Prinz Eugens Donau-Europa oder Österreichs verlorene Moderne

11.12.2014, 16:30
Winterpalais
Himmelpfortgasse 8
1010 Wien
Österreich

Öffnungszeiten:

Täglich 10-18 Uhr

Kontakt:

Tel: +43 1 795 57 134

Mail: public@belvedere.at

Vortrag von Erwin Riess (Autor)

Man nannte ihn „Atlas der Monarchie“ und „heimlicher Herrscher Europas“. Er führte das Leben eines Barockfürsten, besaß ausgedehnte Ländereien und war Träger der höchsten Titel. Er revanchierte sich mit absoluter Loyalität und verhalf dem Habsburgerreich zu nie gesehenen militärischen Erfolgen. Prinz Eugen schuf die Donaumonarchie. Als er antrat, reichten die eingenommenen Steuern des Staates nicht einmal aus, die Unkosten der Beamten zu decken. Eugen sorgte mit seinem „Jungen Hof“ für die Einführung einer genauen Buchhaltung auch in den Ländern; die Hofbeamten wurden für steuerpflichtig erklärt und der Klerus zu einem „freiwilligen Geschenk“ angehalten. Damit verdoppelte sich auf einen Schlag das Staatseinkommen. In schnellen Schritten stellte Eugen das verschlafene Reich vom Kopf auf die Füße. Sein Ziel: ein Donaureich auf dem Weg in die europäische Moderne, auf einer Stufe mit England und Frankreich. Dafür hasste man Eugen in den Wiener Palais. Man roch streng, aber immerhin war es der eigene Gestank, der einem das Hirn vernebelte. Wien unter Karl VI. wusste mit dem hervorragendsten Vertreter der Neuzeit nichts anzufangen.
 
Donnerstag, 11. Dezember, 16.30 Uhr / Winterpalais
Teilnahme kostenlos mit gültigem Ticket
Dauer: 1 Stunde (30 Min. Vortrag mit anschließender Diskussion) | Anmeldung unter: 
public@belvedere.at

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