Angelika Loderer/Svenja Deininger/Gabriel Sierra

Angelika Loderer, Untitled (with Dejan Dukic), 2013, Sand, Holz, Acryl auf Leinwand. Courtesy die Künstlerin; Foto: Angelika Loderer
02.02.2017 bis 26.03.2017
Secession
Friedrichstraße 12
1010 Wien
Österreich

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag: 10.00 – 18.00

Kontakt:

Telefon: +43 1 587 153 07

E-Mail: office@secession.at

Die Werke von Angelika Loderer könnte man als medienreflexive Skulpturen bezeichnen, insofern als die Künstlerin die Materialeigenschaften und Verarbeitungsprozesse ihrer Werkstoffe als grundlegende Parameter ihrer Arbeit in den Gestaltungsprozess einfließen lässt. Ihre Skulpturen sind häufig aus Metall gegossen oder bestehen aus „sekundären“ Materialien aus dem Bereich der Metallgießerei wie beispielsweise Wachs oder ein spezieller Guss-Sand, der sich durch hohe Formstabilität auszeichnet und im Sandgussverfahren verwendet wird. Er ist essentiell für die Herstellung der eigentlichen Gussform, hinterlässt im fertigen Objekt aber keine Spuren – er bleibt also unsichtbar. Loderer macht das Hilfsmittel zum Medium und „baut“ damit fragile und temporäre Skulpturen, die durch ihre Bestimmung als Guss-Sand auf den Werkstoff Metall verweisen und dieses gleichzeitig in einen spannenden und paradoxalen Dialog zwischen der Dauerhaftigkeit des einen und der Flüchtigkeit des anderen bringen.

Svenja Deininger versteht Malerei als Prozess: Ihre Bilder, an denen sie oft über lange Zeiträume arbeitet, betrachtet sie nicht als abgeschlossene Einheiten. Vielmehr dient ihr die Bildwerdung selbst zum Nachdenken und als gedankliche Weiterführung einer Form oder Komposition – das Imaginieren des zukünftigen Bildes und wie es in einem räumlichen Kontext steht, sind somit essenzielle Elemente des künstlerischen Prozesses. Wie an einem Text feilt die Künstlerin an der Sprache ihrer Kunst. Ihre Arbeiten versteht sie als Teile eines Systems, deren Beziehung zueinander es zu untersuchen gilt, wenn sie aufeinander treffen. Sie variiert wechselweise kleine und große Formate und erzeugt durch deren Kombination und Anordnung im Raum eine Spannung, die zusammen mit ihrer Formenpalette ein „Deiningersches Idiom“ ergeben. 

Gabriel Sierras eigens für die Secession konzipierte Installation entspringt seinen philosophischen Reflexionen über Raum und Zeit. Im Mittelpunkt seiner Überlegungen stehen die Gegenwart und der Augenblick, in dem die Besucher die Galerieräume betreten, um die Vorstellung zu sehen. Darüber hinaus bezieht Sierra den konkreten Ort, die Ausstellungsräume im Untergeschoss des Hauses, gezielt in den Entwicklungsprozess seiner jüngsten Installation mit ein. 

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