ART SALZBURG 2016

05.08.16
05.08.2016 bis 28.08.2016
Kunstsalon Art Salzburg und Skulpturengarten Hof Dietrichsruh
Mozartplatz 4
5020 Salzburg
Österreich

Öffnungszeiten:

täglich 11-18 Uhr, Eintritt frei

Kontakt: 

Tel: +43 662 844523
mail@artsalzburg.net

Nach einem fulminanten Auftakt im Sommer 2015 haben die vier Gründungsmitglieder ihr Ausstellungskonzept für diesen Sommer erweitert und international tätige Kollegen dazu eingeladen: neben dem Kunstsalon in der Sala Terrena wird es im angrenzenden Hof Dietrichsruh einen Skulpturengarten geben. Zum Motto der diesjährigen Festspiele „Wir sind im Begriff zu erwachen, wenn wir träumen, dass wir träumen“ wird im Haus für Mozart eine kuratierte Ausstellung unter dem Titel „Sturz der Wirklichkeit“ gezeigt. Somit präsentiert die Art Salzburg im Festspielsommer 2016 an drei spektakulären Standorten in der Altstadt bildende Kunst höchster Qualität.

Kunstsalon | Sala Terrena
Sechs renommierte Galerien bespielen den Kunstsalon in der Sala Terrena der Paris Lodron Universität mit Werken internationaler Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Galerie Johannes Faber zeigt Fotografie internationaler Klassischer Moderne (1890-1980) sowie zeitgenössische Fotografie mit bekannten Fotografen klassischer Ausrichtung. Philipp Konzett beschäftigt sich mit der Kunst des Aktionismus der 1960er-Jahre im internationalen Kontext – darunter Kunstströmungen wie Gutai, No-Art, Konzeptkunst, arte povera, Body Art. Das Programm der Galerie Ruberl umfasst Werke der klassischen Moderne sowie Arbeiten österreichischer Künstler der Avantgarde nach 1945, der Fokus liegt auf Oskar Kokoschka, Arnulf Rainer, den Wiener Aktionisten und Franz West. Das kunstrevolutionäre Wien des frühen 20. Jahrhunderts um Gustav Klimt und Egon Schiele ist ein Spezialgebiet von W&K – Wienerroither und Kohlbacher, ein anderer Schwerpunkt liegt beim Deutschen Expressionismus. Beck und Eggeling, Düsseldorf-Wien, beschäftigen sich mit Kunst des Impressionismus, Expressionismus und der Klassischen Moderne. Besonderen Status im Galeriekonzept kommt der Künstlergruppe ZERO der 1960er-Jahre zu. Thomas Salis verbindet zeitgenössische Positionen, außereuropäische Kunst und Klassische Moderne in einem spannenden Dialog von Raum und Zeit.

Skulpturengarten | Hof Dietrichsruh
Der Kunstsalon erfährt heuer eine ambitionierte Erweiterung: im angrenzenden Hof Dietrichsruh werden – der Struktur der einstigen Renaissance-Gartenanlage folgend – in Kooperation mit Salzburger und internationalen Galerien groß dimensionierte Skulpturen installiert. Neben den Ausstellern der Sala Terrena nehmen auch die Galerie Thaddaeus Ropac und die Galerie bei der Albertina teil. Monumentale Bildhauerkunst von Magdalena Abakanowicz, Joannis Avramidis, Antoine Bourdelle, John Chamberlain, Tony Cragg, Markus Lüpertz, Karl Prantl, Andreas Reiter Raabe, Auguste Rodin, Andreas Urteil, Manolo Valdés und Erwin Wurm tritt in eindrucksvollen Dialog mit der historischen Architekturkulisse.

Sturz der Wirklichkeit | Ausstellung im Haus für Mozart
Auf Initiative des Kunstsalons Art Salzburg wird in diesem Festspielsommer in den Foyers und im Karl-Böhm-Saal im Haus für Mozart eine Ausstellung von Malerei, Zeichnung, Skulptur und Fotografie gezeigt, die das Augenmerk auf Grenzen des Erklärbaren legt, seelische Zwischenwelten spiegelt und Schemen einfängt von Wunsch, Wahn und Utopie.
So wie die Produktionen der Salzburger Festspiele in diesem Jahr durch Novalis’ Worte „Wir sind im Begriff zu erwachen, wenn wir träumen, dass wir träumen“ charakterisiert sind, nimmt die Ausstellung Bezug auf die Kunst als Traum von der Wirklichkeit, dominiert von der Macht des Unbewussten – interpretiert in den unterschiedlichsten Kunstsprachen.
Das ausklingende 19. und beginnende 20. Jahrhundert war geprägt von wissenschaftlichen Errungenschaften wie Darwins Evolutionstheorie, Freuds Traumdeutung und Einsteins Relativitätstheorie. Diese Erkenntnisse bewirkten auch eine radikale Veränderung der bildnerischen Techniken und der künstlerischen Weltsicht und schufen einen neuen visuellen Reichtum in der Wahrnehmung.
Die etwa 20 Arbeiten umfassende Ausstellung im Haus für Mozart gliedert sich in vier Bereiche: Kunst um 1900 zum Thema Schlaf und Traum, der Surrealismus mit seiner kontroversen Bildlichkeit, die flüchtige Realität der Fotografie und die Kunst nach 1945 – das Imaginäre. Es werden – unter anderen – exemplarische Werke von Joseph Beuys, Salvador Dalí, Damien Hirst, Anselm Kiefer, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Pablo Picasso, Arnulf Rainer, Man Ray, Egon Schiele und Franz West zu sehen sein.
Die Poesie der Dinge und die innere Magie der Träume sind nur spürbar, wenn wir bleiben, wie André Breton es im surrealistischen Manifest definiert hat – „Der Mensch, dieser unverbesserliche Träumer“.

Eröffnung: Donnerstag, 28. Juli 2016, 16.30 Uhr
Foyer Haus für Mozart, Hofstallgasse 1, 5020 Salzburg

Die Ausstellung in den Foyers im Haus für Mozart und im Karl-Böhm-Saal ist für Festspielbesucher ab 28. Juli bis 31. August 2016 jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und in den Pausen der Vorstellungen im Haus für Mozart sowie der Felsenreitschule zu besichtigen.

Führungen nach Vereinbarung: mail@artsalzburg.net

 
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