REKORDAUKTIONEN IM DOROTHEUM

15.12.16
Hans Memling Werkstatt (um 1435 - 1949), Die Geburt Christi, Öl/Holz, 99,2 x 72,5 cm , Copyright Dorotheum

Millionen- und Weltrekordpreise im Dorotheum: Rückblick auf das Auktionsjahr 2016
Das Jahr 2016 lief hervorragend für das Dorotheum und seine Kunden.

  • bestes Jahr für Gemälde Alter Meister in der Geschichte des Hauses
  • Juni: bestes Auktionsergebnis für Zeitgenossen in der Geschichte des Hauses
  • November: bestes Auktionsergebnis für „Klassische Moderne“ in der Geschichte des Hauses
  • bestes Einzel- und Gesamtergebnis für „Klassische Fahrzeuge“ in der Geschichte des Hauses

Insgesamt vier Mal konnten heuer im Dorotheum, dem größten Auktionshaus im deutschsprachigen Raum, Millionenpreise erzielt werden. An der Spitze mit 1,2 Millionen Euro steht „Die Geburt Christi“ von Hans Memling Werkstatt. Für 1.067.000 Euro wechselte im Herbst der rote Mercedes-Benz 300 SL aus 1958 den Besitzer. Gleich zwei Millionenpreise, jeweils 1.022.500 Euro, fielen auf die Sparte „Klassische Moderne“, für ein neu entdecktes Figurenbild „Baptême des masques“ des belgischen Einzelgängers James Ensor sowie für ein Blumenbouquet von Marc Chagall aus dem Jahre 1924.

Die österreichische Kunst war besonders erfolgreich: insgesamt 582.400 Euro erzielte man bei der „Klassischen Moderne“ für Bilder des Secessionisten Josef Engelhart. Franz West und Maria Lassnig markierten Spitzenpreise bei der Gegenwartskunst. Bei der Moderne erreichte ein Venedig-Motiv von Carl Moll hervorragende 176.670 Euro, Alfons Waldes „Einsamer Berghof“ wurde auf 344.600 Euro angesteigert.

Sehr starke Auftritte gab es für Werke italienischer Künstler, allen voran Lucio Fontana, dessen blaues Monochrom mit dem Schlitz in eine andere Dimension, „Concetto spaziale, Attese“, 735.000 Euro erlöste. Kunst der italienischen wie deutschen Nachkriegsmoderne mobilisierte auch 2016 die Bieter und hochbegehrt waren unter anderem auchWerke von Tom Wesselmann („Nancy Scribble“, € 350.508) oder Fernando Botero (€ 344.600).

Bei den Alten Meistern brillierte neben Memlings Weihnachtsbild eine Neuentdeckung von Jacopo Tintoretto. Das Schlachtenbild mit der Kampfszene Davids gegen Goliath, als Hauptwerk des venezianischen Manierismus-Meisters erstmals zuordenbar, erreichte 907.500 Euro.

Großen Gefallen fanden Kunstsammlerinternationale Interessenten an den Interieurs und Einzelstücken aus der Privatsammlung des legendären Wiener Kunsthändlers Reinhold Hofstätter.

 

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