Highlights Im Kinsky | KLASSISCHE MODERNE, JUGENDSTIL, ZEITGENÖSSISCHE KUNST | 29. – 30. November 2016

14.11.16
Maria Lassnig, Aus dem Rahmen drücken, 1983, Öl auf Leinwand, EUR 100.000-200.000

KLASSISCHE MODERNE | 29. 11. 2016

Aquarelle und Gemälde von Egon Schiele, Albin Egger-Lienz, Rudolf Wacker, Franz Sedlacek, Josef Floch aber auch feine Exemplare aus den Œuvres von Umberto Boccioni, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller oder Gabriele Münter bestimmen die kommende Herbstauktion der Klassischen Moderne im Kinsky. Herausragend ist dieses Mal die wohl qualitätsvollste Variante des Motivs Bauernsonntag, die Alfons Walde je vollendet hat: Ein zu Bild gewordenes Synonym von Kraft, Naturverbundenheit und ländlicher Kultur.

 

JUGENDSTIL

Herzstück des Angebots stellt ein wunderbar fein komponierter Anhänger mit Kette von Josef Hoffmann dar. Der Architekt und Designer Otto Prutscher wird mit einer Kollektion von Likörgläsern präsentiert, die ebenso fragil wie gefragt sind. Aufmerksamkeit verdienen auch besonders jene Mosaike, die Leopold Forstner in einer eigens erfundenen Technik u.a. für die Wiener Werkstätte ausgeführt hatte. Der farbige Glanz und die eleganten Formenspiele dieser Objekte aus dem Nachlass des Künstlers bilden eine reizvolle Ergänzung zum Gesamtkunstwerk der frühen Moderne.

 

ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Das umfangreiche und vielfältige Angebot der Sparte wird auch dieses Mal wieder in zwei Kataloge unterteilt und am Nachmittag bzw. am Abend versteigert.
Angeboten wird eine Auswahl aus der Privatsammlung des Kulturmanagers und Museumsdirektors Dieter Ronte. Haupt- und Meisterwerk dieser Kollektion bildet ein großformatiges Gemälde von Maria Lassnig aus dem Jahr 1983. „Aus dem Rahmen drücken“ ist eine vergessene Neuentdeckung und eine wichtige Ergänzung in ihrem bedeutenden Werk. Die Vielseitigkeit des Sammlers und seiner Interessen spiegelt sich weiters in den von ihm erworbenen Werken von Christo, Joseph Beuys, Günther Uecker und Markus Lüpertz sowie von den österreichischen Malern Max Weiler, Oswald Oberhuber oder den Künstlern aus Gugging wider.

Für die Qual der Wahl bietet das Kinsky aber noch ein weiteres Gemälde von Maria Lassnig von 1994 an, eine dreiteilige, malerisch eloquente Sequenz ihrer charakteristischen Formensprache. Großes Interesse wird auch für zwei Hauptwerke von Max Weiler erwartet: „Durchblick durch blaue Gegend" aus dem Jahr 1975 und „Blaue Bäume und Purpurhimmel" von 1973 präsentieren Weilers geniales Farbenverständnis und seine bis heute gültige Vision der Natur.

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