Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen

Frankfurter Allgemeine Magazin, Nr. 28, 1980, Fotografie: anonym, Grafische Gestaltung: Willy Fleckhaus, © Hans Döring
01.06.2017 bis 10.09.2017
Museum Villa Stuck
Prinzregentenstr. 60
81675 München
Deutschland

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr, erster Freitag im Monat bis 22 Uhr

Tel. +49(0)89-45 55 51-0
villastuck@muenchen.de
 

Landeshauptstadt München

 

 

Das Museum Villa Stuck präsentiert die erste große museale Würdigung von Willy Fleckhaus’ Schaffen. 
Zu sehen sind ca. 350 Objekte aus der Hand des bedeutenden Grafikdesigners und Art Directos, darunter Magazine, Fotografien, Illustrationen, Bücher, Buchreihen und Plakate.

Wie kein Zweiter hat Willy Fleckhaus die visuelle Kultur der jungen Bundesrepublik von den 1960er- bis 80er-Jahren geprägt und damit maßgeblich zum Paradigmenwechsel im internationalen Grafik- und Werbedesign beigetragen. Fleckhaus verschmolz die Ratio der Schweizer Grafik mit der Phantasie des amerikanischen Editorial Design und wurde damit international zum Vorbild für wenigstens eine Generation von Zeitschriften- und Buchgestaltern, Werbeleuten und Fotograf/innen. Als Willy Fleckhaus zu gestalten begann, wurden Zeitschriften von Einrichtern, bestenfalls Grafikern betreut, die im Impressum der Magazine keine besondere Würdigung fanden. Als Fleckhaus mit nicht einmal 60 Jahren verstarb, war die „Art Direction“ zum festen Begriff und zur gehobenen Position im Prozess der Herstellung geworden. Willy Fleckhaus hat diesen Paradigmenwechsel maßgeblich mitherbeigeführt. Er hat den Begriff des Art Directors importiert und popularisiert, mit Leben erfüllt und damit das Modell einer für alle Fragen der Optik zuständigen Verantwortlichkeit etabliert.

Zu seinen ikonischen Arbeiten, die heute einen Teil unserer visuellen Alltagsgeschichte darstellen, gehört die 1959 gegründete Jugendzeitschrift twen (1959 - 1971), die in Form und Inhalt die innovativen, provokanten und revolutionären Ideen von Willy Fleckhaus widerspiegelt. Gestaltet mit großen Fotostrecken, einprägsamer Typografie und ungewöhnlichem Layout widmete sich twen Life-Style-Themen wie Mode, Musik und Freizeit, aber auch Fragestellungen zur sexuellen Befreiung und Homosexualität oder politischen Themen wie Antisemitismus.

Eine Ausstellung des Museums Villa Stuck in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst Köln und dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, Kurator: Hans-Michael Koetzle

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