3/2007 - Fotokunst

03/07

Prosperierender Fotomarkt: Das Sammlerinteresse an zeitgenössischen Arbeiten und Klassikern nimmt stetig zu, dennoch bleiben die Preise leistbar. Daghild Bartels berichtet über Euphorie und Emanzipation am Fotomarkt.

Klein und Schwarzweiss: Galerist Johannes Faber und Sammler Alexander Spuller sprechen im Interview über Qualität und Quantität von Fotokunst der Klassischen Moderne und geben Tipps für angehende Sammler.

Online-Galerie Lumas: Mit acht Galerien in Deutschland und Eröffnungen in Zürich und New York wurde aus der Leidenschaft für Fotografie ein umsatzstarkes Erfolgsmodell. Gründerin Stefanie Harig über Qualitätsmerkmale, Berglandschaften und Demokratisierung.

Tatort oder Wurstplatte? Die Arbeiten von Thomas Demand zeigen überscharf und starr Modelle von real existierenden, teils spektakulären Orten. Der Künstler zensuriert dabei alles Individuelle und setzt Bildwissen beim Betrachter voraus.

Attakierung der Sehnerven – Stefan Heyne verwendet belanglose Motive, verschwommen und geheimnisvoll, und verdichtet sie spannend im Wechsel von Hell und Dunkel zu reiner Abstraktion. Petra Schröck besuchte den Künstler in seinem Atelier in Berlin.

Joachim Brohm , der eigentlich Lehrer werden wollte, gilt als einer der maßgeblichen Fotografen der Gegenwart. Seine Serien, die über Jahre entstehen, zeigen landschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen und visualisieren einen kulturhistorischen Prozess.

Alle Sammler sind Exhibitionisten: Der Sammler Wilfried Wiegand entflammte in den 1970er-Jahren für Fotokunst und besitzt nur Vintage-Abzüge. Über seine besondere Passion spricht er mit Daghild Bartels.

Fotografien sind keine Aktien: Rackham Schröder schätzt den persönlichen Kontakt. Der Berliner Immobilienexperte kennt jeden Künstler der in seiner kleinen, aber feinen Sammlung vertreten ist. Sie ist durch seine lockere Herangehensweise und seinen guten Blick geprägt.

Die magische Sekunde: Die Fotografien der Bauhaus-Schülerin Re Soupault, die bei Johannes Itten „Sehen“ lernte, entstanden jahrzehntelang auf Reportagereisen durch Europa, Amerika und Tunesien. Über ihre Wiederentdeckung berichtet Anna Brenken.

Fotografie als Malerei: Hiroshi Sugimotos Ausstellung in Düsseldorf zeigt, dass Technik und Sujets des in Serien arbeitenden japanischen Fotokünstlers unzeitgemäß sind. Er meidet Geschwätzigkeit und sucht nach der Erweiterung unserer Wahrnehmung.

Kulturfabrik für das digitale Zeitalter: Direktor Peter Weibel spricht zum zehnten Jahrestag des ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnolgie über Interaktivität, zeitgenössische Tendenzen und die Rolle der Karlsruher Institution als Arche Noah.

Ist es sinnvoll Fotografie zu lehren? Matthias Herrmann, Institutsvorstand an der Akademie der bildenden Künste, spricht mit Thomas Trenkler über das Studium der Fotografie, seine Arbeit mit den Studierenden und das Theater des Kunstmarktes.

Kurzgefasst Fotografie informiert Sie über die neue Wiener Foto-Galerie Momentum, den Fotoschwerpunkt der Hamburger Fine Art Fair 2007 und bemerkenswerte Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.