Art Basel 2016

08.06.16

Die 47. Ausgabe einer der wichtigsten Kunstmessen Europas findet in diesem Jahr vom 16. bis 19. Juni statt. Insgesamt 286 international renommierte Galerien aus 33 Ländern werden Arbeiten aus dem frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwartskunst auf der Art Basel präsentieren. Die unterschiedlichen Messesektoren beleuchten wie stets die jüngsten Entwicklungen in der bildenden Kunst und setzen neue Impulse und Trends in der Kunstwelt.

In Zusammenarbeit mit UBS, dem Lead Partner seit 20 Jahren, sind auch heuer wieder Galerien aus der ganzen Welt vertreten, so zum Beispiel Aussteller und Künstler aus Brasilien, China, Japan, Kanada, Mexiko, Südkorea oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Committee aus renommierten internationalen Galeristen sorgt für eine vielschichtige und hochkarätige Auswahl an teilnehmenden Galerien und Werken, die sich auf mehrere Sektoren aufteilen.
Im Hauptsektor werden insgesamt 220 Galerien zu sehen sein, die höchste Qualität an Malerei, Skulpturen, Zeichnungen, Installationen, Fotografien, Videoarbeiten und Editionen anbieten, wie die Gagosian Gallery aus New York oder die Galerie Bärbel Grässlin aus Frankfurt. Dazu zählen auch die österreichischen Händler Galerie Martin Janda, Georg Kargl Fine Arts, Galerie Krinzinger, Galerie nächst St. Stephan und Thaddaeus Ropac. Ergänzt werden die Aussteller durch sechs Neuzugänge, die in den Jahren davor im Sektor Statements oder Feature ausgestellt haben, darunter die Galerie Applicat-Prazan (Paris), Borzo (Amsterdam) und Stevenson (Kapstadt, Johannesburg).

Im Edition-Sektor werden 16 internationale Experten erwartet, die sich mit Drucken und limitierten Auflagen befassen. Brooke Alexander, Inc. (New York), Sabine Knust (München) oder Three Star Books (Paris) sind nur einige davon.

Feature-Sektor
In diesem Sektor werden ausschließlich kuratorische Projekte vorgestellt  – 2016 erweitert um acht neue Galerien. Zu den Highlights zählt unter anderem eine Neuinszenierung des Werks „Da inventare sul posto“ von Jannis Kounellis. Präsentiert von Luxembourg & Dayan (New York, London), ist die Arbeit eine Mischform aus Gemälde und Performance, worin ein Geiger einen Ausschnitt aus „La Pulcinella“ spielt und dabei von einer Ballerina vor einem abstrakten Gemälde begleitet wird. Wentrup (Berlin) präsentiert Olaf Metzels Installation „Sammelstelle“. Die Arbeit war ursprünglich als Reaktion auf die Ankunft von Flüchtlingen in Deutschland aus dem ehemaligen Jugoslawien im Jahr 1992 gedacht und ist angesichts der derzeitigen Migrationskrise in Europa brisanter denn je.

Art Basel Statements
Die Solopräsentationen im Bereich Statements bieten Sammlern und Besuchern die Gelegenheit, neue Künstler und Galerien zu entdecken. Die Laura Bartlett Gallery (London) stellt hier eine Installation von Sol Caleros vor, die ein lateinamerikanisches nachgebildetes „Bureau de Change“ präsentiert, um damit die Fragilität der Geldzirkulation und die gegenwärtige Situation in Venezuela zu thematisieren. Auch die skulpturalen Installationen von Lionel Maunz bei Bureau (New York) oder eine Auswahl an Mixed-Media-Arbeiten von Massinissa Selmani in der Selma Feriani Gallery (Sidi Bou Saïd), die das kontinuierliche Erforschen und Abbilden von Bewegung, inspiriert von populären Bildern und Ereignissen, darstellt, werden den Sektor bereichern. An zwei der ausgestellten Künstler wird im Anschluss der Baloise Kunst-Preis verliehen, außerdem erhalten sie Soloausstellungen im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und dem Mudam Luxembourg.

Unlimited
Der Sektor Unlimited – eine einzigartige Plattform für Projekte – wird im vierten Jahr in Folge von Gianni Jetzer kuratiert. Der in New York lebende Jetzer leitete unter anderem das Migros Museum in Zürich, die Kunst Halle in St. Gallen und bis 2013 mit dem Swiss Institute einen der Key-Non-Profit-Ausstellungsräume in New York und wurde als „Curator in Large“ an das Hirshhorn Museum in Washington, D.C. geholt. Mit der Überdimensionalität der Showcases hat er kein Problem: „Ich liebe es, Ausstellungen zu entwickeln, die es den Besuchern erlauben, Zeit mit Kunst zu verbringen und zu vergessen, wo sie sind. Das ist vielleicht der richtige Begriff für Unlimited.“

Rund um die Messe geht das Programm aber noch weiter: etwa im Parcours, einer von Art Basel Galleries gezeigte Präsentation ortsspezifischer Skulpturen, Interventionen und Performances von etablierten internationalen Künstlern und jungen Talenten; durch das im Stadtkino Basel gezeigte Film-Programm; die Design Miami Basel oder die zahlreichen Ausstellungen im Museumsbereich. Ganz abgesehen von den Sonderausstellungen in den verschiedenen Museen in Basel und dem neueröffneten Anbau des Basler Kunstmuseums.