Im Porträt – Pol Taburet

Aktionismus & Performancekunst

Art & Travel

Alte Meister – Correggio

Art Around – München

Georgien – unsere Tipps

PARNASS Cover 03/2026, Pol Taburet, The bigger picture, 2026, Detail, Acryl, Enkaustik, Kohle, Farbe auf Alkoholbasis und Ölpastell auf Leinwand, 220 × 220 cm, © by the artist / Bildrecht, Wien 2026, Courtesy of the artist and Mendes Wood DM, São Paulo, Brussels, Paris, New York, Foto: Zelinda Zanichelli, Villa Medici 2026

PARNASS 03/2026

AKTIONISMUS · POL TABURET · KÜNSTLERINNEN · GEORGIEN

In unserer Herbstausgabe 2026 lenken wir den Blick auf die Ambivalenzen unserer Gegenwart. Aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen, ungewöhnliche Schauplätze und ein dichtes, mitunter kontroverses Ausstellungsprogramm bestimmen den diesjährigen Kunstherbst. Dies betrifft vor allem auch die Debatte um das Werk von Otto Muehl rund um die kommende Ausstellung im WAM – WIENER AKTIONISMUS MUSEUM, anlässlich derer wir brennenden Fragen unserer Zeit nachgehen – darf man Werke von Muehl überhaupt noch zeigen? Ist sein Werk wirklich so bedeutend, dass man eine Einzelausstellung kuratieren muss?

Die in diesem Jahr bemerkenswerte Präsenz von Künstlerinnen in diversen Ausstellungen begleiten wir seit Anfang des Jahres mit einem besonderen Fokus, so auch in dieser Ausgabe. Für ein Porträt konnten wir außerdem den Pariser Künstler Pol Taburet gewinnen, dessen transzendentale Malerei auch unser Cover schmückt. Zu guter Letzt begeben wir uns wieder auf Reisen, von Flandern und Riga, über die Champagne und München, bis hin zu Georgien.


 

AKTIONISMUS & PERFORMANCEKUNST

Mit Positionen wie Florentina Holzinger, die bei der Biennale für Schlagzeilen sorgte, rückt die Performancekunst aktuell wieder verstärkt in den Vordergrund. Als Gattung wird sie vielfach in die Nachfolge des Wiener Aktionismus gestellt. Doch sehen sich die Performer:innen selbst in dieser Tradition? Während das WAM Otto Muehl eine Einzelausstellung widmet, fragen wir uns, wie man einen Künstler kontextualisiert, der zwar ein Genre mitprägte, für seine Kunst jedoch Gewalt und den Missbrauch von anderen rechtfertigte? Wir haben uns entschlossen, uns dieser heiklen Debatte zu stellen und versucht, verschiedene und differenzierte Perspektiven zu Wort kommen zu lassen.

PARNASS 03/2026, Florentina Holzinger, Bodensee Étude, Samstag, 11. 7. 2026, Bregenz, Foto: Helena Manhartsberger, © Kunsthaus Bregenz

PARNASS 03/2026, Florentina Holzinger, Bodensee Étude, Samstag, 11. 7. 2026, Bregenz, Foto: Helena Manhartsberger, © Kunsthaus Bregenz


CORREGGIO


Eine "once in a lifetime"-Ausstellung – mit "Correggio. Berührend menschlich" zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Schau, die so nie wieder möglich sein wird. Denn außerhalb Italiens gab es bisher noch nie eine Retrospektive zum Werk des italienischen Renaissancemalers Antonio Allegri, genannt Correggio. Und da Dresden die größte Sammlung an Tafelgemälden des Künstlers besitzt und diese nicht reisefähig sind, ist es unwahrscheinlich, eine Ausstellung dieser Art nochmal bestaunen zu können. Was genau das Œuvre Correggios so sehenswert macht, verrät Ihnen unsere Autorin Uta Baier.

