Felicitas Thun-Hohenstein im Gespräch mit Silvie Aigner

11.06.2018, 18:30
Hochhaus Herrengasse
Herrengasse 6-8
1010 Wien
Österreich

„Es ist mir ein Anliegen über die Kuratierung des Pavillons hinaus, grundsätzlich auf die Interessen von Kunstschaffenden aufmerksam zu machen und auf das Potenzial der vielfältigen Ausdrucksformen der bildenden Kunst, auf ihre Themen, Fragestellungen, die in einem gesellschaftspolitischen Zusammenhang große Möglichkeiten bieten.“ Felicitas Thun-Hohenstein

 

Felicitas Thun-Hohenstein, Autorin, Kuratorin zahlreicher internationaler Ausstellungen und langjährige Professorin am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie Initiatorin und Leiterin des Catrin-Pichler-Archivs, kuratiert den österreichischen Pavillon der 58. Kunstbiennale in Venedig. Sie zeigt mit Renate Bertlmann erstmals eine Soloausstellung einer Künstlerin. Doch die Entscheidung allein am feministischen Standpunkt festzumachen greift zu kurz und wird dem programmatischen Werk der Künstlerin auch nicht gerecht.

Am 11. Juni ist Felicitas Thun-Hohenstein zu Gast im Rahmen der Weitblick-Gespräche zum Thema Bildende Kunst und Kultur im Panoramaraum Hochhaus Herrengasse. Diese stellen aktuelle kunstimmanente Themen sowie Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Kulturleben in den Fokus. Die Talkreihe wird präsentiert und moderiert von Silvie Aigner, Chefredakteurin der österreichischen Kunstzeitschrift PARNASS. Das Hochhaus wurde 1932/33 im Bauhausstil der Neuen Sachlichkeit von den Architekten Schwalm-Theiss & Bresich unter großem Aufsehen erbaut. Der Panoramaraum und seine großzügige Dachterrasse bietet einen Ausblick über Wien.

Der Talk bietet die Möglichkeit einen Einblick in die Auswahlkriterien zu erhalten, über die Relevanz von Biennalen sowie über die „Biennale-Lectures“, ein diskursives Format, das im Herbst beginnt und die Biennale selbst als kulturpolitisch gleichermaßen bedeutsame wie umstrittene Ausstellungsinstitution einer Revision unterzieht, zu sprechen. Sind Länderpavillons in unserer globalen Welt noch zeitgemäß, wie weit bietet die immer größere Anzahl von Biennalen Möglichkeiten für Regionen geopolitische Strukturen abzubilden? Welche Fragen soll und kann die Kunst stellen und welche Grenzen kann sie aufbrechen? Wir freuen uns auf einen informativen Gesprächsabend, der auch die Möglichkeit zu einem informellen Austausch bietet. Drinks und kleine Snacks im Anschluss.

u. A. w. g. | invitation@parnass.at

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