ZÜRCHER MUSEEN – Unsere Ausstellungsvorschau

11.10.16

Zürich präsentiert im Herbst eine große Vielfalt an interessanten Ausstellungen. Wir haben für Sie die Highlights zusammengefasst.

JOHANN JACOBS MUSEUM
MUTUAL AID - Die Schweiz. Die Uhr. Die Anarchie. Zheng Mahler

In welcher Beziehung steht der Schweizer Uhrenhersteller Tag Heuer zur Anarchie? Und was verbindet das im Hochjura gelegene La Chaux-de-Fonds mit Jingdezhen, der „Hauptstadt des Porzellans“ in der chinesischen Provinz Jiangxi. Mutual Aid (Gegenseitige Hilfe) lautet die zweite Ausstellung des Künstlerduos Zheng Mahler (Hongkong) im Johann Jacobs Museum Zürich. Wie bei „A Season In Shell“ (2014), ihrer ersten Ausstellung, folgen sie einer ebenso spekulativen wie empirisch untermauerten Recherche in die Mysterien des globalen Handels zwischen Europa, China und Afrika.

Ausstellungsdauer: bis 30. Oktober 2016

Johann Jacobs Museum, Seefeldquai 17, 8034 Zürich
www.johannjacobs.com

KUNSTHALLE ZÜRICH
Phyllida Barlow: Demo

Die britische Künstlerin Phyllida Barlow hat eine eigenartige und einzigartige Karriere hinter sich. 1944 in Newcastle upon Tyne geboren, stellte sie 1965 erstmals im damals angesagten ICA in London. Von einem breiteren Publikum wahrgenommen, gesammelt und geschätzt, wird ihre Arbeit aber erst seit etwas mehr als zehn Jahren. Dazwischen liegen fünf Jahrzehnte, aus denen sich nur wenige Werke erhalten haben. So haben wir es mit einer Künstlerin zu tun, die heute zwar von vielen als bedeutend betrachtet wird, deren Werk aber zu einem großen Teil für immer verloren bleibt. 

Ausstellungsdauer: 29. Oktober 2016 bis 19. Februar 2017
Eröffnung am Freitag, 28. Oktober 2016, mit einer Einführung der Künstlerin

Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
www.kunsthallezurich.ch

KUNSTHAUS ZÜRICH
Hans Jakob Oeri – Ein Schweizer Künstler in Paris, Moskau, Zürich

Das Kunsthaus Zürich zeigt mit „Hans Jakob Oeri – Ein Schweizer Künstler in Paris, Moskau, Zürich“die erste Ausstellung dieses lange Zeit unterschätzten und vergessenen Malers und Zeichners. Zu seinen Lebzeiten (1782 –1868) jedoch genoss Hans Jakob Oeris Schaffen nicht nur in seiner Heimatstadt Zürich (er war ab 1807 ein aktives Mitglied der Zürcher Künstlergesellschaft), sondern auch in Frankreich, Deutschland und Russland Ansehen und Wertschätzung. Seine Werke waren bei Sammlern begehrt und zählen noch heute zu den qualitätsvollsten und innovativsten der Schweizer Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Ausstellungsdauer: bis 23. Oktober 2016

Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, 8001 Zürich
www.kunsthaus.ch

MIGROS MUSEUM FÜR GEGENWARTSKUNST
20 – An Exhibition in Three Acts

Das Migros Museum für Gegenwartskunst feiert sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass richtet es den Blick für einmal auf sich selbst – und dies sowohl mit einem Ausblick in die Zukunft als auch einem Rückblick in die Vergangenheit. Ermöglicht werden soll ebenso eine vielschichtige Auseinandersetzung mit der Institutionshistorie und Sammlungsgeschichte wie auch mit der kuratorischen Programmatik des Hauses. Der Ausstellungsteil Museum Revisited – 1996–2016 im Untergeschoss widmet sich dem musealen Alltag und bietet ungewohnte Einblicke hinter die Kulissen. Dabei spielt die Kunstvermittlung eine prominente Rolle. Zudem wird das 20-jährige Schaffen des Museums anhand der erschienenen Publikationen, Plakate, Foto- und Videodokumentationen sowie des Archivmaterials nachgezeichnet. Parallel dazu zeigt ein zweiteiliger Ausstellungszyklus im Obergeschoss Werke aus der Sammlung: zum einen performative und prozessorientierte Werke aus den Jahren 1960 bis 1982 – zum anderen eine über 300 Quadratmeter große Skulptur von Karla Black (*1972 in Alexandria, Schottland, lebt und arbeitet in Glasgow). Verbunden werden diese beiden Ausstellungsteile durch ein Zwischenspiel mit einer Arbeit von Eva Koťátková (*1982 in Prag, lebt und arbeitet in Prag).