PARNASS 03/2026, Correggio, Danaë, 1531/32, © Galleria Borghese / Foto: Mauro Coen

PARNASS 03/2026, Correggio, Danaë, 1531/32, © Galleria Borghese / Foto: Mauro Coen


GEORGIEN

Wer Kontraste schätzt, findet in Georgien sein perfektes Reiseziel. Besonders stark entwickelte sich in den letzten Jahren auch die Kunstszene im Land. In Tiflis etablierten sich neben den klassischen Museen spannende junge Galerien und Off-Spaces. Unweit davon locken jahrhundertealte Klöster in die Region Kachetien, eines der berühmtesten Weinanbaugebiete der Welt. Begleitet von überraschenden Szenerien, umwerfenden Panoramen und einer beeindruckend künstlerischen Energie begeben sich unsere fünf Autorinnen auf eine unvergessliche Reise durch das eurasische Land.

PARNASS 03/26, Ushguli, Bergdorf im Großen Kaukasus, Foto: © Joshua Lorenz

PARNASS 03/26, Ushguli, Bergdorf im Großen Kaukasus, Foto: © Joshua Lorenz


POL TABURET

Als eine der spannendsten jungen Positionen der zeitgenössischen Szene hat der französische Künstler Pol Taburet mit Ende 20 bereits eine steile Karriere realisiert. In seinen geheimnisvollen, farbintensiven Gemälden verbindet er karibische Spiritualität, persönliche Mythologien und Einflüsse aus Pop- und Kunstgeschichte. Aktuell sind gleich mehrere große Ausstellungen und Projekte für 2027 geplant. Ein Anlass für PARNASS-Autorin Leonie Wessel, den Maler und Bildhauer zum Interview zu treffen.

PARNASS 03/26, Pol Taburet, A pest in the house II, 2026, Acryl, Enkaustik, Kohle, alkoholbasierte Farbe und Ölpastell auf Leinwand, 97 × 140 cm, © by the artist / Bildrecht, Wien 2026, Courtesy Mendes Wood DM, Foto: Daniele Molajoli

PARNASS 03/26, Pol Taburet, A pest in the house II, 2026, Acryl, Enkaustik, Kohle, alkoholbasierte Farbe und Ölpastell auf Leinwand, 97 × 140 cm, © by the artist / Bildrecht, Wien 2026, Courtesy Mendes Wood DM, Foto: Daniele Molajoli


ART AROUND – MÜNCHEN


Wie jedes Jahr in unserer Herbstausgabe erwartet Sie in diesem Heft wieder eine Rundreise durch die bayerische Hauptstadt, die auch 2026 mit einem umfassenden Kunstangebot lockt. Es erwarten Sie Ausstellungen im Haus der Kunst München und zahlreichen Galerien, Kunstmessen und Sammlungspräsentationen, die Lust auf mehr machen – wir haben die spannendsten Tipps für Sie zusammengestellt! Als kleinen Bonus finden Sie auf S. 137 außerdem ein Gewinnspiel, bei dem Sie ein Wochenende im Designhotel CORTIINA gewinnen können. 

PARNASS 03/26, Tomás Saraceno, The Sanctuary of Water, 2026, Courtesy the artist, Red Atacama und die Aerocene Foundation, die Galerien neugerriemschneider, Berlin, Tanya Bonakdar, Los Angeles, Pinksummer, Genua, Andersen’s, Kopenhagen und Ruth Benzacar, Buenos Aires, © El Santuario del Agua Salinas Grandes, 2026 Foto: © Studio Tomás Saraceno

PARNASS 03/26, Tomás Saraceno, The Sanctuary of Water, 2026, Courtesy the artist, Red Atacama und die Aerocene Foundation, die Galerien neugerriemschneider, Berlin, Tanya Bonakdar, Los Angeles, Pinksummer, Genua, Andersen’s, Kopenhagen und Ruth Benzacar, Buenos Aires, © El Santuario del Agua Salinas Grandes, 2026 Foto: © Studio Tomás Saraceno

PARNASS 03/2026

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