Mika Rottenberg

21.04.2018, 10:00 bis 01.07.2018, 18:00
KUB Kunsthaus Bregenz
Karl-Tizian-Platz
6900 Bregenz
Österreich

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 10.00 - 18.00
Donnerstag: 10.00 - 21.00

Kontakt:

Telefon:+43-5574-485 94-0

E-Mail: kub@kunsthaus-bregenz.at

Die in Argentinien geborene und in Israel aufgewachsene Künstlerin Mika Rottenberg beschäftigt sich mit den Kreisläufen der Produktion und den Verkehrsformen von Waren. Ihre Kunst ist weder distanzierte Kritik noch präzise politische Dokumentation. Eher betreibt sie eine Gegenwartsanalyse in verzerrender, karikativer Übertreibung. Rottenberg entführt in beklemmende Räume. Den Kern dieser aus Karton oder Fundstücken gebastelten Installationen bildet jeweils ein Video, das bestimmte Produktionsabläufe zeigt, wie zum Beispiel das Auslesen von Perlen aus Muschelschalen. Rottenberg macht auf die Grundlagen von Arbeit aufmerksam. Zugleich zwingt sie den Betrachter in die Situation eines Voyeurs, der sich in enge Korridore begibt, um diesen Arbeitsabläufen zuzusehen. In den Kleinräumen türmen sich Objekte in surrealer Szenografie. Sie zeigen die absurde Anhäufung und die Sinnlosigkeit manch globalen Vertriebs.

Die Protagonist/innen der Filme sind meist Frauen, die der Künstlerin ihre Körperteile »leihen«, so Rottenberg. In dem Film Dough (2006) sind es vier Frauen, zwei von ihnen, die adipöse Raqui und die leichtgewichtige Kat, bringen in einer manufakturähnlichen Umgebung Teigmassen in Form.

Bei ihrer vielbeachteten Arbeit Cosmic Generator für die Skulptur Projekte 2017 in Münster arbeitete Rottenberg mit einer provisorischen Architektur: Sie nutzt einen aufgelassenen Asialaden als fertiges Setup. Im Video, das in einer Grenzstadt zwischen den USA und Mexiko gedreht wurde, zeigt sie das Leben asiatischer Immigrant/innen, die – buchstäblich zwischen den Fronten – die ununterbrochene Produktion aufrechterhalten. Der Kapitalismus kennt keine Grenzen.

Viele ihrer Installationen sind komisch oder mit erotischen Ingredienzen versehen. Für ihre Ausstellung im Kunsthaus Bregenz plant sie unter anderem, die vielschichtigen Abläufe einer Käseproduktion einzurichten.

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