ART & ANTIQUE Residenzhof Salzburg 2016

25.07.16

 Die ART&ANTIQUE im stimmungsvollen Residenzhof öffnet heuer zum zweiten Mal, von 13. bis 21. August 2016, Ihre Türen. Mit dabei sind die Händler des vergangenen Jahres sowie einige hervorragende Neuzugänge im erweiterten Zelt. Dabei handelt es sich um eine Selektion der besten Stammaussteller der traditionsreichen österlichen ART&ANTIQUE in der Residenz. 

Natur und Atmosphäre österreichischer Klassiker
Einstand für zwei der bekanntesten Wiener Gemälde-Spezialisten im ART&ANTIQUE-Zelt im Residenzhof: Kunsthandel Giese & Schweiger und Kovacek Spiegelgasse. Zur Premiere reicht man bei Giese & Schweiger einen herrlichen Blumenstrauß aus dem Biedermeier. Der auf Blumen und Stillleben spezialisierte Franz Xaver Petter hat dieses „Rosenstück“ 1857 in Öl auf Leinwand gemalt. Bei Rudolf Junk blüht es dann 1906 bereits in der freien Natur. Der österreichische Maler und Grafiker, der auch zahlreiche Banknoten für die Staatsdruckerei entworfen hat, führt auf seinem Ölbild auf eine zauberhaft atmosphärische „Blumenwiese“.

Herrlich stimmig gelang es auch Felix Heuberger (1888 Wien – 1968 Hall/Tirol), übrigens der Sohn des „Opernball“-Komponisten Richard Heuberger, auf seinem Ölbild die hinter den Salzburger Bergen stehende Sonne einzufangen und den Umriss der Festung Hohensalzburg im Gegenlicht zu bannen. Kovacek Spiegelgasse zeigt dieses Werk unter anderem neben dem stolz und erhaben im gleißenden Sonnenlicht thronenden „Berghof“ von Alfons Walde. Das prachtvolle Ölgemälde stammt aus einer österreichischen Privatsammlung und wurde 1934 gemalt.

Exquisite Teilnehmer aus München
Gérard Schneider
sorgt mit seiner Galerie Française aus München für internationale Meisterwerke der Klassischen Moderne. Hier lächelt einem der Kopf eines Fauns entgegen, von Pablo Picasso als farbenfrohes Ölpastell in den 1960er Jahren auf Papier gebracht. Ein besonderes Blatt, das neben einem Schwerpunkt für den russischen Künstlers Serge Poliakoff (1900-1969) zu sehen sein wird. Poliakoff ist ein Künstler, dem seit Jahrzehnten die große Leidenschaft von Gérard Schneider gilt.

Leiden- und Kennerschaft gehen auch bei Stefan Brenske, ebenfalls aus München, in allerschönste Deckung. Mit Brenske ist der große Ikonen-Spezialist erneut im ART&ANTIQUE-Zelt zu Gast. In seinem Gepäck findet sich etwa die italo-kretische Darstellung von „Christus im Tempel“ aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts oder ein ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammendes Exemplar der russischen Schule, welches  „Christus, das grimmige Auge“ zeigt.

Die Zeit schlägt bunt!
Die junge Salzburger Galerie 2c for Art sorgt für einen knallbunten, herzhaft poppigen Akzent mit zeitgenössischer Kunst. Dabei darf natürlich Großmeister Andy Warhol nicht fehlen. Diesmal mit einer seiner Suppendosen. Das ausgestellte Exemplar stammt aus der Serie „Campbell’s Soup II“ von 1969. Dem zur Seite hängt mit Heiner Meyers „Resort und Spa“, Öl auf Leinwand, 2015, eine rezente Position deutscher Pop-Art.

Die Zeit umfassender im Blick hat man vielfältig bei Lilly’s Contemporary Art Exclusive Antiques, wo antike Uhrenkunstwerke auf spannungsreich Ausgesuchtes von Barock bis zur Gegenwart trifft. Diesmal stellt sich ein mit 200 mal 100 Zentimeter großformatiger „Weiblicher Akt“ (1972/73) des im letzten Jahr verstorbenen Franz Grabmayr einem „Laterndluhr-Regulator“ von F.X. Schmid aus Hietzing von 1886 gegenüber.

Schmuckvolles für die Dame und den Herrn
Der Salzburger Traditionshändler Pintar Schmuck und Silber des 20. Jahrhunderts glänzt erstmals mit Vintage-Schmuck und stylishen Silberobjekten im Residenzhof. Hier leuchtet ein Saphir himmlisch blau aus einem Art Déco Kleiderclip (um 1925), umrahmt von in Platin gefassten Brillanten und Diamanten. Glück verspricht schließlich eine Brosche in Form eines Kleeblatts, die um 1920 in Frankreich aus Gold, Platin, Smaragden, Brillanten und Diamanten geschaffen wurde.

Dieser Zierde für Damen setzt Kunsthandel Kolhammer Passendes für den Mann von Welt entgegen. Die gefragten Spezialisten für das Kunsthandwerk aus Wien um 1900 geben sich heuer zum ersten Mal die Ehre und glänzen mit Herrenschmuck der Wiener Werkstätte. Kein Geringerer als Josef Hoffmann hat die Preziosen, Manschettenknöpfe, eine Tabatiere und eine Brosche um 1910 entworfen. Hoffmanns meisterhafte Zurückhaltung kontrastiert dabei mit einer in Rot und Goldtönen das Auge verführenden Vase. Sie wurde von Franz Hofstötter für die Pariser Weltausstellung 1900 entworfen und von Johann Lötz-Witwe Klostermühle ausgeführt.

Spannende Außenseiter, großer Klassiker
Kunsthandel Freller
sorgt vor allem mit Exponaten von Großen des österreichischen 20. Jahrhunderts, wie etwa Alfons Walde („Frühling in Tirol“ von 1932) und Carl Moll („Allee zum Schloss Freundtal“), erneut für Highlights im Bereich Gemälde. Ein besonders spannendes und ungewöhnliches Werk präsentiert er mit dem Triptychon „Entdeckung der Neuen Welt“ von Herbert von Reyl Hanisch (Wien 1898 – 1937 Bregenz), ein faszinierendes wie rätselhaftes Meisterwerk des zwischen neuer Sachlichkeit und Neuer Romantik sehr eigenständig wirkenden Künstlers.

Mit dem Ölgemälde „Straße mit Schlachterwagen“, das Albert Birkle (Berlin 1900 – 1986 Salzburg) 1922 gemalt hat, findet sich eine außergewöhnliche und besonders spannende Künstlerpersönlichkeit auch im Programm von Schütz Fine Art. Man ergänzt mit einem „Dramatischen Kopf“, Bronze patiniert, 35 x 25cm, 1953, des Vorarlberger Bildhauers Walter Salzmann. Mit seinem Chinese Department lädt Schütz Fine Art schließlich zu einer aufregende Entdeckungsreise in das Feld der zeitgenössischen chinesischen Kunst ein. 

Ort: 
Autor: