Ashley Hans Scheirl, Family, 2013, Acryl auf Leinwand | 230 x 280 cm | Courtesy Galerie Crone Wien, Berlin / Foto: Mischa Erben

Welche Messestände sollten Sie auf der viennacontemporary 2019 keinesfalls verpassen? Unser Format Gallery Flash führt Sie durch ausgewählte Galeriepräsentationen.


GALERIE EMANUEL LAYR

Der Wettlauf ins Weltall, die erste Mondlandung, Sternbilder und das Sonnensystem, Raketen und Astronauten prägen Stano Filkos Werk in den 1960er Jahren. Diese Auseinandersetzung ist ein Sinnbild für sein vernetztes Denken und sein allumfassendes künstlerisches System, das sich in den für die viennacontemporary ausgewählten Arbeiten widerspiegelt Darüber hinaus werden Werke von Cécile B. Evans, Lisa Holzer, Tillman Kaiser und weiteren Künstlerinnen und Künstlern der Galerie gezeigt, die in einen spannenden Dialog mit Stano Filkos Arbeiten treten.


Georg Kargl Fine Arts

Neben Werken von Mladen Bizumic, Herbert Hinteregger, Jakob Lena Knebl, Rosa Rendl und Liddy Scheffknecht zeigt die Galerie Georg Kargl auf der diesjährigen viennacontempoary 2019 neue Arbeiten von Nadim Vardag (*1980, Regensburg). Der Künstler interessiert sich für die Konstruktion und Mechanismen der Affekterzeugung, imitiert sie in Modellen und Versuchsanordnungen, untersucht sie in Zeichnungen und Objekten.

Cover PARNASS 03/2019 | Richard Gerstl, Selbstbildnis als Halbakt, 1902/04, Öl auf Leinwand, 159 x 109 cm | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger (Detail)

Galerie Nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

Die medienübergreifenden Arbeiten von Heinrich Dunst (*1955 Hallein) erzeugen fertile Leerstellen zwischen Bildlichkeit und sprachlicher Referentialität. Einflüsse der Konkreten Poesie und konzeptorientierten Abstraktion der Neuen Geometrie, zu deren Hauptvertretern Dunst in den 1980ern zählte, lassen sich darin gleichermaßen nachvollziehen.

Heinrich Dunst, Je ne suis pas, 2019, 5-teilig, Digitalprint, kaschiert auf Aluminium, Schriftdruck auf Aluminium, Acryl auf Dibond, gesamt ca. 160 x 230 cm. Courtesy: der Künstler und Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder/Foto: Markus Wörgötter

Heinrich Dunst, Je ne suis pas, 2019, 5-teilig, Digitalprint, kaschiert auf Aluminium, Schriftdruck auf Aluminium, Acryl auf Dibond, gesamt ca. 160 x 230 cm.

Courtesy: der Künstler und Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder/Foto: Markus Wörgötter


Galerie Crone

Ashley Hans Scheirl ist eine österreichische Transgender-Malerin, Konzept-, Mixed Media-, Performance, Body-Art- und Videokünstlerin. Frühe Filme aus den 1980er und 90er Jahren bewegten sich an den Schnittstellen zwischen Experimentalfilm, Performance, Musik sowie anderen Ausdrucksformen lesbischer und queerer Sexualität und trugen wesentlich zur Entwicklung der Konzeptkunst in Österreich bei. Erst Mitte der 90er Jahre wechselte sie zur Malerei und entwickelte so eine neuartige Ausdrucksform.

Ashley Hans Scheirl, Family, 2013, Acryl auf Leinwand | 230 x 280 cm | Courtesy Galerie Crone Wien, Berlin / Foto: Mischa Erben

Ashley Hans Scheirl, Family, 2013, Acryl auf Leinwand | 230 x 280 cm | Courtesy Galerie Crone Wien, Berlin / Foto: Mischa Erben


unttld contemporary

unttld contemporary präsentiert auf der viennacontemporary erstmals Arbeiten der philippinischen Künstlerin Jill Paz. Ihre Arbeit repräsentiert die Auseinandersetzung mit der Geschichte ihres Geburtslandes im Spannungsfeld einer sehr persönlichen wie zugleich auch distanzierten Sichtweise auf die Diaspora der philippinische Bevölkerung.

