
PARNASS 01/2026
Die erste PARNASS-Ausgabe des Jahres 2026 widmet sich einer Kunstwelt im Wandel. Ein Schwerpunkt führt in den Nahen Osten, wo Kunst zunehmend als kulturelles und politisches Instrument verstanden wird. Unsere Autorin Paula Watzl war – noch vor den jüngsten Angriffen auf den Iran – vor Ort und berichtet über ihre Eindrücke.
Auch in Wien sorgt die Kunstszene derzeit für Bewegung: Nach den Absagen der großen Kunstmessen wird intensiv über neue Formate diskutiert. Darüber hinaus richten wir in dieser Ausgabe den Blick auf aktuelle Malerei, führen im Reisespecial nach Florenz und Umbrien und beschäftigen uns im Rahmen des 250-jährigen Jubiläums der Albertina mit deren Geschichte und Gegenwart. Unser Interview mit Florentina Holzinger gibt außerdem bereits einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Biennale di Venezia.
MALEREI
Die Frühjahrsausstellungen 2026 widmen sich der Malerei in ihrer ganzen historischen Spannweite. Im Dialog zwischen Alten Meistern, kunsthistorischen Schlüsselwerken und zeitgenössischen Stimmen entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama malerischer Ausdrucksformen. Wir folgen den Spuren der niederländischen Malerinnen des 17. Jahrhunderts über die venezianischen Meister Canaletto und Bellotto bis hin zu zeitgenössischen Positionen wie Yan Pei-Ming und Kerry James Marshall.

PARNASS 01/26, Clara Peeters, Stillleben mit Käse, Garnelen und Flusskrebsen, ca. 1612–21, Öl auf Holz, Privatsammlung Antwerpen
FLORENZ & UMBRIEN
Florenz ist ein lebendiges Museum, in dem sich Kunst und Architektur der Renaissance mit der Experimentierlust der Gegenwartskunst verschränken. Zwischen Palazzi und Plätzen pulsiert eine Stadt, die Geschichte atmet, jedoch stets den Blick in die Gegenwart öffnet. PARNASS-Autorin Leonie Wessel führt in einem persönlichen Spaziergang durch die Hauptstadt der Toskana. Danach geht es direkt weiter nach Umbrien, das leise Herz Italiens, dessen kulturelle Schätze Chefredakteurin Silvie Aigner für Sie erkundet hat.

PARNASS 01/26, Florenz, Foto: Martin Gaal
IM PORTRÄT
FLORENTINA HOLZINGER
Ein "Triptychon aus Unterwasserthemenpark, Sakralbau und Kläranlage" – so beschreibt Florentina Holzinger ihren geplanten Österreich-Beitrag für die diesjährige Ausgabe der Biennale di Venezia. Wir trafen die polarisierende Performance-Künstlerin zum Gespräch über die Umsetzung ihres stadtübergreifenden Pavillons, die Aufladung ihrer Arbeit mit der Geschichte Venedigs und ihre partizipatorischen Ansprüche an das Publikum.

PARNASS 01/26, Florentina Holzinger, SANCTA, © Florentina Holzinger, Foto © Mayra Wallraff / Bildrecht, Wien 2026
Gustave Courbet
Realist und Rebell: Der Realismus des 19. Jahrhunderts entstand als bewusste Abkehr von der gefühlsbetonten Romantik. Statt Idealwelten und übersteigerter Emotionen rückten nun Alltag, Gesellschaft und die Wirklichkeit des bürgerlichen Lebens in den Mittelpunkt. Mit Gustave Courbet im Leopold Museum und Ferdinand Waldmüller im Belvedere richten zwei Ausstellungen ihren Fokus auf diese Tendenzen.

PARNASS 01/26, Gustave Courbet, La Source du Lison (Die Quelle des Lison), um 1864, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: bpk/Nationalgalerie, SMB/Andres Kilger

