viennacontemporary Zone1

29.08.17
Marlies Wirth © Anastasia Ekhlakova

Die ZONE1 hat sich als bewährtes Format für die Präsentation junger Künstler und Künstlerinnen etabliert und bietet auch dieses Jahr eine Reihe innovativer Projekte. Die Auswahl der Künstler erfolgte 2017 durch Marlies Wirth, Kuratorin am MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst in Wien. Sie gibt anhand von zehn Positionen einen Einblick in die Bandbreite junger zeitgenössischer Kunstproduktion in und aus Österreich.

„Ich persönlich finde Formate wie die ZONE1, wo man Einzel­positionen im Rahmen einer Messe zeigen kann, sehr wichtig. Es ist eine Plattform sowohl für Sammler wie auch Kuratoren, um Positionen zu entdecken“, so Marlies Wirth im Gespräch mit Silvie Aigner. „Wichtig war mir bei der Auswahl, eine gute Mischung aus allen Medien zu zeigen – von der Fotografie über die erweiterte Malerei und Skulptur bis zu Installation, Video und Performance – und auch ganz junge Positionen einzubeziehen, wie etwa Flora Hauser, die erst in den 1990er-Jahren geboren wurde.“ Die Auswahl umfasst dabei auch internationale Galerien, welche Künstler vertreten, die aus Österreich sind oder in Österreich studiert haben. Neu ist der Sektor Performance mit Christian Falsnaes, durch dessen Präsentation „auch eine sozialpolitische Ebene einbezogen wird. Ebenso soll das Publikum partizipativ teilnehmen, was auf Messen doch eher ungewöhnlich ist“, erklärt Wirth weiter.

In der Auswahl finden sich Künstler, die in ihren Arbeiten verschiedene Themen behandeln, wie Peter Jellitsch, der sich mit digitalen Datenströmen befasst, oder Kay Walkowiak, der eine neue Installation für die Messe entwickelt und sich an ein für ihn ungewöhnliches Medium, Malerei, heranwagt. Ebenso zu sehen sind Positionen wie Sarah Pichlkostner, die in ihren Objekten und Installationen einen erweiterten und sehr konzeptuellen Skulpturenbegriff aufmacht. Sie wurde erst jüngst von der Galerie Hubert Winter ins Programm aufgenommen und hat dort eine sehenswerte Einzelausstellung gezeigt. Natürlich ist die ZONE1 auch eine gute Plattform, um neue Galerien vorzustellen wie Zeller van Almsick, die erst vor Kurzem eröffnet haben, oder Robby Greif mit KOENIG 2 als Zweigstelle der Christine König Galerie.

„Ich finde es auch wichtig, dass die ZONE1 vom Bundeskanzleramt gefördert wird, um die Möglichkeit zu haben, auch in Zukunft immer mehr jüngere Galerien in die Messe aufzunehmen“, so die Kuratorin. „Andererseits sind auch etablierte Galerien vertreten, die junge Künstler zeigen, wie die Galerie Meyer Kainer mit Flora Hauser oder Krobath mit Theresa Eipeldauer. In jeder Hinsicht ist die ZONE1 eine sehr subjektive Mischung. Doch sie bietet die Möglichkeit, sich anhand von mehreren Arbeiten in das Werk zu vertiefen und einen dichteren Einblick in das künstlerische Schaffen zu erhalten. Ich halte dies für einen sehr wichtigen Aspekt in der Auseinandersetzung mit emerging artists und für die Galerien ist es eine tolle Plattform, um ihre jungen Positionen vorzustellen.“

ZONE1 – 2017

viennacontemporary 2017
21. bis 24. September 2017

Peter Jellitsch | Galerie Clemens Gunzer
Maria Anwander & Ruben Aubrecht
Galerie Lisi Hämmerle
Thilo Jenssen | KOENIG 2 by_robbygreif
Theresa Eipeldauer | Krobath
Flora Hauser | Galerie Meyer Kainer
Christian Falsnaes | PSM
Florian Schmidt | Philipp von Rosen Galerie
Samuel Schaab | unttld contemporary
Sarah Pichlkostner | Galerie Hubert Winter
Kay Walkowiak | Zeller van Almsick

www.viennacontemporary.at

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