sommer.frische.kunst.

Vom Geheimtipp zum sommerlichen Hotspot. Seit mittlerweile 16 Jahren zeigt das Festival sommer.frische.kunst., dass Kunst die Kraft und die Möglichkeit hat, Orte und Räume, die ihre frühere Bestimmung verloren haben, mit Leben und Inhalt zu füllen. 2025 feierte das internationale Kunstfestival sommer.frische.kunst. sein 15-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung im Kraftwerk. In diesem Jahr stehen die historischen Räume wieder jungen Künstler:innen zur Verfügung.
Unter dem Motto „Between Waters: Zirkulation, Reflexion und Imagination” schrieb das Festival einen Open Call für ein dreiwöchiges Artist-in-Residence-Programm für Juni 2026 aus. Im Zentrum der Residency steht eine künstlerisch-forschende Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Wasser. Ausgangspunkt sind die spezifischen Gegebenheiten des Ortes: die Wasserfälle als landschaftsprägendes Element, die historischen Thermal- und Heilquellen sowie Bad Gasteins vielschichtige Beziehung zu Hydrotherapie, Energiegewinnung, Tourismus und Naturraum. Aus den zahlreichen Einreichungen wurden von der Fachjury acht Künstler:innen ausgewählt. Ihr Arbeiten umfassen ein breites Spektrum von bildender Kunst bis zu Musik, Performance und Neue Medien. Nach der dreiwöchigen Arbeitsphase verwandeln sich die Ateliers im Kraftwerk ebenso wie der Quellenpark mit seiner eindrucksvollen alpinen Kulisse zum Ausstellungsort, an dem Natur, Industriearchitektur, Geschichte und Kunst aufeinandertreffen. Zusätzlich ist im Erdgeschoß eine Ausstellung zum Thema Wasser zu sehen mit Werken u.a, von Julius von Bismarck, Micha Leinkauf und Leonor Serrano Rivas. Im Radon Pavillon auf der Kaiser-Wilhelm-Promenade zeigt die Künstlerin Nives Widauer ihre Flussläufer – textile Arbeiten, die natürliche Bewegung, Materialität und poetische Präzision miteinander verbinden. Die Ausstellungen im Kraftwerk kuratiert von Festivaldirektorin Andrea von Goetz und PARNASS-Chefredakteurin Silvie Aigner sind noch bis 30. August zu sehen.
Künstler:innen im Kraftwerk i 1. Stock
TUHMAT (FINNLAND)
Susse Seppälä / Joonas Parviainen.
Thumat ist ein finnländisches Künstler:innenkollektiv bestehend aus Susse Seppälä und Joonas Parviainen. Ihr multidisziplinäre künstlerische Arbeit umfasst kinetische Skulpturen, Klanglandschaften, Performances, Objektkunst, Installationen und Videos. Im Mittelpunkt ihrer Installationen steht die Natur, als Mittel zur Heilung, Stärkung und Resilienz. Vor allem die heilende Kraft des Wassers bildete dabei einen Schwerpunkt und führte sie über die Recherche in ihrem Heimatland Finnland, nach Estland, Island bis nach Italien. Hier setzten sie auch während ihrer dreiwöchigen Residency an und machten die Thermalquellen Bad Gasteins zum Ausgangspunkt. Ihr zweiteiliges Raumkonzept ist ein partizipatives Angebot an die Besucher:innen. Kunst zum Anfassen. Mit Kräuteressenzen und den aus der Arche geborgenen vom Wasser geglätteten Hölzern, die auf bemalten Podesten präsentiert werden, sind die Besucher:innen eingeladen, die Natur auch haptisch zu erfassen und buchstäblich zu begreifen.