Jill Paz, It’s a Journey Back that I’m Always Taking (Balikbayan Box), 2015, Karton, 60.96 cm × 45.72 cm × 60.96 cm Foto: Marie-Theres Steingasse / Courtesy unttld contemporary

Jill Paz, It’s a Journey Back that I’m Always Taking (Balikbayan Box), 2015, Karton, 60.96 cm × 45.72 cm × 60.96 cm
Foto: Marie-Theres Steingasse / Courtesy unttld contemporary


bechter kastowsky galerie

Auf der viennacontemporary (Stand C05) – im September – kann die bechter kastowsky galerie das Konzept der Künstlerin Aurelia Gratzer an ihrem Stand umsetzen. Die Malerin wandelt den dreidimensionalen Messestand in ihre eigene Bildsprache um und lässt so ihre und die Werke ihrer KollegInnen in ihrem Ideenkosmos wirken – Die Frage der Fläche und deren Behandlung wird zum Spiel mit dem Raum.

Foto: bechter kastowsky galerie

Foto: bechter kastowsky galerie


Lukas Feichtner Galerie

Lukas Feichtner Galerie zeigt auf ihrem Messestand Arbeiten von Richard Kaplenig, Hannes Mlenek, Martin Pohl, Zsolt Tibor sowie Skulpturen von Behrouz Heschmat und Xenia Hausner sowie in einer Sonderpräsentation Werke von Johannes Deutsch. Seit 1992 malt Xenia Hausner konsequent ihre unverwechselbaren „Menschenbilder“ – die, wie sie betont „keine Porträts im klassischen Sinn sind“. Was die Künstlerin grundlegend interessiert, sind Beziehungsgeschichten zwischen Menschen in ihrer ganzen Ambivalenz.

Xenia Hausner, THE DARLING, 2019, Öl auf 310 Hahnemühle Bütten, Unikat, 100 x 148 cm

Xenia Hausner, THE DARLING, 2019, Öl auf 310 Hahnemühle Bütten, Unikat, 100 x 148 cm


SUPPAN FINE ARTS

Die Galerie präsentiert auf der Vienna Contemporary vier künstlerische Positionen: Victor Vasarely (1906 – 1997), Hildegard Joos (1909 – 2005), Christian Hutzinger (*1966) und Georg Salner (*1958). Victor Vasarely, der ungarisch-französische Maler und Grafiker gilt als einer der wichtigsten Mitbegründer und Vorläufer der Op-Art mit seinen geometrisch-abstrakten Gemälden, in denen er Illusionen von Tiefe, Bewegung und Dreidimensionalität und somit einen aktiven Dialog zwischen Werk und Betrachter auslöst. Hildegard Joos, die Grande Dame und Pionierin der geometrischen Abstraktion und des Konstruktivismus in Österreich, die Anfang der 60er Jahre in Paris mit ihren weißen Bildern Aufsehen erregte, hat ein spezifisches Formenvokabular kreiert. Christian Hutzingers Malerei bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figuration. Ähnlich zu Hutzinger erschafft auch Georg Salner, eine Synthese zwischen Abstraktion und Gegenstand.

Georg Salner, The Alphanumerical Monsters Nr. 1 (Serie von 12), 2018 Acryl auf Holz, 63 x 48 cm © Bildrecht 2019, courtesy Suppan Fine Arts 

Georg Salner, The Alphanumerical Monsters Nr. 1 (Serie von 12), 2018 Acryl auf Holz, 63 x 48 cm © Bildrecht 2019, courtesy Suppan Fine Arts 

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