Ausstellungsdauer: 15. Oktober 2016 bis 05. Februar 2017
Vernissage: Freitag, 14.10.2016, 18 bis 21 Uhr mit anschließender Party

Migros Museum für Gegenwartskunst, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich
www.migrosmuseum.ch

MUSÉE VISIONNAIRE
GO WEST! ART BRUT WESTSCHWEIZ

“Go West! Art Brut Westschweiz“ ist die sechste große Ausstellung im Musée Visionnaire und zeigt Werke von sechs zeitgenössischen Westschweizer Kunstschaffenden. Die Künstlerinnen und Künstler Rosalina ALEIXO (FR), Isabelle GAY (VD), Heinz LAUENER (BE), Sabrina RENLUND (GE), Pascal VONLANTHEN (FR) und Clemens WILD (BE) sind seit mehreren Jahren künstlerisch tätig und machen mit ihren poetischen, ausdrucksstarken Werken von sich reden. Für alle ist es die erste Ausstellung in Zürich und damit eine Premiere der besonderen Art.

Ausstellungsdauer: bis 23. Oktober 2016

Musée Visionnaire, Predigerplatz 10, 8001 Zürich
www.museevisionnaire.ch

MUSEUM HAUS KONSTRUKTIV
Christian Herdeg - Lyrical Minimalism

Christian Herdeg (*1942 in Zürich, lebt und arbeitet ebenda) befasst sich seit über vierzig Jahren mit dem Medium Kunstlicht. Als einer der ersten Schweizer Künstler, der Leuchtstoffröhren einsetzte, wird er heute zu den Pionieren der Lichtkunst gezählt. Im Zentrum seines Schaffens steht die künstlerische Auseinandersetzung mit physikalischen und optischen Eigenschaften von Licht und dessen auratischer Präsenz. Herdegs sublime Neonlichtskulpturen haben im Laufe der Jahre eine zunehmende Tendenz zur Reduktion und deutliche Verbindungen zur Minimal Art erkennen lassen. In Anlehnung daran kreiert Herdeg Farblichtfelder in verschiedenen Variationen, mit denen er die räumliche Dimension von Licht und Farbe in Szene setzt und zu einer Synthese von Lumineszenz und Körperlichkeit gelangt.
Die retrospektiv angelegte Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entsteht, präsentiert wichtige Stationen seines Schaffens von 1970 bis heute.

Ausstellungsdauer: 27. Oktober 2016 bis 15. Jänner 2017

Museum Haus Konstruktiv, Selnaustrasse 25, 8001 Zürich
www.hauskonstruktiv.ch

MUSEUM RIETBERG ZÜRICH
Itō Shinsui - Nostalgie in der Moderne

Itō Shinsui (1898-1972) zählt zu den bekanntesten Künstlern der japanischen Grafik des 20. Jahrhunderts. Seine Drucke von in traditionellem Kimono gekleideten Frauen und malerischen Landschaften erscheinen exotisch und zugleich doch vertraut. Die Motive erwecken die Sehnsucht nach einer fernen, von der Industrialisierung noch unberührten Welt. Ihre starke grafische Wirkung und ihr hoher realistischer Ausdruck zeugen aber von einer Auseinandersetzung mit der modernen, vom Westen importierten Kunst. 

Ausstellungsdauer: bis 08. Jänner 2017

Museum Rietberg Zürich, Gablerstrasse 15, 8002 Zürich
www.rietberg.ch
 

 

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