1/2016 – FORMKUNST

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Inhalte dieser Ausgabe

UNSERE JUBILÄUMSAUSGABE 1/2016

2016 feiert PARNASS sein 35-jähriges Jubiläum und ist damit das am längsten am Markt etablierte Kunstmagazin Österreichs. Im letzten Jahr konnte sich PARNASS modernisieren, neupositionieren und auch expandieren. Durch neue Schwerpunkte wie die Kunst- und Kulturräume Schweiz, Liechtenstein, Vorarlberg und nun aktuell München, können wir unseren Lesern und Leserinnen vertiefende Einblicke in die Kunstszene unserer Nachbarländer geben.
München ist vor allem ein Ort mit einem umfassenden Angebot an Kulturattraktionen, der in den vergangenen Jahren neue Trends in den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik gesetzt hat und die wir gerne vorstellen möchten.

In unserer Rubrik Porträts präsentieren wir sowohl junge Künstler und Künstlerinnen als auch etablierte Positionen der Gegenwartskunst. Dieses Mal sind es Esther Stocker, Roman Pfeffer und Sofie Thorsen.

In das Jubiläumsjahr starten wir nicht nur mit einer extra umfangreichen Ausgabe, sondern auch mit einem neuen Layout. Es ist offensiver, progressiver, übersichtlicher, großzügiger. Wir haben Platz gemacht, um Kunstwerken noch mehr Raum zu geben – mit einem runderneuerten Schriftzug. Unser neues Layout wurde von den Artdirektoren der GGK MullenLowe in Zusammenarbeit mit unserem Artdirektor Martin Gaal entwickelt und ist – davon sind wir überzeugt – aufs Beste gelungen. Das Coverbild wurde von Esther Stocker entworfen. Es ist die erste von insgesamt vier Künstlereditionen, die wir Ihnen und uns zum Jubiläum schenken wollen.

Wir wollen mit unserem Magazin die Kunst und die Kunstszene in den Mittelpunkt stellen, informieren, Einblicke geben und neue Sichtweisen ermöglichen – und unsere Leidenschaft für Kunst an Sie weitergeben!

Diese gilt in der ersten Ausgabe 2016 den konkret-reduktiven Tendenzen. Lange galt für die österreichische Kunst nach 1945, dass die geometrisch-abstrakte, minimalistische Kunst weit weniger relevant sei als der expressive, gestische Kolorismus. Doch diese These ist rasch widerlegt. Fakt ist, dass Josef Albers, Agnes Martin, Max Bill, Theo van Doesburg ebenso zum Allgemeingut eines kollektiven Gedächtnisses gehören wie Vertreter des Expressiv-Figurativen. Genau genommen liegen die Anfänge dafür bereits im Wiener Kinetismus und der Kunst der Secessionisten um 1900. Auch die junge Generation bezieht sich auf die Formensprache einer konkreten und konstruktiven Kunst und unterzieht diese einer zeitgenössischen Interpretation – und genau das wollen wir Ihnen in dieser ersten Ausgabe des Jubiläumsjahres zeigen.
Constantin Luser, Achim Freyer, Hannes Mlenek oder Jan Fabre sind nur einige der Künstler, die es vollends verstehen eine höchst erfolgreiche Verbindung von bildender Kunst, Musik und Bühne einzugehen. Diesem Thema haben wir ebenfalls einen Schwerpunkt gewidmet.