Thumat, Ausstellungsanischt Bad Gastein, Foto: Hannes Wichmann
ANTONIA STOYKE (DEUTSCHLAND)
Die künstlerische Praxis von Antonia Stoyke umfasst abstrakte Zeichnung, Keramik, Klang und in Bad Gastein auch Duft als olfaktorisches Raumerlebnis. Ihr Interesse gilt dabei der Visualisierung von mentalen Phänomenen und Prozessen und inneren Erfahrungswelten, jenen Zuständen, Erinnerungen und Empfindungen, die sich einer klaren Sprache und einer direkten Darstellung entziehen. Sie betrachtet daher ihre Werke auch als eine
„Annäherungen an mentale Prozesse, an fragile Bewegungen von Gedanken und Gefühlen, die oft nur für einen kurzen Moment greifbar werden.“ Die Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur und Theorie zu Themen wie Bewusstsein, Wahrnehmung und inneren Erfahrungen ist dabei eine wesentliche Ausgangsbasis und wie sie es formuliert ein Art Resonanzraum, der intuitive und künstlerische Prozesse erweitert. Dabei interessiert sie „weniger die Suche nach klaren Antworten als vielmehr das Offenhalten von Fragen und Ambivalenzen.“

Antonia Stoyke, Ausstellungsansicht Bad Gastein, Foto: PARNASS
In Bad Gastein stehen das Wasser als materielles und philosophisches Medium sowie die Zeichnung im Mittelpunkt. Das Wasser, allgegenwärtig in Bad Gastein, ist für die Künstlerin auch eine Metapher für den inneren Dialog aber vor allem für Verlust, Transformation und Veränderung. Verlust ist jedoch für die Künstlerin nicht unbedingt mit negativen Erfahrungen zu verbinden, sondern auch mit Aufbruch, Bewegung und positiver Veränderung. Dem Beharrenden, Statischen gilt nicht ihr Interesse, eher den Passagen, den Übergängen im Leben. So versetzt sie mit ihren Zeichnungen gleichsam auch den Raum im Kraftwerk in Schwingungen. Das Wasser findet sich in den bemalten Vertiefungen der Keramiken und greifen die Topografie und Materialität des Ortes auf, Wasserfälle, Gestein, Quellen. In ihnen zirkuliert das Wasser, es sammelt sich, verdunstet, versickert. Als flüchtiges Material macht es Zeit und Veränderung sichtbar. Im zweiten Stock hat Antonia Stoyke eine Bodenarbeit ausgelegt, die aus einer Vielzahl kleiner Objekte bestehen, die auf einem Textil platziert sind. Sie passen in eine Hand und erweisen sich als kleine Tastobjekte. Durch Berühren, Drehen und Erfühlen erschließen sich Materialität, Form, und Oberflächenbeschaffenheit auf unmittelbare und sinnliche Weise.

Antonia Stoyke, Ausstellungsansicht Bad Gastein, Foto: Hannes Wichmann
MARIELLA MAIER (DEUTSCHLAND)
Mariella Maier entwickelte in Bad Gastein eine raumgreifende Installation sowie eine Serie von kleinformatigen, poetischen Objekten, sowie eine Fotoarbeit, die alle auf einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Ort, seiner Topografie und Geschichte basieren. Ihr zentrales Material ist das Papier und insbesondere die Naturfaser. Dabei, so Mariella Maier interessiere sie nicht nur die Materialität selbst, sondern auch die Geschichten, die diese Pflanzen erzählen – von ökologischen Zusammenhängen und kulturellen Traditionen bis hin zu Fragen der Vergänglichkeit.“ Die Fasern die Mariella Maier in Bad Gastein verwendete stammen von der Brennnessel. Eine Pflanze, die meist als Unkraut verkannt wird, juckt, brennt und unangenehm ist, dabei hat sie auch heilende Eigenschaften und wird seit Jahrhunderten für Tees, medizinische Wickel oder auch für Speisen verwendet. Die Objekte zeigen zudem ihre außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit. Ohne künstliche Bewässerung und Düngemittel gedeiht die Brennnessel fast überall. Sie symbolisiert damit eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Rohstoffen und erfährt in jüngster Zeit eine erstaunliche Renaissance in der Textilindustrie sowie in der Verpackungs- und Automobilindustrie. Und noch ein interessantes Detail betont die Künstlerin: Die Brennnessel benötigt einen hohen Stickstoffgehalt im Boden ihre Verbreitung ist eng mit menschlicher Tätigkeit und Siedlungsaktivität verbunden und dokumentiert damit auch sozialgesellschaftliche Entwicklungen. Die Objekte sind Abformungen der Felsen aus der Gasteiner Arche. Direkt in der Natur arbeitend wurden deren Oberflächen zunächst mit Gips abgeformt, die in der Folge die Negativformen für die Papierobjekte bilden. Die durch das Wasser geformten Furchen ebenso wie die Risse und Verletzungen schreiben sich in die Naturfaser ein. Doch behält das Papier aus Naturfasern seine eigenständige und lebendige Struktur bei und die Installation macht eindrucksvoll sowohl die Festigkeit als auch die Fragilität des Materials sinnlich erfahrbar. Die kleinen Wandobjekte entstanden in einem der Radonfelsen, in denen Mariella Maier die Naturfasern für eine Nacht über das Gestein legte. Die Feuchtigkeit und die geologische Beschaffenheit, insbesondere das Eisenoxid schrieben sich in das Material ein und färbten es rötlich braun.

