viennaARTaward – die PreisträgerInnen

28.10.15

Seit dem Jahr 2002 vergibt das Landesgremium Wien des Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels den viennaARTaward – vormals OscART – als Auszeichnung für besondere Leistungen an GaleristInnen, KunsthändlerInnen, MuseumsdirektorInnen, KunstsammlerInnen, KunstjournalistInnen und KunsthistorikerInnen. Der viennaARTaward wurde 2015 von Peter Weibel gestaltet und wie jedes Jahr als Edition aufgelegt in einer Auflage von 12 Stück von der online Kunstzeitung artmagazine.cc in Kooperation mit Atelier Contemporary Graz produziert. Die Edition ist ab dem 28. Oktober 2015 zum Preis von 1.200,00 Euro zu erwerben.

Die PreisträgerInnen 2015 
KR HEINZ JOSEF ANGERLEHNER in der Kategorie „Lebenswerk als Sammler“ +++ PATRICK KOVACS in der Kategorie „Klassischer Kunsthändler“ +++ MIRYAM CHARIM in der Kategorie „Zeitgenössische Kunsthändlerin“ +++ JOHANNES FABER „Sonderpreis Fotografie“ +++ DR. SABINE HAAG in der Kategorie „Museumswesen“. Sie wurden gestern im  Rahmen der Preisverleihung im Novomatic Forum für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit dem viennaARTaward 2015 gewürdigt.

„Im September 2013 eröffnete Heinz Josef Angerlehner in Thalheim bei Wels sein privat geführtes, öffentlich zugängliches Kunstmuseum. Damit lässt er nicht nur die Öffentlichkeit an seiner Leidenschaft für die Kunst teilhaben, sondern setzt nachhaltig Impulse für Thalheim, Wels und die gesamte Region.“ Mit diesen Worten würdigte Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich das außerordentliche Engagement von Kommerzialrat Heinz Josef Angerlehner für die Wirtschaft und die österreichische Kunst. 
www.museum-angerlehner.at

Miryam Charim gelang es, ihre Künstler und Künstlerinnen in strategisch wichtigen Ausstellungen zu platzieren. Dies ist für sie wichtiger, als Verkaufen und Sammler zu betreuen. Sie vermittelt Inhalte und hat nicht nur kommerzielle Erfolge im Auge. Diese Eigenschaften zeichnen diese außergewöhnliche Frau in der internationalen Kunstszene aus, so die Laudatio von Dr. Brigitte Huck, freie Kuratorin und Kunstkritikerin für Miryam Charim, die in der Katagorie „Zeitgenössische Kunsthändlerin“ ausgezeichnet wurde. www.charimgalerie.at

"Der Weg des jungen Patrick Kovacs begann auf 16 m² in der Schönbrunnerstraße, wo er nur „Alterthümer“ – bei denen es sich in Wirklichkeit um Jugendstil handelte – verkaufen durfte, führte über den Lobkowitzplatz, dann in die Rechte Wienzeile, nun auch "Kunsthandel", und wieder zurück auf den Lobkowitzplatz. Es ist dies ein hervorragendes Beispiel für eine höchst erfolgreiche Karriere, welche auf innovativem Engagement und vor allem auf Seriosität beruhte und beruht", lobte MR Dr. Peter Parenzan, ehem. wissenschaftlicher Leiter, Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien die Erfolge und Verdienste von Patrick Kovacs um die Branche. www.patrick-kovacs.at

Johannes Fabers große Verdienste für das künstlerische Medium der Fotografie gründen abgesehen von seiner beeindruckenden Fachkenntnis vor allem auf seinem entschiedenen Willen sich für die Anerkennung der Fotografie als ein der bildenden Kunst ebenbürtiges Medium einzusetzen. Nur wenige international tätige Kunsthändler verfügen über eine dermaßen achtbare Reputation. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist er der konsequenteste Botschafter der Fotografie der klassischen Moderne für Österreich. Mit der Verleihung des viennaARTaward wird ein Zeichen gesetzt, dass Johannes Fabers unermüdlicher und unbeirrbarer Weg nun auch in Österreich allmählich zu (s)einem Ziel führt.“ Mit diesen Worten übergab Mag. Dr. Alfred Weidinger, Vizedirektor Österreichische Galerie Belvedere, Mag. Michaela Hüttner den „Sonderpreis für Fotografie“, die diesen stellvertretend für ihren Ehemann Johannes Faber entgegennahm. www.jmcfaber.at

