Eröffnung: Galerie Thoman: Thomas Feuerstein – The New World

16.01.2016, 12:00
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Seilerstätte 7
1010 Wien
Österreich

Öffnungszeiten:

Dienstag - Freitag: 12.00 - 18.00
Samstag: 11.00 -16.00

Kontakt:

Telefon: +43 151 20 840
E-Mail: galerie@galeriethoman.com

In beiden Teilen der von Peter Weibel kuratierten Ausstellung GLOBALE ist Thomas Feuerstein, geboren 1968, mit je einer Installation vertreten: MANIFESTO und POEM. Seine vielbeachtete Ausstellungsreihe PSYCHOPROSA (2015) in der Taxisgalerie Innsbruck, im Kunstverein Heilbronn und vor allem im Frankfurter Kunstverein findet 2016 in erweiterter Form seine Fortsetzung im Chronos Art Center Shanghai. Kurator Zhang GA (New York, Shanghai) spricht von einem der essentiellsten aktuellen Beiträge zeitgenössischer Kunst. Aus dem wissenschaftlich empirischen Potential und weltgesellschaftlicher Realität schöpfend, entwickelt Thomas Feuerstein seine künstlerischen Erzählungen, Zukunftsentwürfe zwischen Dystopie und Utopie. Seine Ausstellungen funktionieren wie semantische Netze, die Fäden von Wirklichkeit aufnehmen und den Betrachter in Geschichten zwischen Fakt und Fiktion verstricken.

In THE WORLD - einer großformatigen Kohlezeichnung - schickt uns Thomas Feuerstein mit der größten Privatyacht der Welt als allegorischem Vehikel auf die Reise. Wie ein fliegender Holländer schwebt die Yacht über dem Ozean und navigiert uns durch die Ausstellung in der Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Wien, hinein in das installative Ensemble aktueller Werke aus Zucker, Kohle, Cyanobakterien und Schleim: Grafiken, die vom zukünftigen, sich auflösenden Menschenbild erzählen, führen zur skulpturalen Schleiminstallation (ACCADEMIA DEI SECRETI), deren gläserne Apparaturen mit Fäden und dicken Tropfen des Schleims überzogen sind. Cyanobakterien (Blaualgen), die der Künstler immer wieder als Bedeutungsträger und Arbeitsmaterial verwendet, erzeugen auf Leinwänden Karten fiktiver Geografien und werden zum Tableau für Malerei. Alltagsobjekte, gehauen aus uralter Steinkohle, verwandeln sich in Fossilien. Die aus Zucker gebaute Skulptur LONG SWEET DIARY erinnert uns an die Rolle des Energielieferanten für unser Sprachwerk, das auch unser Bedeutungsspeicher ist. 

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