Pipilotti Rist gibt der Videokunst eine neue Dimension

05.11.14

Sie projiziert Filme auf riesige Wände in den Raum, die den Betrachter mit Bildern und Ton umhüllen. Farbintensive Eindrücke aus der Alltagswelt mit Detailaufnahmen von menschlichen Körpern, Pflanzen und Gesteinen, mit Großaufnahmen von Himmel und Meer, werden mit poetischen Farbimpressionen und psychedelisch anmutenden Traumsequenzen kombiniert. Die Flut der bewegten Bilder wird durch beeindruckende Musik ergänzt, die das visuelle und akustische Erleben in eine synästhetische Körpererfahrung transformiert. Wie monumentale Malerei, aus Licht und Farbe geschaffen, wie Raumskulpturen aus Bildern und Klang erscheinen ihre Videoarbeiten, sinnliche und doch so ephemere Erscheinungen.

Die Schweizer Medienkünstlerin, 1962 geboren, befreit den Film aus der rechteckigen Begrenzung des Bildschirms und entwickelt ihn zu einem Environment, mit Über-Eck-Projektionen, die den architektonischen Rahmen in einen Wahrnehmungsraum auflösen. Dieser wird zur Bühne – für die Kunst und das Publikum. Die Kunsthalle Krems widmet der Künstlerin ab 22. März eine umfassende Personale.

Lesen sie das ausführliche Porträt der Künstlerin von Karla Starecek  in unserer aktuellen Magazinausgabe PARNASS 1/2015  

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