Norbert Kettner, Direktor Wien Tourismus, ehrte Dr. Sabine Haag, Direktorin Kunsthistorisches Museum Wien mit den Worten: „Sabine Haag hat mit kühlem Kopf, ruhiger Hand, aber viel Leidenschaft für die Kunst das KHM in die globale Top-Liga geführt, in die es gehört. Das KHM präsentiert sich der Welt heute als eine Institution, die es versteht, das eigene künstlerische Erbe mit Sachverstand und Gefühl in die Gegenwart und Zukunft zu übersetzen. Dafür gebührt ihr und ihrem Team großer Dank“.  www.khm.at

Biographien der PreisträgerInnen

Kommerzialrat Heinz Josef Angerlehner – Kategorie „Lebenswerk als Sammler“ 
Heinz Josef Angerlehner wurde 1943 in Wels geboren. Der Gründer der FMT Gruppe, einem global agierenden Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Industriemontage und des Industrieservice, sammelt seit mehr als 35 Jahren zeitgenössische Kunst. Der Schwerpunkt seiner Sammlung liegt auf Malerei ab 1950 ergänzt durch Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen zeitgenössischer, überwiegend österreichischer Künstler. In der umfangreichen Kollektion finden sich Werke u.a. von Siegfried Anzinger, Christian Ludwig Attersee, Herbert Brandl, Gunther Damisch, Wolfgang Hollegha, Constantin Luser, Franziska Maderthaner, Jürgen Messensee, Markus Prachensky, Alois Riedl, Hubert Scheibl, Wolfgang Stifter, Othmar Zechyr oder Otto Zitko. Um die Öffentlichkeit an seiner Leidenschaft für die Kunst teilhaben lassen zu können, ließ der pensionierte Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzende im Areal der ehemaligen Konzernzentrale der FMT Industrieholding in Thalheim bei Wels ein privat geführtes, öffentlich zugängliches Kunstmuseum errichten. Der Entwurf zum Umbau der ehemaligen Werk- und Montagehallen stammt vom oberösterreichischen Büro Wolf Architektur, das als Sieger aus einem Wettbewerb mit 16 geladenen internationalen Teilnehmern hervorging. Eröffnet wurde das Museum Angerlehner im September 2013 mit einer Ausstellung zur Geschichte österreichischer Malerei ab 1950. „Dass ich meine umfangreiche Sammlung der Allgemeinheit zugänglich gemacht habe, ist Teil meines bürgerschaftlichen Engagements für Wirtschaft, Kunst und Kultur und meiner Verantwortung als Unternehmer. Außerdem möchte ich die Bereicherung, die das Erlebnis Kunst bietet, mit anderen teilen. Wichtig ist mir besonders, dass diese Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst in meiner Heimatregion stattfindet. Ich fühle mich sehr mit diesem Ort verbunden. Durch das Museum erhoffe ich mir nachhaltige Impulse für Thalheim, Wels und die gesamte Region“, beschreibt Heinz Josef Angerlehner die Beweggründe für sein Museumsprojekt. Errichtet wurde das Museum ausschließlich aus privaten Mitteln. Der Betrieb des Ausstellungshauses wird derzeit von Heinz Josef Angerlehner und seiner Privatstiftung finanziert. Das Museum Angerlehner verfügt über eine Ausstellungsfläche von mehr als 2000 Quadratmetern. Dort finden laufend wechselnde Ausstellungen statt, u.a. die Erstpräsentation der Sammlung Angerlehner (2013), Josef Bauer (2013), In Memoriam Karl Mostböck (2013), Aris Kalaizis: Wunderbar (2014), Figuration zwischen Traum und Wirklichkeit (2014) oder Line Up: Michael Kienzer / Constantin Luser / Otto Zitko (2014/15). Im Oktober und November 2015 eröffnet das Museum Angerlehner zwei Einzelpräsentationen mit den KünstlerInnen Irene Andessner und Bernd Zimmer. Im Rahmen seiner Ausstellungstätigkeiten hat Heinz Josef Angerlehner zahlreiche Publikationen herausgegeben: Museum Angerlehner. Eine Privatsammlung wird öffentlich(2013), Robert F. Hammerstiel: All for Your Delight (2014), Gottfried Ecker. Arbeiten 2011-2013 (2014), Messensee. Jenseits der Gegensätze (2014), Alois Riedl (2015) anlässlich seines 80. Geburtstages, Wiedergeburt der Unsterblichkeit. Zeitgenössische Kunst aus China (2015), Bernd Zimmer. Alles fließt (2015). Für sein Museumsprojekt erhielt Heinz J. Angerlehner bereits zahlreiche Auszeichnungen, wie z.B. 2013 die Goldene Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich, die „CSR-Corona in Bronze“ 2013, den Preis für gesellschaftliche und kulturelle Verantwortung von der Industriellenvereinigung Oberösterreich, den „Maecenas“ Preis 2013 der „Initiative Wirtschaft für Kunst“, eine Nominierung in der  Kategorie "KulturInvestor des Jahres" bei den Berliner Kulturmarken-Awards 2013, eine eigene Sonderbriefmarke für das Museum Angerlehner von der Österreichischen Post AG in der Serie „Moderne Architektur“ 2014, der Kulturpreis des Landes Oberösterreich für das „Bauwerk des Jahres 2014“ und eine Nominierung für den „Bauherrenpreis 2014“ von der Kammer der ZiviltechnikerInnen Österreichs. www.museum-angerlehner.at