Mariella Maier, Ausstellungansicht Bad Gastein, Foto: Cjason Houzer
ANNA WIGET (SCHWEIZ)
Die Schweizer Künstlerin arbeitet konzeptuell und bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Ihre Werke entstehen aus Recherchen zu Kosmologie, Mathematik, Physik und taoistischem Denken, die sie in ihre Zeichnungen, Fotografien, Filme oder in raumgreifende Installationen einbringt. Auch wenn die Wissenschaft ein wesentlicher Teil ihrer künstlerischen Praxis ist, geht es ihr nicht darum, diese zu illustrieren, sondern in eine höchst eigenständige visuelle Formensprache zu übersetzen.In Bad Gastein entstand eine Serie an Zeichnungen sowie ein vierteiliges Wandobjekt. In beiden spielen sowohl das Thema Zeit, Unendlichkeit, Topografie und Mythologie eine Rolle. Charakteristisch ist das Zusammenspiel von feinen Linien, und fluider Aquarelltechnik, ein Interesse an Wiederholung, Schleifen und seriellen Prozessen, sowie präzisen Koordinaten und einer freien Interpretation von astronomischen Berechnungen in Dialog mit persönlichen Erfahrungen während der Residency in Bad Gastein. Insbesondere in den Objekten aus Glas und Metall dokumentiert sich dieses Zusammenspiel aus exakten Berechnungen, Mythologie und taktilen Oberflächen. Hautfarbene Wachsformen liegen in Metallwannen, während die Glasoberfläche Linien zeigt sowie die Koordinaten des markanten Hotel L’Europe in Bad Gastein. Die Linien markieren den Sonnenstand zur selben Zeit am selben Ort zur Winter- und Sommersonnenwende. Hält man die Position der Sonne am Himmel das ganze Jahr hindurch jeden Tag exakt zur gleichen Uhrzeit von einem festen Standort aus fotografiert entsteht ein „Analemma“ – eine geschlossene, achtförmige Kurve – zugleich ist die liegende Acht auch ein Zeichen der Unendlichkeit. Innerhalb dieser Linien finden sich weitere Kurven, sie weisen auf die Wege die Anna Wiget während der Residency in Bad Gastein zurückgelegt hat. Die Objekte sind komplex, denn die eingravierten Schriften verweisen auf die Geschichte der Bergnymphe Echo und lassen sich als Gedicht lesen. Das Haus Bergfriede, das den Künstler:innen während der Residency als Unterkunft diente, liegt in der Nähe des Echofelsen, der für Anna Wiget zur Inspiration wurde. Für das Stiegenhaus schuf Anna Wiget eine Soundinstallation mit Tönen und Geräuschen aus Bad Gastein.

