Turner Preis 2014

25.09.14

James Richards: "Rosebud", 2013. HD Video, 13 minutes, Courtesy the Artist, Cabinet, London and Rodeo, Istanbul

 

Der Turner Preis, benannt nach dem britischen Landschaftsmaler William Turner ist einer der bekanntesten britischen Kunstpreise für Gegenwartskunst. Gegründet 1984 mit dem Ziel neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst auszuzeichnen, feiert der Preis dieses Jahr sein 30. Jubiläum. Etabliert wurde er von den „Patrons of New Art“ der Tate Gallery und nach J.M.W Turner (1777–1851) benannt, da der anerkannte Landschaftsmaler zu seiner Zeit ebenfalls einen Preis für junge Künstler ausloben wollte. Er schien darüber hinaus auch deshalb als Namenspatron passend, da sein Spätwerk, ähnlich wie die oft die zeitgenössische Kunst sich einen kritischen Diskurs stellen musste und längst nicht mehr so anerkannt war wie sein vor 1835 entstandenes Werk.

In im Laufe der Jahre wurden namhafte Künstler wie Gilbert & George, Richard Deacon, Tony Cragg, Richard Long, Anish Kapoor, Anthony Gormley, Chris Ofili , Wolfgang Tillmans oder Jeremy Deller ausgezeichnet. Ebenso prominent war durch die Jahre auch die Jury besetzt. In den letzten Jahren allerdings hat der Preis ein wenig an seiner Präsenz eingebüßt. So findet sich in der diesjährigen Shortlist kein prominenter Name, wenngleich Duncan Campell und James Richards bereits auf der Biennale in Venedig ausgestellt haben. Beiden Künstlern brachten ihre Beiträge auf der 55. Biennale di Venezia ihre Plätze auf der Shortlist des Turner-Preises ein. Präsentiert werden die Nominierten ab 30. September in der renommierten Tate Britain, was sie in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit rückt. 

Die Namen der diesjährigen Shortlist:

Duncan Campell, Ciara Phillips, James Richards und Tirs Vonna-Mitchell.

Insgesamt werden für den Turner Preis, der in einer Zeremonie am 1. Dezember verkündet wird £ 40.000 ausgelobt. £ 25.000 gehen an den Gewinner und je £ 5.000 an die anderen nominierten Künstler und Künstlerinnen. 

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