Patrick Kovacs – für besondere Leistungen in der Kategorie „Klassischer Kunsthändler“ 
Patrick Kovacs (geb. 1953 in Paris) ist seit 1976 als selbstständiger Kaufmann auf dem Gebiet Kunsthandwerk und angewandte Kunst in Wien tätig. 1989 beauftragt er den Architekten Carl Pruscha mit der Errichtung eines Ausstellungsraumes am Lobkowitzplatz in der Wiener Innenstadt. 1991 wird ein zweiter Standort an der Rechten Wienzeile bezogen. Seit 2014 sind die Aktivitäten wieder auf den Standort Lobkowitzplatz konzentriert und Kovacs setzte neue Schritte in Bezug auf Präsentation auf Internetplattformen. Spezialisiert ist die Galerie, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, auf das 19. und 20. Jahrhundert. Das Angebot umfasst neben Wiener Jugendstil, Biedermeier, Wiener Ringstraße und Art Deco auch die Zwischenkriegszeit und die Neuanfänge des Austrian Design in den 1950er-Jahren. Im Portfolio des Kunsthändlers finden sich Objekte von KünstlerInnen und DesignerInnen wie u.a. Carl Auböck II., Josef Frank, Julius Jirasek, J.T Kalmar, Theophil Hansen, Roland Rainer, Sonett oder Vally Wieselthier. Ein besonderer Schwerpunkt ist der Wiener Moderne um die Sezession und der Wiener Werkstätte mit so bedeutenden Künstlern wie Otto Wagner, Josef Hoffmann oder Adolf Loos gewidmet. Ein weiteres Anliegen Patrick Kovacs’ ist die Positionierung zeitgenössischer Unternehmen. So verfügt der Kunsthändler über Objekte mit entsprechenden Dokumenten zu bedeutenden Wiener Firmen wie Max Welz oder Werkstätte Hagenauer ebenso wie zu dem Bugholzunternehmen Gebrüder Thonet und J. &. J. Kohn. Von Beginn an legte der Kunsthändler größten Wert auf die Internationalisierung seines Unternehmens und besucht als Aussteller Messen in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. 1993 wird Patrick Kovacs zum gerichtlich beeideten und zertifizierten Kunstsachverständigen bestellt. Der Kunsthändler entwickelte zudem die Certificate Card, einen Begleitpass für Antiquitäten und Kunstgegenstände. Dieser garantiert, dass Objekte, die damit ausgestattet sind, in ihrer Authentizität überprüft und mit gesicherten Verfahren untersucht worden sind. Damit geht die C-Card weit über die Garantieleistung im Sinne einer Gewährleistung im Kunsthandel und Auktionswesen hinaus. www.patrick-kovacs.at

