kunstgeschichte und ordnete sie in den Kontext der Pop-Art ein. „Andy Warhol: Revelation“ untersucht Themen wie Leben und Tod, Macht und Begehren, die Rolle und Darstellung der Frau, Bilder der Renaissance, Familien- und Einwanderertraditionen und -rituale, Darstellungen und Vervielfältigungen von Christus sowie den katholischen Körper und das queere Begehren.

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Julia Warhola (American, 1891–1972). Angel Holding Cross, between 1952 and 1970. Ink on Strathmore paper, 7 1/4 × 9 in. (18.4 × 22.9 cm). The Andy Warhol Museum, Pittsburgh; Founding Collection, Contribution The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc., 1998.1.1752. © 2021 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York


GEORGIA O’KEEFFE

FONDATION BEYELER

23. JÄNNER BIS 22. MAI 2022

Auch sie zeigte vor wenigen Jahren mit einer grandiosen Ausstellung in Brooklyn auf, nun ist Georgia O’Keeffe mit einer umfassenden Schau in der Schweiz zu Gast. Zu sehen sind beinahe sechs Jahrzehnte: Von frühesten Abstraktionen bis hin zu den ikonischen Darstellungen von Blumen und Landschaften aus dem Südwesten der USA bietet die Retrospektive eine umfassende Auswahl dieser so bedeutenden Künstlerin des 20. Jahrhunderts. „Die Ausstellung in Basel will die Aufmerksamkeit auf die Aktualität von O’Keeffes kühner und radikaler Art des Sehens lenken“, so der Anspruch der Fondation Beyeler.

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Georgia O’Keeffe, Oriental Poppies, 1927, 76,7 × 102,1 cm, Collection of the Frederick R. Weisman Art Museum at the University of Minnesota, Minneapolis. Museum purchase. © 2021 ProLitteris Zürich © Georgia O’Keeffe Museum / Bildrecht, Wien 2021


KEHINDE WILEY

NATIONAL GALLERY

10. DEZEMBER 2021 BIS 18. APRIL 2022

Der amerikanische Maler Kehinde Wiley wurde damit bekannt People of Colour in altmeisterliche Malweisen einzuflechten. Berühmt wurde er 2017 durch den Auftrag Barack Obama zu malen. Damit war er der erste schwarze Künstler, der ein offizielles Porträt eines Präsidenten der Vereinigten Staaten anfertigte. In der aktuellen Ausstellung verlagert Kehinde Wiley seinen Schwerpunkt von der-Porträtmalerei die Landschaftsmalerei. Zu sehen sind neue Arbeiten darunter nicht nur Gemälde, sondern auch Filme.

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Production photo from on location filming in Norway for In Search of the Miraculous, 2020. © Kehinde Wiley


Queer

NGV International Melborne

ab 18. März 2022

Wir hoffen, dass Australien im Spätwinter wieder seine Grenzen öffnet. Denn die Ausstellung „Queer“ im NGV Melbourne mutet sehenswert an. Die Schau fokussiert die queeren Geschichten, die Kunstwerke erzählen können. Mit Werken aus der NGV-Sammlung umfasst die Zusammenstellung historische Epochen und verschiedene Medien wie Malerei, Zeichnung, Fotografie, dekorative Kunst, Mode, Video, Skulptur und Design und erforscht Queerness als Ausdruck von Sexualität und Geschlecht, als politische Bewegung, als Sensibilität und als eine Haltung, die sich einer festen Definition entzieht.

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Ponch Hawkes No title (Two women embracing, 'Glad to be gay') 1973; printed 2018 gelatin silver photograph 20.2 × 30.3 cm (image) 28.0 × 38.0 cm (sheet) National Gallery of Victoria, Melbourne Purchased NGV Foundation, 2018 © Ponch Hawkes, 2018


Francis Bacon: Man and Beast

Royal Academy of Arts

29. Jänner bis 17. April 2022

Offen homosexuell in einer Zeit als das noch illegal war, ist Francis Bacon jene Art von Künstler, deren Werk nicht ohne ihre Biografie gelesen werden kann. Im Mittelpunkt der Londoner Ausstellung steht nun Francis Bacons ungebrochene Faszination für Tiere. Die Ausstellungsmacher vollziehen nach wie seine Beziehung zu Tieren Bacons Annäherung an den menschlichen Körper prägte und zugleich verzerrte; wie seine Figuren in den extremsten Momenten ihrer Existenz kaum als Mensch oder Tier zu erkennen sind. Bacon ist einer der teuersten Künstler des 20. Jahrhunderts und seine Ausstellungen Publikumsmagnete, doch es gelingt der Royal Academy of Arts mit dieser Schau einen neuen Aspekt im vielbesprochenen Werkkörper Bacons für die Allgemeinheit aufzubereiten.

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Francis Bacon, Second Version of Triptych 1944, 1988, Oil paint and acrylic paint on 3 canvases, 198 x 147.5 cm (each), Tate: Presented by the artist 1991 © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved, DACS/Artimage 2021. Photo: Prudence Cuming Associates Ltd

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