Under the Weight of Light von Manfred Erjautz

14.12.15

Vom 28. November 2015 bis 2. Februar 2016 präsentiert das Belvedere den Weihnachtsinstallation „Under the Weight of Light“ von Manfred Erjautz.

Nach Werken von gelatin (2010), Fabian Seiz (2011), Eva Grubinger (2012), Constantin Luser (2013) und Verena Dengler (2014) zeigt nun Manfred Erjautz seine Weihnachts-Installation und komplementiert damit auf einzigartige Weise das Raumgefüge der hochbarocken Sala terrena im Oberen Belvedere. Die Plastik, ein Weihnachtsbaum aus Feuchtraumbalken, Leuchtstoffröhren, Elektrokabeln und Seilen bestehend, symbolisiert das Motiv des Aufwärtsstrebens. Des Weiteren nimmt die für das Weihnachtsfest charakteristische Überblendung weltlicher und religiöser Bedeutungssphären in dieser konzeptuellen Arbeit eine zentrale Rolle ein.

„Die Präsentation des Belvedere Weihnachtsbaums beim traditionellen Weihnachtsempfang ist ein besonderer Programmpunkt in der umfangreichen Ausstellungstätigkeit des Museums. Die Arbeiten, die eigens für die vom Barockarchitekten Johann Lucas von Hildebrandt für den Bauherrn Prinz Eugen von Savoyen im Jahr 1723 fertiggestellte prachtvolle Sala terrena geschaffen werden, zeigen die faszinierend vielseitige Auseinandersetzung mit einem alten Weihnachtsbrauch und lassen den Besucher stets außergewöhnliche Formfindungen und überraschende inhaltliche Bezüge entdecken", so Agnes Husslein-Arco, Direktorin des Belvedere.

Doch nicht nur in der Sala terrena ist der Künstler präsent, auch vor dem Eingang des Oberen Belvedere ist im Schlossgarten eine weitere geschaffene Arbeit von Manfred Erjautz zu sehen, die Anfang des Jahres vom Belvedere erworben wurde. Mit der Marmorskulptur „Gefangen in der Gegenwart“ verarbeitet der Künstler das Motiv des Schneemanns. Dieser steht als Symbol nicht nur für eine bestimmte Jahreszeit, sondern auch für Erinnerungen und Aspekte der Vergänglichkeit. Durch den Schaffungsprozess wurde dem Schneemann die Möglichkeit der ephemeren Existenz genommen, was ihn letztlich zu einem „Gefangenen der Gegenwart“ macht und noch bis zum 1. April 2016 zu sehen ist.

 

 

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