Come and Go

23.09.14

Gabriela Gantenbein für das Bundeskanzleramt Österreichs (Hg.)

Passagen Verlag, Wien 2014

Deutsch/Englisch

Softcover, 160 Seiten

ISBN 978-3-7092-0113-8

15 künstlerische Positionen im Spannungsfeld zwischen globaler Mobilität und der Frage einer nationalen Identität

Unter dem Titel „Die Schweiz ist offen. Für internationale Kunst“ öffnete die Schweizer Botschaft in Österreich im Juni 2013 ihre Türen und präsentierte gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt Österreich die von Gabriela Gantenbein kuratierte Ausstellung „come and go“, flankiert von zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „Nationale und kulturelle Identität“ und „Nationale Kulturförderung und internationale Kunst“. 15 internationale Künstler setzten sich mit dem Verlassen des gewohnten Umfelds und dem Verbleiben auf Zeit auseinander. In der globalisierten Gesellschaft mittlerweile zur gängigen Praxis geworden, sind diese Herausforderungen an Mobilität und Flexibilität schon seit Jahrhunderten Teil der beruflichen Realität von Diplomaten und Künstlern. Nun liegt der Katalog zu diesem interessanten Projekt vor, das als Fallbeispiel für die Aktivitäten und die Aufgaben der Sichtbarmachung und Förderung des Kulturaustausches in Botschaften und Kulturforen gelten kann. Josef Ostermayer nennt in seinem Vorwort als Ziele der Auslandskulturpolitik in erster Linie die Förderung und Unterstützung der Künstler und des künstlerischen Austausches. Ebenso vielfältig wie die Ausstellung ist der Katalog, der den Dialog zwischen schweizer und internationalen, wie österreichischen Künstlern zeigt. Dieser gilt zum Teil auch in österreichischen Kulturforen, allen voran in New York. Eine ebenso repräsentative wie diskursive Publikation zu den österreichischen Kulturforen bleibt allerdings ein Desiderat. Über die Abbildung der künstlerischen Arbeiten hinaus dokumentiert das auch grafisch ansprechend gestaltete Buch die Podiumsdiskussionen, die von Gabriela Gantenbein mit den Fragen einer Neuorientierung der internationalen Kunst- und Kulturförderung im Rahmen der Ausstellung initiiert wurden. Moderiert von dem Schweizer Autor und Journalisten Charles E. Ritterbrand stellten diese die Frage nach einer nationalen und kulturellen Identität. Der heutige Künstler ist übernational und globalisiert, dennoch so Ritterbrands Einstieg in die Diskussion: „wo auch immer er lebt, schwingt die Frage nach seiner Identität in irgendeiner Form mit“.

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