Thomas D. Trummer übernimmt den KUB Bregenz

03.11.14

Thomas D. Trummer steht als Nachfolger von Yilmaz Dziewor fest. Im Mai 2014 tritt er seinen neuen Posten als Direktor des Kunsthaus Bregenz (KUB) an. Trummer, geboren 1967 in Bruck/Mur, ist hierzulande kein Unbekannter, gerne erinnert man sich an seine präzisen Ausstellungen für das Atelier Augarten als Kurator für zeitgenössische Kunst des Belvederes. Nach Stationen in München Köln und den USA ist Tummer seit nun zwei Jahren Leiter der Kunsthalle Mainz, die er, nie den Bezug zur Stadt aus den Augen verlierend, in kurzer Zeit als fixe Größe im überregionalen Feuilleton und der Aufmerksamkeit des Kunstbetriebes verankern konnte und mit einem Ausstellungsprogramm bis Oktober 2016 präsent bleibt.

Mit dem KUB nun wieder an ein Haus ohne Sammlung zu gehen, sieht Trummer entspannt: „Ein Haus ohne Sammlung hat mehr Spiel- als Standbein, das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Man kann sich freier bewegen, elastischer, schneller reagieren“. Und auch in Bregenz will er mit seinen Ausstellungen den Bezug zu Ort und Umfeld herstellen. Peter Zumthors überlieferte Beobachtung, dass das Kunsthaus für ihn aus dem Dunst des Bodensees hochgestiegen ist und gleichsam die Architektur von einer Konstellation des Wetters inspiriert wurde, gefällt ihm in diesem Zusammenhang sehr. Auch, dass ihm durch ein bis Ende 2015 fixiertes Ausstellungsprogramm ausreichend Zeit zum Einarbeiten bleibt, dürfte Tummer entgegenkommen. Sein Vorgänger, Yilmaz Dziewior, der an das Kölner Museum Ludwig wechselt, bleibt dem Land noch als Kommissär der nächsten Biennale von Venedig erhalten. Wie kürzlich bekannt wurde, wird Heimo Zobernig 2015 den österreichischen Pavillon bespielen. Eine Position, die womöglich auch hervorragend das fehlende Z in der Sammlung der Wolfsburger vervollständigen könnte.

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