Unsere Wachau – Highlights

20.05.16

Galerie Göttlicher
Ausstellungseröffnung Gerlinde Thuma: „Ebenen und Verläufe“
Samstag 21. Mai 2016, 18.00 Uhr

Am Samstag, 21. Mai eröffnet die Galerie Göttlicher die Einzelausstellung von Gerlinde Thuma. „Ebenen und Verläufe“ zeigt neue Arbeiten der Künstlerin, die zum Teil während

ihres letzten Aufenthaltes in Südafrika entstanden sind. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht einerseits der Raum: der Horizont als trennende Linie, die jedoch zugleich auch für den Menschen eine räumliche Orientierungshilfe bildet. „Verläufe“ im Titel bezieht sich auf jene Serien der Künstlerin, in der sie die Möglichkeiten der Cyanotypie nutzt. Eine fast vergessene monochrome Fototechnik, in der die Künstlerin unter Einfluss des Sonnenlichts mit bewusster und gezielter Manipulation poetisch, sensible Bildserien entwickelte.

Ausstellungsdauer: 25. Mai bis 25. Juni 2016

Galerie Göttlicher, Steiner Landstraße 88, 3500 Krems-Stein

Forum Frohner
Kritische Kunst für Österreich: Rot ich weiß Rot
Eröffnung Samstag: 21. Mai 2016, 11.00 Uhr

 

1979 beschäftigt sich das Buch Rot ich weiß Rot kritisch mit dem künstlerischen Klima in Österreich. Ausgangspunkt ist die These einer „politischen Windstille“, die laut FAZ dazu führt, dass es in Österreich keine Kritiker(innen) des eigenen Landes, seiner Gegenwart und seiner Geschichte gibt. Dem stellen rund 70 Autor(inn)en von Thomas Bernhard bis Helmut Qualtinger, von Ilse Aichinger bis Friederike Mayröcker und Elfriede Jelinek, von Elias Canetti bis Peter Handke und Peter Turrini eine umfassende Kritik der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenhandlung unseres Landes entgegen.

Die von Christian Bauer und Elisabeth Voggeneder kuratierte Ausstellung „Rot ich weiß Rot. Kritische Kunst für Österreich“ lotet die Relevanz des Buches für das Kunstschaffen aus. Sie spürt Deutungen der nationalen Identität nach, beschäftigt sich mit dem Nachwirken des Nationalsozialismus, zeigt alternative Lebensmodelle der Künstlerinnen und Künstler und thematisiert die kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterfragen.

Der Ausstellungsparcours vereint zahlreiche Genres, Techniken und Medien, von der Zeichnung zur Malerei, von der Skulptur zum Film, von der Karikatur zur Fahne. Werke von Jakob Alt, Ona B., Herbert Boeckl, Manfred Deix, VALIE EXPORT, Wolfgang Flatz, Adolf Frohner, Gottfried Helnwein, Elke Krystufek, Viktor Matejka, Otto Muehl, Gerhard Rühm, Erich Sokol, Oswald Tschirtner, August Walla, Susanne Wenger, Nives Widauer u. v. a. setzen sich kritisch mit der politischen, sozialen und gesellschaftlichen Realität Österreichs auseinander.

Ausstellungsdauer: 22. Mai bis 6. November 2016

Forum Frohner, Minoritenplatz 1, 3504 Krems-Stein

Kunsthalle Krems
Abstrakt Spatial
bis 19. Juni 2016

Die Ausstellung versteht sich als Agglomerat künstlerischer Positionen, die jeweils auf spezifische Weise Malerei im Raum praktizieren und einander dabei auf der Ebene der abstrakt-geometrischen Formensprache begegnen. Ihr gemeinsamer Nenner ist sowohl in einer diskursiven, den Malereibegriff zu Skulptur und Installation hin ausdehnenden Herangehensweise als auch im räumliche Parameter spiegelnden, konstruktivistischen Vokabular zu finden. In den teilweise speziell für die Ausstellung konzipierten Arbeiten ist die Malerei und mit ihr das Bild jene Referenzgröße, die (auch) in der Verwendung anderer Medien reflektiert wird.

Rauminstallationen von Ernst Caramelle
Heinrich Dunst,
Herbert Hinteregger,
Luisa Kasalicky,
Michael Kienzer,
Ingo Nussbaumer,
Helga Philipp,
Gerwald Rockenschaub,
Peter Sandbichler,
Esther Stocker,
Sofie Thorsen, Heimo Zobernig und ein Video von UTV.

Kunsthalle Krems, Franz-Zeller-Platz 3, 3500 Krems
 

Vorschau:

ELISABETH VON SAMSONOW. TRANSPLANTS
Eröffnung: 4. Juni 2016

Die in Wien und Hadres (NÖ) lebende Künstlerin Elisabeth von Samsonow untersucht seit den frühen 1990er-Jahren, vor allem auf plastische Verfahren gestützt, Körper, Materialitäten und deren apparative und affektive Eigenschaften. Skulptur, Installation und Live-Aktion bilden integrale Elemente einer breit angelegten künstlerischen Praxis, die berücksichtigt, dass Körper Intensitäten darstellen, die weit über die jeweiligen Festkörpergrenzen hinaus wirken.
Der Titel der von Felicitas Thun-Hohenstein kuratierten Ausstellung „Transplants“ verweist auf jene hybriden Zwischenräume, von denen aus die Grenzen zwischen den Körpern, der Sprache und den Beobachtern und Beobachterinnen neu vermessen und verhandelt werden.
Die umfassende Schau in der Dominikanerkirche setzt klang-skulpturale und bio-plastische Werkgruppen des „Samsonow Transplant Orchestra“ aus den letzten sechs Jahren ins Verhältnis zu einem in die Ausstellung integrierten performativen Archiv (1991–2016), welches das vielgestaltige Œuvre der Künstlerin nachzeichnet und die Möglichkeit bietet, sich dem Werkkomplex, den Elisabeth von Samsonow seit 1991 schuf, auch interaktiv anzunähern.
Eine für die Dominikanerkirche geschaffene monumentale Klang-Installation „Labor des Endo-/Exo-Korpus“ bringt eine Neujustierung plastisch-synästhetischer Wahrnehmung ins Spiel, die sich vom „informierten“ Material der Skulpturen hin zum Klang als Immaterialisierung und Expansion des Körpers spannt.
Die von Carl Pruscha entworfene Ausstellungsarchitektur realisiert mit den Skulpturen einen komplizitären Parcours Provocateur, der als architektonisches Programm das offene und transformatorische skulpturale Denken Samsonows unterstreicht.

Ausstellungsdauer: 5. Juni bis 16. Oktober 2016
Ausstellungsrundgang
So, 19. Juni 2016, 16:00 Uhr

mit Elisabeth von Samsonow und der Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein

Dominikanerkirche, Körnermarkt 14,
3500 Krems

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Fotos dieses Beitrages © bei den Institutionen 
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