Miryam Charim – in der Kategorie „Zeitgenössische Kunsthändlerin“ 
Nach Abschluss des Studiums für Volkswirtschaft arbeitet Miryam Charim (geb. 1950 in Wien) zunächst als freie Kuratorin, Künstleragentin und Generalsekretärin des Vereins zur Aufarbeitung der Werke österreichischer bildender Künstler. Zwischen 1987 und 1990 war sie am MAK Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst für die Finanzierung der Ausstellungsprojekte verantwortlich. 1997 eröffnete Miryam Charim schließlich die Charim Galerie für zeitgenössische Kunst in der Dorotheergasse in Wien 1. 2013 folgte die Eröffnung von Charim Events im Offspace Schleifmühlgasse 1 in Wien 4.
Zu den KünstlerInnen, die Miryam Charim vertritt, zählen u.a. Erwin Bohatsch, VALIE EXPORT, FXXXXismTC, Edgar Honetschläger, Dorit Margreiter, Roberta Lima, Robert Muntean, Olga Neuwirth, Hubert Scheibl, Christoph Schlingensief, Tamuna Sirbiladze, Milica Tomic oder Ralf Ziervogel. Die Charim Galerie nimmt regelmäßig an internationalen und nationalen Kunstmessen wie u.a. abc Berlin, ARCO Madrid, Art Basel Miami Beach, Art Brussels, Art Cologne, Art International Istanbul, Artissima Turin, Hong Kong International Art Fair, Paris Photo sowie viennacontemporary (2015), Viennafair (2009-2014) und der Art Austria (2015, 2014) teil. Seit der ersten Ausgabe von curated by im Jahr 2009 hat sich die Charim Galerie für zeitgenössische Kunst auch jährlich im Rahmen des Galerienfestivals mit Ausstellungen einen Namen gemacht. 2015 war dabei u.a. die von Martin Guttmann & Brigitte Huck kuratierte Schau Days of Future Just Past zu sehen. Ebenfalls heuer an beiden Standorten der Galerie gezeigt wurde im Rahmen von Destination Wien Extended die Schau Urban Diary mit Werken von Tracey Emin, FXXXism Toshain / Ceeh, Heinz Frank, Moussa Kone, Markus Krottendorfer, Roberta Lima, Elisabeth Penker und Tamuna Sirbiladze. Davor präsentierte die Galerie zuletzt unter dem Titel Verdingte Wahrscheinlichkeit eine Show der Künstlerinnen Ingrid Wiener und Rosa Barba. Miryam Charim ist verheiratet und hat zwei Söhne. 
www.charimgalerie.at

