11. bis 14. September

POSITIONS Berlin Art Fair 2025 I HIGHLIGHTS

Youjin Yi, Balancing, 2023, Acrylic, pastel, charcoal on Hanji paper on canvas, 100 x 70 cm, Courtesy of Galerie Kornfeld

Die 12. POSITIONS Berlin Art Fair bespielt vom 11. bis 14. September 2025 erneut den eindrucksvollen Hangar des Flughafens Tempelhof. Er wird zu einer spektakulären Plattform für moderne und zeitgenössische Kunst. Die POSITIONS Berlin Art Fair findet während der Berlin Art Week statt, ein Besuch in der deutschen Hauptstadt lohnt also.


POSITIONS Berlin Art Fair – fixer Partner der Berlin Art Week

Die POSITIONS Berlin Art Fair ist fixer Partner der Berlin Art Week und auch die einzige Kunstmesse, die während dieser Berliner Kunstwoche stattfindet. 75 ausgewählte Galerien aus 19 Ländern stellen auf der POSITIONS Berlin Art Fair ihre wichtigsten künstlerischen Positionen vor. „Die Internationalität der Messe ist ein klares Statement für uns und auch für Berlin!“, so Kristian Jarmuschek, der gemeinsam mit Heinrich Carstens die Messe veranstaltet. Vertreten sind Galerien aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Lettland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Peru, Polen, Rumänien, der Schweiz, Tschechien, der Türkei und der Ukraine, sowie insgesamt zwölf asiatische Galerien aus Südkorea, Taiwan und Japan.

Die Internationalität der Messe ist ein klares Statement für uns und auch für Berlin!

Kristian Jarmuschek, Messeleiter

Heinrich Carstens freut sich vor allem auch über die gestalterischen Veränderungen unseres architektonischen Kontextes. „Ich meine die durch die aktuellen Baumaßnahmen im Ensemble der Tempelhofer Hallen nötige Konzentration und Verdichtung der Messe. Wir sind sehr gespannt, ob die damit verbundenen vielen neuen kuratorischen Überlegungen aufgehen. Für uns fühlt es sich jedenfalls so an, als würden wir diese Messe zum ersten Mal gestalten. Das ist eine tolle Erfahrung!“

Erste Highlights

Im Mittelpunkt der diesjährigen Messehighlights steht Kunst, die sich zwischen flüchtigen Momenten und bleibenden Eindrücken bewegt. Sie sucht das Ungesehene und erschließt neue Wege, mal mit lauter, wilder Geste, mal mit leiser, nachhallender Wirkung. Die ausgewählten Werke loten aus, was bleibt, wenn wir uns von festen Kategorien und Gewissheiten lösen. Dabei geraten vertraute Stile in Bewegung und die Künstler:innen schaffen einen Dialog über die Grenzen der Wahrnehmung und über die Geschichten, die im Verborgenen liegen. Darunter etwa die Arbeit "Trip to Berlin" von You Hyeonkyeong bei Galerie Iséurrat Artroom, Seoul, oder das eindrucksvolle fotografische Stillleben von Carina Linke bei Jarmuschek + Partner, Berlin.

Marie Aly | Galerie Leuenroth, Frankfurt am Main
Eine rätselhafte Kraft geht von Marie Alys Bildern aus. Figuren wie Tiere sind ganz bei sich: Im selbstbewussten Porträtausschnitt posieren sie nicht, sondern existieren nur für sich allein, ob sie die Betrachtenden nun eindringlich fixieren oder den Blick in die Ferne schweifen lassen. Die Formen sind reduziert, abstrahiert, ornamental. Die besondere Farbpalette lässt die Figuren in einem derart intensiven Licht erstrahlen, dass sie weit über den Bildrahmen hinweg wirken. Aly liebt das Surreale, sucht malerisch die Nähe zur Renaissance und spielt mit Elementen der Neuen Sachlichkeit. Während des Malprozesses.

Jiří Georg Dokoupil | Galerie Erik Bausmann, Halle (Saale)
Wild, expressiv, unruhig. Wer einen gemeinsamen Nenner in Jiří Georg Dokoupils Arbeiten sucht, findet nur den dadaistischen Ansatz der ständigen Neuentdeckung. Seit den frühen 1980er-Jahren, als er zu den „Neuen Wilden“ gehörte, wechselt der Künstler unermüdlich Stile, Techniken und Medien. Seine Materialien reichen von Acryl bis hin zu Muttermilch. Für beide entwickelt er ständig neue Techniken, um sie ohne Pinsel auf eine Leinwand zu bringen. Die Faszination für sein Werk liegt in genau dieser Freude am Experiment, das er stets mit Zielstrebigkeit und Konsequenz durchführt.

Jiri Georg Dokoupil, Ohne Titel, aus der Serie: Über die Zeit, 1997, Mixed Media, Courtesy Galerie Erik Bausmann

Jiří Georg Dokoupil, Ohne Titel, aus der Serie: Über die Zeit, 1997, Mixed Media, Courtesy Galerie Erik Bausmann

 

Evelyne Postic | Galerie Kremers, Berlin

Die Werke der autodidaktischen Künstlerin formulieren diesen Drang auf eine berührende Art und Weise. In stundenlanger Arbeit setzt sie Striche dicht an dicht, ihre Präzision wirkt kompromisslos, die Formen gleichzeitig autonom. So entsteht in ihren Motiven eine Spannung zwischen akribisch gesetzten Linien und expressiver Freiheit, mit der das Werk als Ganzes den Bildraum erobert. In diesem Jahr sind auf der POSITIONS Berlin zwei Arbeiten auf Leinwand sowie mehrere Schwarz-Weiß-Arbeiten auf Papier zu sehen, welche die Künstlerin auf alten Landkarten angefertigt hat. Durch Postics Strichführung verwandeln sich die einst objektiven, wissenschaftlichen Darstellungen in eigenwillige Welten. Zu sehen bei Galerie Kremers aus Berlin.

Evelyne Pontic, L'oiseu-etoile, 2024, Tinte auf Karton, Courtesy Galerie Kremers

Evelyne Postic, L'oiseu-etoile, 2024, Tinte auf Karton, Courtesy Galerie Kremers

Carina Linge, Stillleben mit Forellen, 2025, C-Print auf Dibond, Courtesy Jarmuschek + Partner

Carina Linge, Stillleben mit Forellen, 2025, C-Print auf Dibond, Courtesy Jarmuschek + Partner

Jiri Georg Dokoupil, Ohne Titel, aus der Serie: Über die Zeit, 1997, Mixed Media, Courtesy Galerie Erik Bausmann

Jiří Georg Dokoupil, Ohne Titel, aus der Serie: Über die Zeit, 1997, Mixed Media, Courtesy Galerie Erik Bausmann

Evelyne Pontic, L'oiseu-etoile, 2024, Tinte auf Karton, Courtesy Galerie Kremers

Evelyne Postic, L'oiseu-etoile, 2024, Tinte auf Karton, Courtesy Galerie Kremers

You Hyeonkeyong, The Crimsoned Mountain, 2024, Öl auf Leinwand, Courtesy Iseurrat Artroom

You Hyeonkeyong, The Crimsoned Mountain, 2024, Öl auf Leinwand, Courtesy Iseurrat Artroom

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