Anna Wiget, Ausstellungsansicht Bad Gastein, Foto: Hannes Wichmann
Künstler:innen im Kraftwerk i 2. Stock
CARSTEN FOCK (DEUTSCHLAND, DÄNEMARK)
Carsten Fock gehört zu jener Generation deutscher Maler, die das Medium nach den Debatten um Konzeptkunst und digitale Bildwelten bewusst neu befragt haben und immer noch neu befragen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei, zwischen kunsthistorischer Reflexion und autobiografischer Erfahrung. Die Landschaft steht im Fokus, jedoch weniger als Motiv, sondern als Resonanzraum seiner eigenen Wahrnehmung und Empfindung. Elementare Fragen der Wahrnehmung wie Farbe, Licht, Atmosphäre und die Materialität stehen im Vordergrund. Die Landschaft wird dabei in eine emotionale und psychische Erfahrungslandschaft transformiert. Die Grenze zwischen Zeichnung, Aquarell und Malerei wird durchlässig. In Bad Gastein entstanden eine Reihe von Zeichnungen, aber vor allem großformatige Leinwandbilder – in denen Carsten Fock einmal mehr wieder völlig Neues wagte. Gestische Pinselzüge, lasierende Farbschichten, werden vor oder in die blanke Leinwand gesetzt, in bewusst gesetzter Spannung zwischen leerem Bildraum und Form. Erneut nimmt er auch die Schrift – für die er eine ganz eigene Typografie entwickelt als Element in die Komposition auf. Abstraktion und Anlehnung an Landschaft, oder das, was die Betrachter:innen vermeintlich als Landschaft assoziieren, bleiben in einem Schwebezustand, der sich einer eindeutigen Lesbarkeit verweigert.

Carsten Fock, Ausstellungsansicht, Foto: PARNASS
GABRIELLE KRUGER (SÜDAFRIKA)
Gabrielle Kruger gehört zu einer jungen Generation südafrikanischer Künstlerinnen, die die Grenzen der Malerei konsequent erweitern. Die in Kapstadt lebende Künstlerin arbeitet mit Acrylfarbe nicht allein als Bildträger, sondern als eigenständigem Material. Ihre Werke bewegen sich zwischen Malerei, Relief, Skulptur und Installation und hinterfragen damit traditionelle Vorstellungen dessen, was ein Gemälde sein kann. Vielfach entstehen ihre Werke auch durch Flechten und Weben der Farbe oder – wie in Bad Gastein – durch das Auftragen auf ein textiles transparentes Trägermaterial, auf die sie ihre elastischen Farbhäute aus Acryl und Kleber aufträgt. Farblich hat sie sich in Bad Gastein von der umgebenden Natur inspirieren lassen und vor allem verschiedene Grüntöne gewählt. Die Farbe geschichtet und neu zu reliefartigen Oberflächen zusammengesetzt. Durch die freie Hängung im Raum bekommt die synthetische Farbe wieder eine organische Struktur und erinnert an Buschwerk, Gras, Wurzeln, Blüten oder geologische Formationen, ohne eindeutig gegenständlich zu werden. Die Farbe selbst wird zum eigentlichen Sujet.