Johannes Faber – „Sonderpreis für Fotografie“, 
Geboren 1952 in Wien, ist Johannes Faber zunächst selbst als „freischaffender Künstler-Fotograf“ tätig bevor er 1983 die gleichnamige Galerie gründet. Daneben gibt er bis 1987 Workshops und Kurse in Fotografie und arbeitet zwischen 1986 und 1996 an diversen Ausstellungen und Forschungsaufträgen über Architektur und Stadtbild in Wien mit. Seit 1997 konzentriert sich Johannes Fabers Tätigkeit ausschließlich auf den Kunsthandel mit klassischer Fotografie. Die Galerie Johannes Faber zeigt auf 120 Quadratmetern vier bis sechs Ausstellungen jährlich. Schwerpunkte der Galerie bilden österreichische und tschechische Fotografen sowie die europäische und amerikanische Moderne des 20. Jahrhunderts. Johannes Faber handelt mit Fotografien vorwiegend in Vintage Prints von Künstlern wie Ansel Adams, Erwin Blumenfeld, Henri Cartier-Bresson, Robert Mapplethorpe, Helmut Newton, Pablo Picasso oder Man Ray. Unter den heimischen FotografInnen, die im Portfolio der Galerie vorhanden sind, finden sich Irene Andessner, Elfriede Mejchar, Herbert Bayer, Ernst Haas, Rudolf Koppitz, Inge Morath oder Wolf Suschitzky. Im Frühjahr zeigte Johannes Faber eine Schau des tschechischen Fotografen Jan Saudek (Theater of Life. Photographs 1955-1995). Die Galerie ist Mitglied im Verband österreichischer Galerien Moderner Kunst sowie der AIPAD - The Association of International Photography Art Dealers. Die Galerie Johannes Faber nimmt an internationalen Kunstmessen wie u.a. AIPAD Photography Show, New York, Art Basel, Art Cologne, ARCO Madrid, TEFAF Maastricht, Paris Photo und Photo London teil. Aktuell sind unter dem Titel Light Reclaims zwischen 2011 und 2013 entstandene Arbeiten des Fotografen Charles Schwartz zu sehen. 2013 wird dem Galeristen der Berufstitel „Professor“ verliehen. www.jmcfaber.at

Dr. Sabine Haag –  für besondere Leistungen in der Kategorie „Museumswesen“ 
Geboren 1962 in Bregenz. 1989 Sponsion zur Magistra der Philosophie an der Universität Wien (Diplomarbeitsthema: Angelika Kaufmann als Porträtistin). 1995 Promotion zum Doktor der Philosophie an der Universität Wien (Dissertationsthema: Studien zur Elfenbeinplastik des 17. Jahrhunderts. Vorarbeiten für einen systematischen Katalog der Elfenbeinarbeiten des Kunsthistorischen Museums Wien).
Sabine Haag ist seit 1990 am Kunsthistorischen Museum tätig. Bis 1995 führte sie dort die Inventarisierung der Bestände der Kunstkammer, der Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer sowie der Tapisseriensammlung durch, zudem arbeitete sie wissenschaftlich an diversen Ausstellungsprojekten der Kunstkammer mit. Ab 1995 war die Vorarlbergerin Kustodin der Kunstkammer und der Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer. 2002 wird Sabine Haag zur stellvertretenden Direktorin des Kunsthistorischen Museum Wien und der Kunstkammer bestellt, 2007 zur stellvertretenden Direktorin der Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer. Seit 2009 ist die Vorarlbergerin Generaldirektorin des KHM Museumsverbandes, zu dem auch das Schloss Ambras in Innsbruck, das Theatermuseum und das Weltmuseum Wien gehören. Die Kunstmanagerin zeichnet für 750 MitarbeiterInnen und ein Budget von 38 Millionen Euro verantwortlich.
Sabine Haag kann nach sechs Jahren als Direktorin des KHM eine äußerst positive Bilanz ziehen: Ausstellungen wie Karl der Kühne (2009), Die Welt von Fabergé (2014) oder Velázquez (2014) haben sich als Publikumsmagneten erwiesen. International Aufsehen erregte auch die Neuaufstellung und Eröffnung der Kunstkammer Wien im Jahr 2013. Unter Haags Ägide wurde zudem die Schiene Modern & Contemporary eingeführt, in deren Rahmen u.a. die weltweit beachtete Lucian Freud-Ausstellung realisiert wurde. Mit Talk-Gästen wie Jeff Koons, Nan Goldin, Edmund de Waal oder Tobias Meyer hat Haag hochkarätige ExpertInnen und KünstlerInnen nach Wien gebracht. Alleine im Kunsthistorischen Museum sind seit Sabine Haags Amtsantritt die Besuche um 12 Prozent gestiegen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Paul Frey hat sie das erfolgreichste Museumsticket Österreichs eingeführt: die Jahreskarte. 2015 wurde Sabine Haag mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Sabine Haag ist verheiratet und hat drei Söhne. www.khm.at

 

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