Günther Oberhollenzer: Von der Liebe zur Kunst

11.12.2014, 19:00
MUSA Museum Startgalerie Artothek
Felderstraße 6-8
1010 Wien
Österreich

Öffnungszeiten:

Di, Mi, Fr: 11.00-18.00
Do: 11.00-20.00
Sa: 11.00-16.00

Kontakt:

Telefon: +43 1 4000-8400
E-Mail: musa@musa.at

Günther Oberhollenzer, geboren 1976 in Brixen, Südtirol und seit 2006 Kurator am Essl-Museum präsentiert sein neues Buch: Von der Liebe zur Kunst. 

„Kunst ist keine objektive Wissenschaft wie die Mathematik oder Physik. Sie ist ein visuelles Medium, das unsere Sinne anspricht und, nachdem es als Bild auf die Netzhaut getroffen ist, sich seinen Weg in unseren Geist, Verstand und – ja, ich wage es zu schreiben – auch unser Herz bahnen soll.“ Kann man Kunst verstehen? Was ist überhaupt Kunst? Wie kann man sie vermitteln? Und was macht eigentlich ein Kurator? – Günther Oberhollenzer stellt sich grundlegende Fragen der Kunst und geht der weit verbreiteten Meinung nach, zeitgenössische Kunst sei schwierig, abgehoben und elitär.
Oberhollenzer erzählt von seiner persönlichen Leidenschaft für die Gegenwartskunst, aber auch von den Vorurteilen, die er ihr anfangs entgegengebracht hat. Er versucht, Wesensmerkmale und Qualitätskriterien von Kunst zu benennen und berichtet über seine berufliche Praxis als Kurator, so etwa über die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern oder den Begegnungen mit dem Ausstellungspublikum. Anhand von konkreten Beispielen aus seinem persönlichen Umfeld – z. B. dem Südtiroler „Kunstskandal“ rund um einen gekreuzigten Frosch des deutschen Künstlers Martin Kippenberger – befasst sich der Autor mit der Kunst im Spannungsverhältnis von Zensur, Politik, Religion und öffentlichem Raum. Den Abschluss bilden einen Blick auf den Kunstmarkt und Überlegungen zur Sammelleidenschaft und zum eigentlichen Wert von Kunst – einem immateriellen Wert, der nicht anhand von monetären Maßstäben oder anderen wirtschaftlichen Kriterien gemessen werden kann. Der Essay ist ein Plädoyer für mehr Subjektivität, Leidenschaft und Emotion im Umgang mit zeitgenössischer Kunst, aber auch für das Wiederentdecken der Neugierde und für den Mut, neue Erkenntnisse in unser Leben zu lassen

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