Gabrielle Kruger, Ausstellungsansicht, Foto: Hannes Wichmann
CORINNA C. WRANA (DEUTSCHLAND /ÖSTERREICH)
Schwarze lineare Elemente durchziehen den Raum gleich einer grafischen Zeichnung und lenken zunächst den Fokus auf dessen architektonische Beschaffenheit und verändern die gewohnte perspektives Wahrnehmung. Corinna C. Wrana spricht selbst von „Denklinien“, die den Betrachter dazu anregen sollen, die eigene Position und Sichtweise neu zu reflektieren. Diese minimalistischen Eingriffe entfalten eine starke Präsenz und wirken trotz ihrer Exaktheit, auch taktil und haptisch. Dies liegt an der weichen nahezu samtigen Beschaffenheit des Stoffes, aus denen Corinna C. Wrana die Bahnen selbst näht. Was stabil oder hart wirkt, erweist sich als weich, verletzlich, und letztlich fragil. Doch der Fokus auf die Geometrie ist auch eine Möglichkeit jegliche Anklänge an Illustration oder Narration auszuklammern. Doch durch die beiden Objekte im Raum holt sie diese unmissverständlich wieder herein. Wasser als Ressource und der vom Wasser mitgerissene Gletschersand bilden dabei das Material für ihre beiden Objekte. Das Objekt auf dem transparenten Plexiglassockel ist in seiner Form eine Anlehnung an das Wassermolekül. (H₂O), das aus einem Sauerstoffatom und zwei Wasserstoffatomen besteht. Die beiden Wasserstoffatome sind nicht linear angeordnet, sondern bilden mit dem Sauerstoff einen Winkel von etwa 104,5 Grad. Diese gewinkelte Struktur verleiht dem Molekül seine charakteristische Form. Und diese Dreiecksform bestimmte auch die Form von Wranas Objekt und setzt sich in den beiden Metallstäben, ebenfalls Fundstücke aus Bad Gastein fort – nicht exakt, sondern als Zitat. Der Sand dieses Objekts stammt aus der Gasteiner Arche. Im Wandobjekt finden sich nicht nur der Winkel wieder, sondern auch zwei Sandarten. Neben jener der Gasteiner Arche, auch Sand aus der Kötschach. Interessant, dass zwei Flüsse die geografisch in der Nähe fließen unterschiedliche Gesteinsarten mit sich führen, – was auf die vielfältige mineralogische Beschaffenheit der Gasteiner Berge verweist.Im Außenraum nahe der Brücke, die unter dem Kraftwerk über die Arche führt, steht Wranas Skulptur „Das Gras steht ungekämmt im Wald“, eine mehrdimensionale Raumzeichnungen. „Es sind samtige dunkle Schnitte, die in Kommunikation mit dem wilden, dichten Bewuchs von Kräutern, Büschen und jungen Bäumen treten. Die gesetzten Schnitte und Linien, eröffnen neue Anschauungsweisen - Weisen, die uns an die Notwendigkeit der Unabhängigkeit gegenüber Machtpositionen, auf die wir keine Einflussnahme haben, erinnern.“, so die Künstlerin.

Corinna C. Wrana, Ausstellungsansicht Bad Gastein, Foto: Hannes Wichmann
MARIANGELA CICCARELLO (ITALIEN)
Das Werk der italienischen Filmemacherin und bildende Künstlerin bewegt sich an der Schnittstelle von Experimentalfilm, Videoinstallation, Dokumentation und philosophischen Themen. In ihren Arbeiten verbindet sie persönliche Erfahrungen mit Fragen nach Erinnerung, Landschaft, Mythologie, Migration und kollektiver Identität. Das Wasser ist dabei stets ein Resonanzraum. Allerdings wie sie betont, das Mittelmeer und seine kulturelle und historische Geschichte. Erstmals hat sie im Gebirge gearbeitet und empfand die – für sie ungewohnte – Landschaft auch zunächst als Herausforderung. Doch setzte sie ihre filmischen Forschungen über Wasser und die Natur als Raum für das Erinnerung und Imagination auch in Bad Gastein fort. Entstanden ist eine mehrteilige Videoarbeit, die auf drei verschiedenen Screens, verteilt auf zwei Räumen installiert wurde. Es sind Filme, die zwar eine fortlaufende Geschichte andeuten, sich jedoch einem linearen Erzählstrang entziehen. Vielmehr inszeniert die die Künstlerin einen poetischen Raum, in dem sich unterschiedliche Zeitebenen und Narrative überlagern und dokumentarische und fiktionale Elemente verschwimmen.

Mariangela Ciccarello, Ausstellungsansicht Bad Gastein, Foto: Hannes Wichmann

